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Vorklinik / Grundlagen

Citratzyklus: Reaktionen

Pharmakologie

SSRI lernen mit den Eselsbrücken von Meditricks.de

Vorklinik / Grundlagen

Der Citratzyklus – produziert in der Zitronen-Limo-Fabrik!

Lernen-Modus Wiederholen-Modus
Allgemeines
Citratzyklus = Drehscheibe des Stoffwechsels
Zitronengelber Zyklon-Strudel = innerhalb des runden Förderbands
Der Citratzyklus ist ein zyklischer Stoffwechselweg. Daher wird er auch Drehscheibe des Stoffwechsels genannt. Hier erfolgen die letzten Schritte der Nährstoff-Verwertung von Kohlenhydraten, Proteinen und Fetten.
1/42
Allgemeines
3 Phasen mit insgesamt 8 Reaktionsschritten
3 Farben des Förderbands mit 8 Stationen
Der Citratzyklus läuft in drei Phasen ab. In Phase 1 (violetter Abschnitt) wird Acetyl-CoA (C₂-Körper) zur zweifachen Decarboxylierung vorbereitet. In Phase 2 (blauer Abschnitt) wird die Acetyl-Gruppe zu CO₂ abgebaut. Schließlich dient Phase 3 (rötlicher Abschnitt) der Regeneration von Oxalacetat.
2/42
Allgemeines
Ausgangssubstrat: Acetyl-CoA
Hereinspaziert kommt: Atze-Tüll-Koala
Acetyl-CoA (2 C-Atome) wird in den Citratzyklus eingespeist.
3/42
Allgemeines
Acetyl-CoA aus Proteinen, Kohlenhydraten, Fetten
Im Wagen des Atze-Tüll-Koala ist Fleisch, Brot, Butter
Acetyl-CoA kann beim Abbau von Zucker, Fett und Proteinen gewonnen werden.
4/42
Erste Phase
Phase 1: Vorbereitung von Acetyl-CoA zur Decarboxylierung
Violetter Abschnitt: Vorbereitung des Atze-Tüll-Koalas
Die erste Phase bereitet Acetyl-CoA auf die zweifache Decarboxylierung vor. Sie beinhaltet zwei Reaktionsschritte.
5/42
Erste Phase > Reaktion 1
Enzym: Citratsynthase
Mit zitronengelbem Shirt + Kappe: der Synthase-Hase
Die Citratsynthase katalysiert den ersten Reaktionsschritt der ersten Phase.
6/42
Erste Phase > Reaktion 1
Synthese von Citrat (C₆) aus Acetyl-CoA + Oxalacetat
"Zitrat-Zyklon" gemacht aus Atzenbrille + Tüllrock + Opal-Ochsenatze
In der Reaktion der Citratsynthase wird die Acetyl-Gruppe des Acetyl-CoA auf Oxalacetat übertragen.
7/42
Erste Phase > Reaktion 1
Substrat: Acetyl-Gruppe (C₂) des Acetyl-CoA
Atzenbrille + Tüllrock des Atze-Tüll-Koala
Erstes Substrat ist der C₂-Körper der Acetyl-Gruppe.
8/42
Erste Phase > Reaktion 1
Substrat: Oxalacetat (C₄)
Ochsen-Opalstein (mit Atzenbrille)
Das zweite Substrat der Citratsynthase-Reaktion ist der C₄-Körper Oxalacetat.
9/42
Erste Phase > Reaktion 1
Produkt: C₆ Körper
Produkt: Zitronendrink
Nun benötigt man als drittes Substrat nur noch Wasser, um den C₆-Körper Citrat zu synthetisieren.
10/42
Erste Phase > Reaktion 1
CoA wird bei Reaktion 1 freigesetzt
Koala verlässt Fabrik (ohne Tüllrock & Brille)
11/42
Erste Phase > Reaktion 1
Citratsynthase weit unter Vmax, kinetische Kontrolle
Synthase-Hase ist gelangweilt, Geschwindigkeitsanzeiger am Kittel
Die Citrat-Synthase arbeitet regulär weit unter ihrer Maximalgeschwindigkeit Vmax. Werden mehr Substrate geliefert (= mehr Energiebedarf der Zelle), kann die Citrat-Synthase ihre Geschwindigkeit also daran anpassen.
12/42
Erste Phase > Reaktion 1
Citrat für Cholesterin-Biosynthese
Zitronendrinks im Cholesteringerüst
Citrat kann als Synthesevorstufe für Fettsäuren und Steroide verwendet werden.
13/42
Erste Phase > Reaktion 2
Citrat wird zu Isocitrat isomerisiert
Zitronendrink wird in Isolierschicht eingepackt
Um die Decarboxylierungs-Schritte und die Energiegewinnung in der folgenden 2. Phase zu ermöglichen, muss Citrat zu Isocitrat umgewandelt werden.
14/42
Erste Phase > Reaktion 2
2. Enzym: Aconitase
2. Mitarbeiter: ist aggro, hat Nietengürtel (Aggro-Niet-ase)
Das Enzym der zweiten Reaktion (in Phase 1) ist die Aconitase. Ihr Name leitet sich von cis-Aconitat ab, was ein Zwischenprodukt der Umlagerung von Citrat zu Isocitrat ist.
15/42
Zweite Phase
Phase 2: Enzym ist Isocitrat-Dehydrogenase
Blauer Abschnitt: Dehydrator
Diese dritte Reaktion des Citratzyklus katalysiert die Isocitrat-Dehydrogenase.
16/42
Zweite Phase > Reaktion 3
Oxidative Decarboxylierung
CO₂-Wolke entsteht
17/42
Zweite Phase > Reaktion 3
Isocitrat (C₆) zu alpha-Ketoglutarat (C₅) decarboxyliert
Isolierter Zitrodrink zu Ketten-Gluthaufen & CO₂-Wolke
18/42
Zweite Phase > Reaktion 3
Alpha-Ketoglutarat für Synthese von Glutamat & GABA
Glut fällt auf glühende Tomate & Gabel
Alpha-Ketoglutarat kann für die Synthese von Glutamat & GABA dienen.
19/42
Zweite Phase > Reaktion 3
Elektronen als 2 H-Atome auf NAD⁺ übertragen
2-Haar-Helferlein wird an 1. Nadel übergeben
Beim 3. Reaktionsschritt werden Elektronen in Form von 2 H-Atomen auf das Coenzym NAD⁺ übertragen.
20/42
Zweite Phase > Reaktion 3
NAD⁺ mit 2 Elektronen zu NADH+H⁺ reduziert (H⁺ in Lösung)
Mit 2 Haaren und farblich reduzierte Nadel (ein Haar schwebt)
Die 2 gewonnenen Elektronen reduzieren NAD⁺ zu NADH + H⁺. Das H⁺ bleibt in Lösung.
21/42
Zweite Phase > Reaktion 4
α-Ketoglutarat-Dehydrogenase (4. Enzym)
Zweiter Dehydrator
22/42
Zweite Phase > Reaktion 4
α-Ketoglutarat-Dehydrogenase ≙ Pyruvat-Dehydrogenase
Sticker auf Dehydrator ≙ Pyro-Wal
