Iliopsoas auf Meditricks.de

Innere Hüftmuskeln

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  • Einleitung

    Die Hüft- und Gesäßmuskulatur ist sehr kräftig entwickelt, dies ist nötig für den aufrechten Gang, für das Gleichgewicht und um der Schwerkraft entgegenzuwirken. Unterschieden werden bei der Hüft- und Gesäßmuskulatur (angelehnt an den Prometheus): die innere Hüftmuskeln, die äußeren Hüftmuskeln und die Adduktorengruppe. Letztere wird funktionell zu der Hüftmuskulatur gezählt, gehört prinzipiell aber zur Oberschenkelmuskulatur. Die innere Hüftmuskulatur wird vom M. iliopsoas gebildet, der aus dem M. psoas major und M. iliacus besteht. Beide haben einen gemeinsamen Ansatz am Trochanter minor des Femurs und haben weitgehend gleiche Funktionen.

    Muskeln

    • M. iliopsoas bestehend aus
      • M. iliacus und
      • M. psoas major

    Quintessence

    1. Die innere Hüftmuskulatur wird gebildet durch den M. iliopsoas, dieser setzt sich zusammen aus dem M. psoas major und dem M. iliacus. Beide inserieren gemeinsam am gleichen Ansatzpunkt. Hier die siamesischen Löwen: der Major, der auf dem Po saß (M. psoas major) und der Leo Spartacus (M. iliacus).
    2. Der M. iliopsoas ist neben dem M. rectus femoris der kräftigste Flexor im Hüftgelenk. Er ist somit ein wichtiger Muskel für das Stehen, Gehen und Laufen. Er ist der wichtigste Muskel für die Aufrichtung aus dem Liegen. Der Löwe richtet sich auf und flext wie wild.
    3. Der M. iliopsoas wird durch den N. femoralis (L2-4) innerviert. Ferner erhält er direkte Äste aus dem Plexus lumbalis. Hier die nervige Moor-Fee.

    Der siamesiche Löwe, der auf seinem Po saß (M. iliopsoas, besteht aus zwei Anteilen): Gar nicht so einfach, aus dem Gefängnis auszubrechen, vor allem, wenn der Herr Major nur auf sein Po saß (M. psoas major). Sein Bruder, der Leo Spartacus (M. iliacus) nimmt die Sache also in die Hand. Er richtet sich auf (wichtig für Aufrichten aus dem liegen) und flext dann wie wild an seiner Fußfessel an der Hüfte (stärkster Flexor im Hüftgelenk), der Major versucht derdieweil den Funken zu entkommen. Sein Hemd denkt sich: “Was kost das alles?” (Ur. tiefe Schicht: Procc. costales). Dummerweise wird auch er durch eine elastische Hüftfessel zurückgehalten (neigt zur Verkürzung). Vielleicht hilft die nervige Moor-Fee (N. femoralis) mit ihren Lumpen voll Ästen (direkte Äste aus dem Plexus lumbalis)? Doch die will sich nur auf ihr Bett zwischen den beiden legen (Verlauf zwischen beiden Muskeln).

