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Fluorchinolone


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Fluorchinolone

Inhaltliche Einleitung
Fluorchinolone sind Antibiotika mit einem extrem breitem Wirkspektrum. Sie haben eine gute orale Bioverfügbarkeit und sind somit ambulant wie stationär anwendbar. Man unterscheidet vier Gruppen. Gruppe 2 deckt viele gramnegative Enterobakterien ab und ist unter den Fluorchinolonen am besten wirksam bei Pseudomonas. Gruppe 3 ist besser wirksam gegen grampositive und atypische Erreger, Gruppe 4 darüber hinaus gegen Anaerobier. Die Gruppen 3 und 4 sind schweren Infektionen vorbehalten. Fluorchinolone sind in der Therapieplanung meist nur zweite Wahl. Einerseits existieren Antibiotika, die besser gegen die jeweiligen Erreger wirken und gleichzeitig weniger Nebenwirkungen verursachen. Andererseits soll das Voranschreiten von Resistenzen gegen diese Breitspektrum-Antibiotika verhindert werden. Sie zählen zu den Reserveantibiotika.

Basiswissen

  • Fluorchinolone: Breites Wirkspektrum, gute orale Verfügbarkeit – relevante Nebenwirkungen

    Vier Chinesinnen auf dem Flur vermöbeln diverse Ganoven, Pille im Mund – auch Unbeteiligte leiden

    Vier Chinesinnen auf dem Flur vermöbeln diverse üble Ganoven: Fluorchinolone haben mit das breiteste Wirkspektrum aller Antibiotika (es erwischt alle Arten von Ganoven). Die schwarze Ninja-Chinesin putscht sich nochmal ordentlich auf und hat eine grüne Bio-Pille im Mund: Im Gegensatz zu den vergleichbar breit wirkenden Carbapenemen haben Fluorchinolone eine sehr gute orale Bioverfügbarkeit. Sie sind daher ambulant wie stationär einsetzbar. Fluorchinolone wirken gegen diverse grampositive und gramnegative Keime. Hierzu gehören einige Problemkeime, die u.a. verantwortlich für (schwere) nosokomiale Infektionen sind. Jedoch: Fluorchinolone verursachen schwere Nebenwirkungen – so leiden unter dem Einsatz der Chinesinnen auch ein paar Unbeteiligte: Der Einsatz der Fluorchinolone sollte kritisch erfolgen; sie sind teilweise speziellen Indikationen vorbehalten.

  • Fluorchinolone sind Reserveantibiotika – Kategorie “Watch” der WHO

    Hat Konserve dabei, trägt Beobachtungsfernglas

    Wer weiß, wie lange dieser Einsatz dauert? Die schwarze Ninja-Flur-Chinesin hat sicherheitshalber Konserven für sich und ihre Kolleginnen dabei: Fluorchinolone zählen zu den Reserveantibiotika (hier die Konserve). Sie sollten zurückhaltend eingesetzt werden, da der unkritische Einsatz die Wahrscheinlichkeit einer Resistenzentwicklung begünstigt. Die schwarze Ninja trägt ferner ein Beobachtungsfernglas: Die WHO stuft die Fluorchinolone unter den essenziellen Antibiotika in die Kategorie “Watch” ein. Dies sind Antibiotika, die mit Vorsicht eingesetzt werden sollten.

  • Fluorchinolone: einzige orale Option gegen Pseudomonas und MRGN

    Todeskuss für Pseudo-Mona Lisa-Ganovin und gepanzerter Ganove mit MoRGeNstern

    Zwei Schwerverbrecher haben die Flur-Chinesinnen durch ihren Todeskuss umgebracht: Fluorchinolone sind aktuell die einzigen oral anwendbaren Antibiotika gegen Pseudomonaden (der Todeskuss an der Pseudo-Mona Lisa-Ganovin) und MRGN-Keime (multiresistente gramnegative Keime; der Todeskuss am gepanzerten Superganoven mit MoRGeNstern – eine fiese, mittelalterliche Waffe). 3-MRGN sind meist gegen Fluorchinolone resistent (der eigentlich erledigte Superganove zielt doch mit letzter Kraft auf die Flur-Chinesinnen). 4-MRGN sind immer resistent.