Die Reaktion der alpha-Ketoglutarat-Dehydrogenase verläuft nach dem gleichen Prinzip wie die Reaktion der Pyruvat-Dehydrogenase (PDH). Wie die PDH ist auch die alpha-Ketoglutarat-Dehydrogenase ein Multienzymkomplex aus 3 Enzymen, der die Cofaktoren TPP, Liponamid, Coenzym A, FAD und NAD⁺ benötigt.
23/42
Zweite Phase > Reaktion 4
Oxidative Decarboxylierung
Aufsteigende CO₂-Wolke
24/42
Zweite Phase > Reaktion 4
α-Ketoglutarat (C₅) zu Succinyl-CoA (C₄) decarboxyliert
Ketten-Glut wird zu Such-Koala & CO₂-Wolke
In der 4. Reaktion wird der C₅-Körper alpha-Ketoglutarat zum C₄-Körper Succinyl-CoA decarboxyliert (2. CO₂-Wolke). Ab diesem Zeitpunkt ist der C₂-Körper Acetyl-CoA, der anfangs in den Citratzyklus eingespeist wurde, durch die doppelte Decarboxylierung komplett "in CO2-aufgelöst" worden (C₂-Körper → 2 CO₂).
25/42
Zweite Phase > Reaktion 4
Großteil des täglich produzierten CO₂s aus Citratzyklus
2 CO₂-Wolken
In der zweiten Phase des Citratzyklus finden zwei Decarboxylierungen statt, bei denen jeweils CO₂ frei wird. Der Großteil des CO₂s, welches wir täglich ausatmen, stammt aus diesen zwei Reaktionen.
26/42
Zweite Phase > Exkurs Succinyl-CoA
Succinyl-CoA ist Startmolekül für Häm-Biosynthese
Such-Koala hat Hamburger in Brotdose
27/42
Zweite Phase > Exkurs Succinyl-CoA
Beteiligung am Abbau ungeradzahliger Fettsäuren
Teils verspeiste (ungeradzahlige) fettige Fritten
Succinyl-CoA ist außerdem am Abbau der ungeradzahligen Fettsäuren über Propionsäuren beteiligt.
28/42
Zweite Phase > Exkurs Succinyl-CoA
Am Abbau von Keton-Körpern beteiligt
Brotdose aus biologisch abbaubarem Beton
29/42
Zweite Phase > Exkurs Succinyl-CoA
Enthält energiereiche Thioesterbindung
Energiereiches Bio-Getränk
Die energiereiche Thioesterbindung von Succinyl-CoA macht die Gewinnung des Energieträgers GTP erst möglich.
30/42
Zweite Phase > Exkurs Succinyl-CoA
2 Elektronen als 2 H-Atome auf NAD⁺ übertragen
2-Haar-Helferlein gibt 2 Haare an farblich reduzierte Nadel
Wie schon bei der dritten Reaktion werden auch hier durch die Dehydrogenase 2 Elektronen in Form von 2 H-Atomen gewonnen. Diese Elektronen reduzieren NAD⁺ zu NADH + H⁺.
31/42
Zweite Phase > Reaktion 5
Synthetase spaltet CoA von Succinyl-CoA → Succinat (C₄)
Hase in synthetischem Kittel verwandelt Such-Koala → Such-Spinat
Das Enzym ist die Succinyl-CoA-Synthetase, auch Succinat-Thiokinase genannt. Sie spaltet von Succinyl-CoA das CoA ab und es entsteht Succinat.
32/42
Zweite Phase > Reaktion 5
Synthetasen verbrauchen/bilden ATP oder GTP
Synthetase-Hase mit synthetisch-gelbem Kittel
Synthetasen verknüpfen zwei Moleküle durch eine kovalente Bindung und benötigen dazu Energie, die aus der Spaltung energiereicher Nukleosidtriphosphate wie ATP oder GTP stammt. Im Gegensatz dazu brauchen Synthasen keine zusätzliche Energie für die Additionsreaktion.
33/42
Zweite Phase > Reaktion 5
GTP
Batterie mit gelbem 3er-Blitz
In Succinyl-CoA sind Succinat und CoA über eine energiereiche Thioesterbindung verbunden. Bei der Spaltung dieser Thioesterbindung wird genug Energie frei, um Guanosin-Triphosphat (GTP) über den Mechanismus der Substratkettenphosphorylierung zu bilden.
34/42
Zweite Phase > Reaktion 5
Substratkettenphosphorylierung
Suppenschüssel an Kette mit phosphorgrünem Inhalt
Von einer Substratkettenphosphorylierung spricht man, wenn während einer Substratreaktion in einem Stoffwechselweg eine energiereiche Phosphorbindung gewonnen wird.
35/42
Dritte Phase > Reaktion 6
Phase 3: Enzym ist Succinat-Dehydrogenase
Auf rotem Abschnitt: Dehydrator
36/42
Dritte Phase > Reaktion 6
Dehydrierung von Succinat (C₄) zu Fumarat (C₄)
Dehydrator macht Such-Spinat zu Rauch(lat. fumare)-Rad
Durch das 6. Enzym, die Succinat-Dehydrogenase, wird Succinat zu Fumarat.
37/42
Dritte Phase > Reaktion 6
Succinat-Dehydrogenase = Komplex II der Atmungskette
Dehydrator = hat blauen Atmungsketten-Propellerhelm
Die Succinat-Dehydrogenase stellt den Komplex II in der Atmungskette dar. Sie sitzt daher fest in der inneren Mitochondrienmembran.
38/42
Dritte Phase > Reaktion 6
Übertragung von 2 H auf FAD → FADH₂
2-Haar-Helferlein gibt 2 Haare an farblich reduzierten Faden
Durch die Succinat-Dehydrogenase werden zwei Elektronen in “Begleitung” von zwei Protonen (also einfach 2 H) auf den Elektronenträger FAD übertragen. FAD wird zu FADH₂ reduziert.
39/42
Dritte Phase > Reaktion 7
Hydratisierung von Fumarat → zu Malat (Salz d. Apfelsäure)
Hydrant wäscht Rauch-Rad → malader Apfel entsteht
Bei der Hydratisierung (Addition von H₂O) durch die Fumarat-Hydratase (=Fumarase) von Fumarat entsteht Malat, das Salz der Apfelsäure.
40/42
Dritte Phase > Reaktion 8
Oxidation von Malat zu Oxalacetat durch Malat-Dehydrogenase
Malader Apfel wird zu Opal-Ochsen-Atze durch Dehydrator
41/42
Dritte Phase > Reaktion 8
NAD⁺ mit 2 Elektronen zu NADH+H⁺ reduziert
2-Haar-Helferlein gibt 2 Haare an farblich reduzierte Nadel
42/42
Basis 22:15 Expert 7:27 Quint 3:01
Quint
26
Basis
4
Expert
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Ankizin ist ein Projekt der AG Medizinische-Ausbildung bvmd e.V.