    ClearErkundungsbild
    M. iliopsoas: M. iliacus + M. psoas major
    Siamesische Löwen-Geschwister: Leo Spartacus und Major, der auf seinem Po saß
    Der M. iliopsoas bildet die innere Hüftmuskulatur (Löwen haben ausgeprägte Hüften; u.a. Löwe, der auf seinem Po saß) besteht aus zwei Teilen (siamesisch): dem M. psoas major (Löwen-Major, der auf seinem Po saß) und dem M. iliacus (Leo Spartacus).
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    Schlüsselassoziation
    2
    Kräftigster Flexor im Hüftgelenk
    Löwe flext kräftig an Hüftfessel
    Der M. iliopsoas ist neben dem M. rectus femoris der kräftigste Flexor im Hüftgelenk (flext kräftig an Hüftfessel). Er ist somit ein wichtiger Muskel für das Stehen, Gehen und Laufen (Löwen wollen davonlaufen). Er ist der wichtigste Muskel für die Aufrichtung aus dem Liegen (Löwe richtet sich zunächst auf).
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    Quintessence
    3
    Typ-I-Fasern, slow-twitch-fibres
    Einzelne Faser mit Schneckenhaus
    Der M. iliopsoas besteht v.a. aus Typ-I-Fasern. Diese Muskelfasern sind langsam zuckend (slow-twitch-fibres; einzelne Faser mit Schneckenhaus schaut Löwe über die Schulter). Er ist ein Haltemuskel und neigt daher zur Verkürzung. Die Muskelfasern betreiben einen oxidativen Stoffwechsel (hat Luftballon dabei). Sie sind daher gut durchblutet und mitochondrienreich.
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    Expertenwissen
    4
    M. psoas major besteht aus zwei Schichten
    Major-Löwe, der auf seinem Po saß, hat zwei Klamottenschichten
    Der M. psoas major wird in eine oberflächliche und eine tiefe Schicht unterteilt. Der Löwe verliert gerade seine obere Klamottenschicht.
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    Basiswissen
    5
    Ur.: Oberflächlicher Ursprung: Seitenflächen LWK und Disci intervertebrales Th12 bis L4
    Major-Löwe hält sich an Wirbelsäule fest; zieht dabei CDs heraus
    Die oberflächliche Schicht des M. psoas major entspringt den Seitenflächen des 12. Brustwirbelkörper (Th12), den Seitenflächen des 1. bis 4. Lendenwirbelkörpers (L1-4) sowie den zugehörigen Bandscheiben, den Disci intervertebrales Th12 bis L4. Der Major-Löwe hält sich an den Seitenflächen der Wirbelsäule fest und zieht dabei CDs (Disci intervertebrales) heraus. Dabei fliegt ihm auch ein Tee auf die Zwölf und ins Haar (Th12; Tee+Haar+auf-die-Zwölf). Bei diesem Manöver schubst er zudem einen Lehnstuhl um (Zahl-Form-System 4, vier Stuhlbeine, Lehnstuhl für bis L4).
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    Basiswissen
    6
    Ur.: Tiefer Ursprung: Procc. costales L1 bis L5
    Tiefe Kleidungsschicht, lumpiges Hemd denkt: "Was kost das alles?"
    Die tiefe Schicht des M. psoas major entspringt den Rippenfortsätzen, den Procc. costales (auch Procc. costarii), der 1. bis 5. Lendenwirbel. Unter dem Knastinsassen-Oberteil (innere Hüftmuskeln) des Major-Löwen schaut sein lumpiges Hemd (lumbal, untere Schicht) hervor. Es denkt sich: "Was kost das alles?" (Procc. costales bzw. im Lendenwirbel-Bereich Procc. transversi).
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    Basiswissen
    7
    M. iliacus
    Leo Spartacus
    Der M. iliacus ist der zweite Teil des M. iliopsoas. Sein Ursprung ist breiter als der des M. psoas. Der M. iliacus ist hier der siamesische Zwillingsbruder, der Leo Spartacus mit seinem Spartacus-Kettenschutz.
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    Basiswissen
    8
    Ur.: Fossa iliaca
    Löwen-Flosse ragt in Fossa iliaca
    Der M. iliacus entspringt der Fossa iliaca: Leo Spartacus hat eine Flosse auf dem Rücken, die in die Fossa iliaca ragt.
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    Basiswissen
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    An.: Trochanter minor femoris
    Fußspitze der Löwen an einer Mine mit kleinem Trockner
    Der M. psoas major inseriert gemeinsam mit dem M. iliacus als M. iliopsoas am Trochanter minor des Femurs. Die Löwenfüße (Ansatz) verschwinden in einer Mine (Mineneingang). Hier liegt das moorige Ohr der Moor-Fee, aus dem Moor (Fee Mooralis = femoris)
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    Basiswissen
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    F.: Hüftgelenk: Flexion und Außenrotation
    Flext an Hüftfessel; Flex rotiert und fliegt nach außen