  • Fluorchinolone: Einteilung in vier Gruppen (I-IV)

    Vier Flur-Chinesinnen / vier Flurabschnitte (Krankenstationen)

    Vier Flur-Chinesinnen sind im Einsatz, jede kämpft auf einem der Flurabschnitte: Die Fluorchinolone werden in vier Gruppen eingeteilt (Gruppe I bis Gruppe IV). Nach rechts, zum vierten Flurabschnitt hin, wird es auch immer brutaler – es fängt u.a. an, zu brennen: Hintergrund ist die zunehmende (in-vitro-) Aktivität der Gruppen nach oben hin.

  • Gruppe I: Norfloxacin (nur bei Harnwegsinfektionen)

    Ninja in schwarz (franz. noir) steht über Gulli, gelbe Flüssigkeit

    Die erste Flur-Chinesin ist die Ninja in schwarz, zu franz. “noir”. Ihr Wurfstern auf der Brust erinnert an eine Flocke – noir und flocke: Norfloxacin. Norfloxacin ist das Fluorchinolon der Gruppe I. Oh je, der große Moment und sie hat in die Hose gemacht: Norfloxacin spielt allein bei Harnwegsinfekten eine Rolle. Zweites oh weh: Die Ninja steht vor verschlossener Tür – diese zu öffnen, war eigentlich ihre Aufgabe, die Kolleginnen sind dennoch reingekommen: Norfloxacin ist prinzipiell obsolet und wird hier auch nicht weiter behandelt. In den USA ist Norfloxacin nicht mehr erhältlich (daher die verschlossene Tür).

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Expertenwissen

  • Delafloxacin als Reserve bei Haut- und Weichteilinfektionen (vs. MRSA, Pseudomonas und Klebsiella)

    Der Lack-Flur-Chinese mit Trauben-Konserve klebt Pseudo-Mona Lisa-Postmarke

    Neu im Team ist der “Lack-Flur-Chinese”: Delafloxacin ist ein 2019 neu zugelassenes Fluorchinolon als Reserve (er hält eine Konserve) bei bakteriellen Haut- und Weichteilinfektionen. Es wirkt gegen MRSA (goldene Trauben auf der Konserve), Pseudomonas und Klebsiella (er klebt, für Klebsiella, eine Pseudo-Mona Lisa-Postmarke auf die Konserve). Speziell ist, dass Delafloxacin – anders als andere Fluorchinolone – in entzündeten, sauren Geweben gut Membranen penetrieren kann (er muss sich erst beweisen und ist todesmutig durch einen Brand – für das saure, entzündete Gewebe, hier herein gekommen).

  • Zunehmende Resistenzen. Am meisten resistent vs. Fluorchinolone sind VRE und MRSA (außer Delafloxacin)

    Ganove mit Enten-Maske entkommt nach oben, hat Bazooka gegen Van und goldene Trauben dabei

    Der unkritische Einsatz von Fluorchinolonen erhöht weltweit die Resistenzlage. Ein Ganove entkommt hier durch die Decke, es ist ein weiterer Enten-Ganove: Allgemein bestehen Resistenzen bei einerseits Vancomycin-resistenten Enterokokken (VRE; hier der Enten-Ganove mit Bazooka, die ihm hilft, sich gegen die gepanzerten Vans der Polizei zu verteidigen, für Vancomycin-resistent) und andererseits bei Methicillin-resistentem Staphylococcus aureus (MRSA, er flüchtet samt goldenen Trauben). Bei MRSA bildet das neue Delafloxacin eine Ausnahme.

  • Ciprofloxacin ungenügend bei Pneumokokken

    Ganovin trägt blaue, kugelsichere Weste mit Lungen darauf

    Ciprofloxacin ist nur ungenügend wirksam gegen Pneumokokken, einem der häufigsten Erreger von Lungenentzündungen, hier die blaue, kugelsichere Weste im Lungen-Look, für die resistenten Pneumokokken – der Zitrus-gelbe Flockenwurfstern, für Ciprofloxacin, kommt nicht durch.

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