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In freundlicher Kooperation bieten wir im Ankizin-Deck passgenau unsere Merkhilfen in den jeweiligen Anki-Karten an. Die so verknüpften Fragen kannst Du mit freundlicher Genehmigung der bvmd auch hier als Quiz ansehen.

Du findest alle Inhalte auch im Ankizin-Deck in Anki.
Anki-Karten für das Medizinstudium
Frage 1 / 7
Freitext

Wie kann man den Citratzyklus in funktionelle Phasen einteilen?

X
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Einleitung

Inhaltlich

Der Citratzyklus ist einer der wichtigsten Stoffwechselwege im Körper. Er wird als Drehscheibe des Stoffwechsels bezeichnet, weil viele Stoffwechselwege hier münden und viele Stoffwechselwege von ihm abgehen. Außerdem ist er Dreh- und Angelpunkt der aeroben Energiegewinnung. Im Citratzyklus findet nämlich der letzte Schritt der Nährstoffverwertung statt. Die Energie der Nährstoffe werden als NADH + H+ und FADH2 gespeichert.


Geschichte

*Hust, hust, hust* - Puh, die CO2-Produktion hier drinnen ist heftiger als gedacht! Dass der Energydrink „Zitrat-Zyklon“ (Citratzyklus) nicht so organisch ist, wie seine Zitronenbäume vor der Fabrik es vermitteln sollen, war ja zu vermuten – aber so schlimm?! Die machen den „Zitrat-Zyklon“ aus Tüllröcken, Atzenbrillen, Wasser und Steinresten? Also der gelbe Chemie-Hasen-Fuzzi hat's echt drauf, aber gesund kann das ja nicht sein… Die vier Dehydratoren (Dehydrogenasen) sollen wohl so eine Art Iso-Pulver (Isocitrat) aus dem Drink machen - das Iso-Pulver-Zeug ist ja gerade total in Mode. So richtig zu funktionieren scheint die Umwandlung aber noch nicht - den Gluthäufchen, Rauchrädchen und Steinen nach zu urteilen. Immerhin bekommen die drei Nadelmusketiere und der Faden (NAD+ und FAD+) ihre Dröhnung (Elektronen) von den Dehydratoren. Diese Energydrinks sind auf jeden Fall - wie man hier klar sieht - einfach der letzte Dreck!

Videos

Basis 22:15
Expert 7:27
Quint 3:01

Faktenübersicht

1Allgemeines
1
Citratzyklus = Drehscheibe des Stoffwechsels
  1
2
3 Phasen mit insgesamt 8 Reaktionsschritten
3
Ausgangssubstrat: Acetyl-CoA
4
Acetyl-CoA aus Proteinen, Kohlenhydraten, Fetten

2Erste Phase
5
Phase 1: Vorbereitung von Acetyl-CoA zur Decarboxylierung

2.1Reaktion 1
6
Enzym: Citratsynthase
7
Synthese von Citrat (C₆) aus Acetyl-CoA + Oxalacetat
8
Substrat: Acetyl-Gruppe (C₂) des Acetyl-CoA
9
Substrat: Oxalacetat (C₄)
10
Produkt: C₆ Körper
11
CoA wird bei Reaktion 1 freigesetzt
12
Citratsynthase weit unter Vmax, kinetische Kontrolle
13
Citrat für Cholesterin-Biosynthese

2.2Reaktion 2
14
Citrat wird zu Isocitrat isomerisiert
15
2. Enzym: Aconitase

3Zweite Phase
16
Phase 2: Enzym ist Isocitrat-Dehydrogenase

3.1Reaktion 3
17
Oxidative Decarboxylierung
18
Isocitrat (C₆) zu alpha-Ketoglutarat (C₅) decarboxyliert
19
Alpha-Ketoglutarat für Synthese von Glutamat & GABA
20
Elektronen als 2 H-Atome auf NAD⁺ übertragen
21
NAD⁺ mit 2 Elektronen zu NADH+H⁺ reduziert (H⁺ in Lösung)