    Im Hüftgelenk führt der M. iliopsoas zur Flexion und Außenrotation. Der Löwe, der auf dem Po saß, flext an seiner Hüftfessel (Flexion). Das Sägeblatt der Flex rotiert und die Funken fliegen nach außen (Außenrotation).
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    Basiswissen
    11
    F.: LWS: einseitig Lateralflexion, beidseitig Aufrichten
    Löwe richtet sich auf
    Bei einseitiger Kontraktion mit Punctum fixum am Femur führt der M. iliopsoas zur Seitwärtsbewegung (Lateralflexion) zur gleichen (ipsilateralen) Seite (Zugrichtung des Major-Löwen an der Wirbelsäule). Bei beidseitiger Kontraktion führt er zur Aufrichtung des Rumpfes aus Rückenlage (Löwe hat sich zuvor aufgerichtet).
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    Basiswissen
    12
    Inn.: N. femoralis, L1 bis L4 (Prometheus L2-L4), direkte Äste aus dem Plx. lumbalis
    Nervige Moor-Fee mit Ästen in Lumpen
    Der M. iliopsoas wird durch den N. femoralis (L2-4) innerviert, hier die nervige Moor-Fee. Sie ist in Lumpen gekleidet (Lumbal = L), macht das Victory-Zeichen (Zahlensystem 2) und hält einen kleinen Stuhl (Zahlensystem 4). Ferner erhält der M. iliopsoas direkte Äste aus dem Plexus lumbalis. Auf dem Rücken trägt die Fee in Lumpen gewickelte Äste (Plexus lumbalis), die sie im Moor sammelt, für das nächste wärmende Feuer.
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    Quintessence
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    Verläuft unter Leistenband
    Gurt verläuft über Löwen
    Der M. psoas major und M. iliacus laufen vereint unter dem Leistenband, dem Ligamentum inguinale, in der Lacuna musculorum. Ein Gurt verläuft quer über die Leisten der Löwen.
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    Basiswissen
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    Plexus lumbalis und N. femoralis in M. iliopsoas eingebettet
    Moos-Bett der nervigen Moor-Fee liegt zw. den Löwen
    Eingebettet in den M. iliopsoas liegt der Plexus lumbalis. Aus diesem entspringt der N. femoralis – passend zur Versorgung des M. iliopsoas. Das Bett der nervigen Moor-Fee (N. femoralis) liegt zwischen den Löwen.
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    Basiswissen
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    Neigt zur Verkürzung, v.a. bei sitzender Tätigkeit
    Major-Löwe ist an einer Fessel befestigt, die an ihm zieht
    Der M. iliopsoas neigt zur Verkürzung, gerade bei sitzenden Tätigkeiten. Er ist ein Haltemuskel mit langsam zuckenden roten Muskelfasern vom Typ-I. Wird er nicht gedehnt, kommt es zum Beckenkippen nach vorn, damit zur Lendenlordose und eingeschränkter Hüftgelenksextension.
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    Basiswissen
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    Einseitige Verkürzung: Thomas-Handgriff
    Halbe Tomate zeigt Handgriff
    Der Thomas-Handgriff dient der Diagnostik einer einseitigen Verkürzung des M. iliopsoas (halbe = einseitige Tomate). Eine Hyperlordosierung (Becken kippt nach vorn) kompensiert den verkürzten M. iliopsoas (Ursprung am Becken). Beim Thomas-Handgriff bringt man ein Bein in maximale Hüftbeugung (bei angewinkeltem Knie) – Aufhebung des Hohlkreuz, Kippen des Beckens nach hinten. Das verkürzte andere Bein hebt sich nun von der Unterlage – die verkürzten Oberschenkelmuskeln geraten unter Zug (M. iliopsoas, M. tensor fasciae latae und/oder M. quadriceps femoris).
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    Basiswissen
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    Aufrichten und Treppensteigen bei Lähmung eingeschränkt
    Löwe richtet sich auf, kaputte Treppe
    Bei beidseitiger Schwächung oder Lähmung eingeschränkt ist das Aufrichten des Rumpfes aus Rückenlage (Löwe hat sich vor dem Flexen aufgerichtet, diese Funktion ist bei beidseitiger Läsion eingeschänkt), ebenso das Treppensteigen ohne Hilfsmittel.
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    Basiswissen
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    Psoas-Zeichen bei Appendizitis
    Wurm der unter Po saß
    Der rechte M. iliopsoas übt bei Kontraktion Druck auf den Wurmfortsatz, die Appendix. Dies erfolgt bei Flexion gegen Widerstand (im Liegen) oder beim Beugen des rechten Oberschenkels. Die entzündete Appendix reagiert mit Schmerz. Hier der entzündlich-glühende Wurm (für Appendix bzw. Appendizitis) mit Schmerzen, der unter dem Po des Löwen saß (Psoas-Zeichen).
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    Basiswissen
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