3.2Reaktion 4
22
α-Ketoglutarat-Dehydrogenase (4. Enzym)
23
α-Ketoglutarat-Dehydrogenase ≙ Pyruvat-Dehydrogenase
24
Oxidative Decarboxylierung
25
α-Ketoglutarat (C₅) zu Succinyl-CoA (C₄) decarboxyliert
26
Großteil des täglich produzierten CO₂s aus Citratzyklus

3.3Exkurs Succinyl-CoA
27
Succinyl-CoA ist Startmolekül für Häm-Biosynthese
28
Beteiligung am Abbau ungeradzahliger Fettsäuren
29
Am Abbau von Keton-Körpern beteiligt
30
Enthält energiereiche Thioesterbindung
31
2 Elektronen als 2 H-Atome auf NAD⁺ übertragen

3.4Reaktion 5
32
Synthetase spaltet CoA von Succinyl-CoA → Succinat (C₄)
33
Synthetasen verbrauchen/bilden ATP oder GTP
34
GTP
35
Substratkettenphosphorylierung

4Dritte Phase

4.1Reaktion 6
36
Phase 3: Enzym ist Succinat-Dehydrogenase
37
Dehydrierung von Succinat (C₄) zu Fumarat (C₄)
38
Succinat-Dehydrogenase = Komplex II der Atmungskette
39
Übertragung von 2 H auf FAD → FADH₂

4.2Reaktion 7
40
Hydratisierung von Fumarat → zu Malat (Salz d. Apfelsäure)

4.3Reaktion 8
41
Oxidation von Malat zu Oxalacetat durch Malat-Dehydrogenase
42
NAD⁺ mit 2 Elektronen zu NADH+H⁺ reduziert

Abbildungen

[[Abb. 1812]]

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Clear1
1
Allgemeines
Citratzyklus = Drehscheibe des Stoffwechsels
Zitronengelber Zyklon-Strudel = innerhalb des runden Förderbands
Der Citratzyklus ist ein zyklischer Stoffwechselweg. Daher wird er auch Drehscheibe des Stoffwechsels genannt. Hier erfolgen die letzten Schritte der Nährstoff-Verwertung von Kohlenhydraten, Proteinen und Fetten. alles anzeigen
2
Allgemeines
3 Phasen mit insgesamt 8 Reaktionsschritten
3 Farben des Förderbands mit 8 Stationen
Der Citratzyklus läuft in drei Phasen ab. In Phase 1 (violetter Abschnitt) wird Acetyl-CoA (C₂-Körper) zur zweifachen Decarboxylierung vorbereitet. In Phase 2 (blauer Abschnitt) wird die Acetyl-Gruppe zu CO₂ abgebaut. Schließlich dient Phase 3 (rötlicher Abschnitt) der Regeneration von Oxalacetat. alles anzeigen
3
Allgemeines
Ausgangssubstrat: Acetyl-CoA
Hereinspaziert kommt: Atze-Tüll-Koala
Acetyl-CoA (2 C-Atome) wird in den Citratzyklus eingespeist. alles anzeigen
4
Allgemeines
Acetyl-CoA aus Proteinen, Kohlenhydraten, Fetten
Im Wagen des Atze-Tüll-Koala ist Fleisch, Brot, Butter
Acetyl-CoA kann beim Abbau von Zucker, Fett und Proteinen gewonnen werden. alles anzeigen
5
Erste Phase
Phase 1: Vorbereitung von Acetyl-CoA zur Decarboxylierung
Violetter Abschnitt: Vorbereitung des Atze-Tüll-Koalas
Die erste Phase bereitet Acetyl-CoA auf die zweifache Decarboxylierung vor. Sie beinhaltet zwei Reaktionsschritte. alles anzeigen
6
Erste Phase > Reaktion 1
Enzym: Citratsynthase
Mit zitronengelbem Shirt + Kappe: der Synthase-Hase
Die Citratsynthase katalysiert den ersten Reaktionsschritt der ersten Phase. alles anzeigen
7
Erste Phase > Reaktion 1
Synthese von Citrat (C₆) aus Acetyl-CoA + Oxalacetat
"Zitrat-Zyklon" gemacht aus Atzenbrille + Tüllrock + Opal-Ochsenatze
In der Reaktion der Citratsynthase wird die Acetyl-Gruppe des Acetyl-CoA auf Oxalacetat übertragen. alles anzeigen
8
Erste Phase > Reaktion 1
Substrat: Acetyl-Gruppe (C₂) des Acetyl-CoA
Atzenbrille + Tüllrock des Atze-Tüll-Koala
Erstes Substrat ist der C₂-Körper der Acetyl-Gruppe. alles anzeigen
9
Erste Phase > Reaktion 1
Substrat: Oxalacetat (C₄)
Ochsen-Opalstein (mit Atzenbrille)
Das zweite Substrat der Citratsynthase-Reaktion ist der C₄-Körper Oxalacetat. alles anzeigen
10
Erste Phase > Reaktion 1
Produkt: C₆ Körper
Produkt: Zitronendrink
Nun benötigt man als drittes Substrat nur noch Wasser, um den C₆-Körper Citrat zu synthetisieren. alles anzeigen
11
Erste Phase > Reaktion 1
CoA wird bei Reaktion 1 freigesetzt
Koala verlässt Fabrik (ohne Tüllrock & Brille)
Expertenwissen
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12
Erste Phase > Reaktion 1
Citratsynthase weit unter Vmax, kinetische Kontrolle
Synthase-Hase ist gelangweilt, Geschwindigkeitsanzeiger am Kittel
Die Citrat-Synthase arbeitet regulär weit unter ihrer Maximalgeschwindigkeit Vmax. Werden mehr Substrate geliefert (= mehr Energiebedarf der Zelle), kann die Citrat-Synthase ihre Geschwindigkeit also daran anpassen. alles anzeigen
13
Erste Phase > Reaktion 1
Citrat für Cholesterin-Biosynthese
Zitronendrinks im Cholesteringerüst
Citrat kann als Synthesevorstufe für Fettsäuren und Steroide verwendet werden. alles anzeigen
14
Erste Phase > Reaktion 2
Citrat wird zu Isocitrat isomerisiert
Zitronendrink wird in Isolierschicht eingepackt
Um die Decarboxylierungs-Schritte und die Energiegewinnung in der folgenden 2. Phase zu ermöglichen, muss Citrat zu Isocitrat umgewandelt werden. alles anzeigen
15
Erste Phase > Reaktion 2
2. Enzym: Aconitase
2. Mitarbeiter: ist aggro, hat Nietengürtel (Aggro-Niet-ase)
Das Enzym der zweiten Reaktion (in Phase 1) ist die Aconitase. Ihr Name leitet sich von cis-Aconitat ab, was ein Zwischenprodukt der Umlagerung von Citrat zu Isocitrat ist. alles anzeigen
16
Zweite Phase
Phase 2: Enzym ist Isocitrat-Dehydrogenase
Blauer Abschnitt: Dehydrator
Diese dritte Reaktion des Citratzyklus katalysiert die Isocitrat-Dehydrogenase. alles anzeigen
17
Zweite Phase > Reaktion 3
Oxidative Decarboxylierung
CO₂-Wolke entsteht
Quintessence
17/42
18
Zweite Phase > Reaktion 3
Isocitrat (C₆) zu alpha-Ketoglutarat (C₅) decarboxyliert
Isolierter Zitrodrink zu Ketten-Gluthaufen & CO₂-Wolke
Quintessence
18/42
19
Zweite Phase > Reaktion 3
Alpha-Ketoglutarat für Synthese von Glutamat & GABA
Glut fällt auf glühende Tomate & Gabel
Alpha-Ketoglutarat kann für die Synthese von Glutamat & GABA dienen. alles anzeigen
20
Zweite Phase > Reaktion 3
Elektronen als 2 H-Atome auf NAD⁺ übertragen
2-Haar-Helferlein wird an 1. Nadel übergeben
Beim 3. Reaktionsschritt werden Elektronen in Form von 2 H-Atomen auf das Coenzym NAD⁺ übertragen. alles anzeigen
21
Zweite Phase > Reaktion 3
NAD⁺ mit 2 Elektronen zu NADH+H⁺ reduziert (H⁺ in Lösung)
Mit 2 Haaren und farblich reduzierte Nadel (ein Haar schwebt)
Die 2 gewonnenen Elektronen reduzieren NAD⁺ zu NADH + H⁺. Das H⁺ bleibt in Lösung. alles anzeigen
22
Zweite Phase > Reaktion 4
α-Ketoglutarat-Dehydrogenase (4. Enzym)
Zweiter Dehydrator
Quintessence
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Zweite Phase > Reaktion 4
α-Ketoglutarat-Dehydrogenase ≙ Pyruvat-Dehydrogenase
Sticker auf Dehydrator ≙ Pyro-Wal
Die Reaktion der alpha-Ketoglutarat-Dehydrogenase verläuft nach dem gleichen Prinzip wie die Reaktion der Pyruvat-Dehydrogenase (PDH). Wie die PDH ist auch die alpha-Ketoglutarat-Dehydrogenase ein Multienzymkomplex aus 3 Enzymen, der die Cofaktoren TPP, Liponamid, Coenzym A, FAD und NAD⁺ benötigt. alles anzeigen
 
Extra Info / Trivia
Die Pyruvat-Dehydrogenase-Reaktion ist der Schritt, der aus Pyruvat überhaupt erst Acetyl-CoA entstehen lässt - das Ausgangssubstrat des Citratzyklus.
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Zweite Phase > Reaktion 4
Oxidative Decarboxylierung
Aufsteigende CO₂-Wolke
Quintessence
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Zweite Phase > Reaktion 4
α-Ketoglutarat (C₅) zu Succinyl-CoA (C₄) decarboxyliert
Ketten-Glut wird zu Such-Koala & CO₂-Wolke
In der 4. Reaktion wird der C₅-Körper alpha-Ketoglutarat zum C₄-Körper Succinyl-CoA decarboxyliert (2. CO₂-Wolke). Ab diesem Zeitpunkt ist der C₂-Körper Acetyl-CoA, der anfangs in den Citratzyklus eingespeist wurde, durch die doppelte Decarboxylierung komplett "in CO2-aufgelöst" worden (C₂-Körper → 2 CO₂). alles anzeigen
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Zweite Phase > Reaktion 4
Großteil des täglich produzierten CO₂s aus Citratzyklus
2 CO₂-Wolken
In der zweiten Phase des Citratzyklus finden zwei Decarboxylierungen statt, bei denen jeweils CO₂ frei wird. Der Großteil des CO₂s, welches wir täglich ausatmen, stammt aus diesen zwei Reaktionen. alles anzeigen
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Zweite Phase > Exkurs Succinyl-CoA
Succinyl-CoA ist Startmolekül für Häm-Biosynthese
Such-Koala hat Hamburger in Brotdose
Expertenwissen
27/42
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Zweite Phase > Exkurs Succinyl-CoA
Beteiligung am Abbau ungeradzahliger Fettsäuren
Teils verspeiste (ungeradzahlige) fettige Fritten
Succinyl-CoA ist außerdem am Abbau der ungeradzahligen Fettsäuren über Propionsäuren beteiligt. alles anzeigen
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Zweite Phase > Exkurs Succinyl-CoA
Am Abbau von Keton-Körpern beteiligt
Brotdose aus biologisch abbaubarem Beton
Expertenwissen
29/42
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Zweite Phase > Exkurs Succinyl-CoA
Enthält energiereiche Thioesterbindung
Energiereiches Bio-Getränk
Die energiereiche Thioesterbindung von Succinyl-CoA macht die Gewinnung des Energieträgers GTP erst möglich. alles anzeigen
31
Zweite Phase > Exkurs Succinyl-CoA
2 Elektronen als 2 H-Atome auf NAD⁺ übertragen
2-Haar-Helferlein gibt 2 Haare an farblich reduzierte Nadel
Wie schon bei der dritten Reaktion werden auch hier durch die Dehydrogenase 2 Elektronen in Form von 2 H-Atomen gewonnen. Diese Elektronen reduzieren NAD⁺ zu NADH + H⁺. alles anzeigen
32
Zweite Phase > Reaktion 5
Synthetase spaltet CoA von Succinyl-CoA → Succinat (C₄)
Hase in synthetischem Kittel verwandelt Such-Koala → Such-Spinat
Das Enzym ist die Succinyl-CoA-Synthetase, auch Succinat-Thiokinase genannt. Sie spaltet von Succinyl-CoA das CoA ab und es entsteht Succinat. alles anzeigen
33
Zweite Phase > Reaktion 5
Synthetasen verbrauchen/bilden ATP oder GTP
Synthetase-Hase mit synthetisch-gelbem Kittel
Synthetasen verknüpfen zwei Moleküle durch eine kovalente Bindung und benötigen dazu Energie, die aus der Spaltung energiereicher Nukleosidtriphosphate wie ATP oder GTP stammt. Im Gegensatz dazu brauchen Synthasen keine zusätzliche Energie für die Additionsreaktion. alles anzeigen
34
Zweite Phase > Reaktion 5
GTP
Batterie mit gelbem 3er-Blitz
In Succinyl-CoA sind Succinat und CoA über eine energiereiche Thioesterbindung verbunden. Bei der Spaltung dieser Thioesterbindung wird genug Energie frei, um Guanosin-Triphosphat (GTP) über den Mechanismus der Substratkettenphosphorylierung zu bilden. alles anzeigen
35
Zweite Phase > Reaktion 5
Substratkettenphosphorylierung
Suppenschüssel an Kette mit phosphorgrünem Inhalt
Von einer Substratkettenphosphorylierung spricht man, wenn während einer Substratreaktion in einem Stoffwechselweg eine energiereiche Phosphorbindung gewonnen wird. alles anzeigen
36
Dritte Phase > Reaktion 6
Phase 3: Enzym ist Succinat-Dehydrogenase
Auf rotem Abschnitt: Dehydrator
Quintessence
36/42
37
Dritte Phase > Reaktion 6
Dehydrierung von Succinat (C₄) zu Fumarat (C₄)
Dehydrator macht Such-Spinat zu Rauch(lat. fumare)-Rad
Durch das 6. Enzym, die Succinat-Dehydrogenase, wird Succinat zu Fumarat. alles anzeigen
38
Dritte Phase > Reaktion 6
Succinat-Dehydrogenase = Komplex II der Atmungskette
Dehydrator = hat blauen Atmungsketten-Propellerhelm
Die Succinat-Dehydrogenase stellt den Komplex II in der Atmungskette dar. Sie sitzt daher fest in der inneren Mitochondrienmembran. alles anzeigen
39
Dritte Phase > Reaktion 6
Übertragung von 2 H auf FAD → FADH₂
2-Haar-Helferlein gibt 2 Haare an farblich reduzierten Faden
Durch die Succinat-Dehydrogenase werden zwei Elektronen in “Begleitung” von zwei Protonen (also einfach 2 H) auf den Elektronenträger FAD übertragen. FAD wird zu FADH₂ reduziert. alles anzeigen
40
Dritte Phase > Reaktion 7
Hydratisierung von Fumarat → zu Malat (Salz d. Apfelsäure)
Hydrant wäscht Rauch-Rad → malader Apfel entsteht
Bei der Hydratisierung (Addition von H₂O) durch die Fumarat-Hydratase (=Fumarase) von Fumarat entsteht Malat, das Salz der Apfelsäure. alles anzeigen
41
Dritte Phase > Reaktion 8
Oxidation von Malat zu Oxalacetat durch Malat-Dehydrogenase
Malader Apfel wird zu Opal-Ochsen-Atze durch Dehydrator
Quintessence
41/42
42
Dritte Phase > Reaktion 8
NAD⁺ mit 2 Elektronen zu NADH+H⁺ reduziert
2-Haar-Helferlein gibt 2 Haare an farblich reduzierte Nadel
Quintessence
42/42


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     Tim, 7. Semester, München

“Spaced-Rep ist aus meinem Lernalltag nicht mehr wegzudenken

     Anna, 3. Semester, Köln


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Klinik

Wenn das Herz entzündet ist

Lernen-Modus Wiederholen-Modus
M2
Grundlagen
Duke-Kriterien bei Endokarditis
Duke von England mit krankem Herzen
1/48
Grundlagen > Risikopatienten
Durchgemachte Endokarditis
Verletztes-Herz-Orden
Es verbleiben narbige Veränderungen oder Klappenzerstörungen. Sie bieten erneut Ansatzpunkte für Mikroorganismen, wodurch das Risiko für eine erneute Endokarditis deutlich erhöht ist.
2/48
Grundlagen > Risikopatienten
Künstliche Herzklappen
Künstliche Herzklappe(n-Tür)
Intrakardial implantiertes Fremdmaterial wie Herzklappen oder auch Herzschrittmacher sind fremdes, nicht durchblutetes Material, auf dem sich Bakterien besonders leicht ansiedeln können. Zudem begünstigen sie durch veränderte Strömungsverhältnisse turbulenten Blutfluss und Mikroverletzungen, was die Endokarditisgefahr weiter erhöht.
3/48
Grundlagen > Risikopatienten
Vorgeschädigte Klappen
Eingerissene Herzklappe(n-Tür)
In abnehmender Häufigkeit: Mitralklappe > Aortenklappe > Trikuspidalklappe > Pulmonalklappe.
4/48
Grundlagen > Risikopatienten
Schwere angeborene Herzfehler
Schwerer Bohrer
Schwere angeborene Herzfehler führen oft zu turbulentem Blutfluss und Endothelschäden an Herzklappen oder Endokardflächen. Diese Schäden begünstigen die Anlagerung von Thromben und Mikroorganismen, wodurch das Risiko für eine Endokarditis deutlich steigt.
5/48
Typische Erreger (am Tisch)
Staphylococcus aureus (45–65%)
Goldene Trauben
Staphylococcus aureus ist der häufigste Erreger der Endocarditis acuta.
6/48
Typische Erreger (am Tisch)
Orale Streptokokken (inkl. S. viridans, 30%)
Kette im Mund
Streptococcus viridans ist der häufigste Erreger der Endocarditis lenta.
7/48
Typische Erreger (am Tisch)
Streptococcus gallolyticus* (5-10%) – an Kolon-CA denken!
Kette zerlegt Galle – Kolon-Krebs
Streptococcus gallolyticus (*früher S. bovis, siehe Extrawissen) ist Teil der natürlichen Darmflora. Sein Eindringen ins Blut spricht für pathologische Veränderungen im Gastrointestinaltrakt. Es gilt daher, ein Kolonkarzinom via Koloskopie im Verlauf abzuklären.
8/48
Typische Erreger (am Tisch)
Enterococcus faecalis (<10%)
Ente (vegetarisch, daher:) “Fake alles!”
Die Assoziation zwischen Enterococcus faecalis und kolorektalen Neoplasien (insb. Kolonkarzinom) ist dagegen nicht so eindeutig wie bei Streptococcus bovis.
9/48
Typische Erreger (am Tisch) > Selten: HACEK
Gramnegative HACEK-Gruppe
Rote Harke
Die HACEK-Erreger sind Teil der Normalflora von Mund, Rachen und der oberen Atemwege. Sie können durch Schleimhautverletzungen wie bei einer Zahnextraktion ins Blut gelangen.
10/48
Typische Erreger (am Tisch) > Selten: HACEK
Haemophilus (aphrophilus / paraphrophilus)
Blut-Liebhaber (mit Afro)
11/48
Typische Erreger (am Tisch) > Selten: HACEK
Aggregatibacter (actinomycetemcomitans)
(Strom-)Aggregat-Bäcker
12/48
Typische Erreger (am Tisch) > Selten: HACEK
Cardiobacterium (hominis)
Kardio-Workout (Mann)
13/48
Typische Erreger (am Tisch) > Selten: HACEK
Eikenella (corrodens)
Eiche (korrodiert)
14/48
Typische Erreger (am Tisch) > Selten: HACEK
Kingella (kingae)
King (Kong)
15/48
Nicht-typische Erreger
Pseudomonas aeruginosa (3%) – v.a. bei i.v. Drogen
Pseudo-Mona-Lisa – mit Drogen
Mit Blut kontaminierte Injektionsnadeln bieten Pseudomonas aeruginosa ideale Wachstumsbedingungen. Bei wiederholter Verwendung kann der Erreger direkt in die Blutbahn gelangen.
16/48
Nicht-typische Erreger
Staphylococcus epidermidis – oft über Venenverweilkatheter
Trauben auf Haut – Venenkatheter
Staphylococcus epidermidis ist ein Hautkeim und typischer Erreger einer nosokomialen Endokarditis. CAVE: Bei Prothesen-Endokarditis (PVE) zählt S. epidermidis zu den typischen Erregern.
17/48
Nicht-typische Erreger > Seltene
Seltene: oft Blutkultur-negativ
Kaputte Blut-Kult-Uhr
18/48
Nicht-typische Erreger > Seltene
Coxiella burnetii (Q-Fieber)
Hahn mit Feuerzeug
Coxiella burnetii zählt zwar nicht zu den typischen Erregern, findet wie diese aber Berücksichtigung im ersten Duke-ESC-2023 Major-Kriterium: Da Coxiellen nicht zur Normalflora gehören, ist eine Kontamination bei ihrem Nachweis ausgeschlossen. Deshalb reicht bereits eine positive Blutkultur oder ein Phase-IgG-Antikörper-Titer > 1 : 800 für die Diagnose.
19/48
Nicht-typische Erreger > Seltene
Bartonella henselae und quintana
Bart-Hänsel mit Quitte
20/48
Nicht-typische Erreger > Seltene
Brucellen
Brutzelnde Würstchen
21/48
Nicht-typische Erreger > Seltene
Legionella pneumophila
Legionärsschild mit Lunge
22/48
Nicht-typische Erreger > Pilze
Aspergillus und Candida
Schimmel mit Candy
Durch Pilze verursachte Endokarditiden haben eine hohe Letalität (>50%) und betreffen Patienten mit i.v. Drogenkonsum sowie Intensivpatienten mit Breitbandantibiotika (Störung der Platzhalterfunktion der Normalflora).
23/48
Sonderform
Libman-Sacks-Endokarditis bei Lupus (SLE)
Verliebter Mann mit Saxophon, ein Wolf
24/48
Symptome > Allgemein
Fieber und Schüttelfrost
Fieber-Bär schüttelt Frost-Eiswürfel
Bei älteren oder immunsupprimierten Patienten fehlen diese klassischen Symptome oft.
25/48
Symptome > Allgemein
Schwäche, Blässe → Anämie
Schwache, blasse Anemone
Ursache ist meist die chronische Entzündungsreaktion, die zur Anemia of Chronic Disease (ACD) führt.
26/48
Symptome > Kardial
Tachykardie
Rennendes Herz
Kompensatorisch zum Aufrechthalten des Kreislaufs.
27/48
Symptome > Kardial
Herzrhythmusstörungen (u.a. AV-Blöcke)
HeRbST-Laub (und Avocado-Block)
28/48
Symptome > Kardial
Herzgeräusche
Herz mit Laubbläser
Ein neues oder verändertes Herzgeräusch betrifft ca. 85% der Patienten
29/48
Symptome > Kardial
Herzinsuffizienz
Herz-im-Suff
30/48
Symptome > Kardial
Klappenperforation/-abriss (→ akute Dekompensation)
Klappe reißt
Die Dekompensation äußert sich dann durch ein Lungenödem.
31/48
Extrakardiale Symptome
Bakterielle Mikroembolien (embolische Vegetationen) → extrakardiale Manifestationen
Bakterien-Flipper mit (embolischen) Vegetations-"Kugeln" → Organ-Ziele
Zerebral > pulmonal > splenisch > peripher > renal.
32/48
Extrakardiale Symptome > ZNS
Herdenzephalitis (septisch-embolisch)
Herd mit Ente
Septisch-embolisch bedeutet hier, dass losgelöste Teile der Klappenvegetationen sowohl zerebrale Gefäßverschlüsse verursachen wie auch lokale Infektionen im Gehirn durch die mitgeführten Erreger.
33/48
Extrakardiale Symptome > Kutan
Petechien
Rote Flecken auf “Peterchen”
Petechien sind punktförmige, nicht erhabene Einblutungen – im Gegensatz zu den linearen, fadenförmigen (längeren) Splinter-Hämorrhagien.
34/48
Extrakardiale Symptome > Kutan
Janeway-Läsionen
Jane Austen (mit lädierten Handflächen/Fußsohlen)
Janeway-Läsionen sind schmerzlose Einblutungen der Handflächen und Fußsohlen.
35/48
Extrakardiale Symptome > Kutan
Osler-Knötchen
Oster-Knötchen (Osterzopf)
Osler-Knötchen sind schmerzhafte und knotige Einblutungen an den Fingern und Zehen. Sie entstehen bei Endokarditis typischerweise durch eine Immunkomplex-Vaskulitis, können aber selten auch embolisch bedingt sein.
36/48
Extrakardiale Symptome > Kutan
Splinter-Hämorrhagien
Splitter → blutiger Nagel
Splinter-Hämorrhagien sind dünne, vertikale, fadenförmige Einblutungen im Nagelbett. Sie entstehen durch Immunkomplexablagerungen bzw. Mikrothrombosierungen.
37/48
Extrakardiale Symptome > Niere
Niereninfarkte
Zerschossene Niere
38/48
Extrakardiale Symptome > Niere
Fokale glomeruläre Herdnephritis Löhlein
Vokuhila-Niere an (Brand-)Herd mit Löschleine
Auch eine (nicht-fokale) diffuse Immunkomplex-Glomerulonephritis ist möglich. Zur Herdnephritis kommt es bei länger bestehender bakterieller Endokarditis durch die Ablagerung von Immunkomplexen in den Glomeruli, was zu einer entzündlichen Schädigung der Nierenfilter führt. Klinisch zeigt sich dies z. B. durch Hämaturie, Proteinurie und gelegentlich eine Einschränkung der Nierenfunktion.
39/48
Extrakardiale Symptome > Milz
Milzvergrößerung → Rupturgefahr
Großes Milzkissen → droht zu bersten
Septische Mikroembolien führen zu Milzinfarkten oder Abszessen. Das Milzgewebe wird strukturell geschwächt. In seltenen Fällen kann dies in eine Milzruptur münden, insbesondere bei ausgeprägter Splenomegalie oder nekrotischen Prozessen.
40/48
Extrakardiale Symptome > Auge
Roth's spots (Retinablutungen)
Rotwein spritzt (ins Auge)
Weitere Augenbefunde sind Netzhautembolien oder konjunktivale Einblutungen.
41/48
Duke-Kriterien (ESC 2023 modifiziert) > Hauptkriterien (Hauptbühne)
1. Positive Blutkulturen
Positiv-Licht aus Blut-Kult-Uhren
Die ESC 2023 Leitlinie nennt hierfür drei mögliche Erfüllungskriterien: (1) Typische (auf Tisch) Endokarditis-Erreger (siehe Kapitel typische Erreger) in zwei unabhängigen Blutkulturen (= unterschiedliche Entnahmequelle). (2) Typische Endokarditis-Erreger in zwei oder mehr Blutkulturen aus Proben mit über 12 Stunden Entnahme-Abstand ODER alle drei oder die Mehrheit von vier oder mehr separaten Blutkulturen sind positiv bei einem Abstand von mehr als einer Stunde zwischen erster und letzter Blutkultur. (3) Eine einzelne Blutkultur ist positiv auf Coxiella burnetii oder man weist IgG-Antikörper gegen das Phase-I-Antigen von C. burnetii per Immunfluoreszenztest nach mit Antikörpertiter von > 1:800.
42/48
Duke-Kriterien (ESC 2023 modifiziert) > Hauptkriterien (Hauptbühne)
2. Endokarditis-typische Bildgebung (TEE/TOE, TTE, CT, …)
Bilder des Dukes, versch. Verfahren
Mögliche Befunde: valvuläre, perivalvuläre/periprothetische und fremdkörperbedingte anatomische und metabolische Läsionen. Nachweis durch folgende, teils sehr moderne Methoden: Echokardiographie (TTE oder – bevorzugt, weil höhere Trefferquote – TEE/TOE), CT-Scan, (18F)-FDG-PET/CT(A), WBC-SPECT/CT.
43/48
Duke-Kriterien (ESC 2023 modifiziert) > Nebenkriterien (Nebenbühne)
Prädisponierende Herzerkrankungen oder i.v. Drogenabusus
Krankes Herz mit Drogen
44/48
Duke-Kriterien (ESC 2023 modifiziert) > Nebenkriterien (Nebenbühne)
Fieber >38 °C
Fieber-Bär
45/48
Duke-Kriterien (ESC 2023 modifiziert) > Nebenkriterien (Nebenbühne)
Embolische Dissemination
Bowling-Dis(s)kokugel
Dies beinhaltet auch Embolien, die nur durch Bildgebung erfasst werden und asymptomatisch sind. Sowie: Größere systemische und pulmonale Embolien/Infarkte und Abszesse, Hämatogene osteoartikuläre septische Komplikationen (z. B. Spondylodiszitis), mykotische Aneurysmen, intrakranielle ischämische / hämorrhagische Läsionen, konjunktivale Hämorrhagien oder Janeway-Läsionen.
46/48
Duke-Kriterien (ESC 2023 modifiziert) > Nebenkriterien (Nebenbühne)
Immunologische Phänomene
Antikörper Fee
Dazu zählen: Glomerulonephritis, Osler-Knötchen, Roth's Spots, positiver Rheumafaktor. Die immunologischen Phänomene der Endokarditis beruhen auf dauerhaft zirkulierenden bakteriellen Antigenen. Diese führen zu Immunkomplexablagerungen und verursachen eine polyklonale B-Zell-Aktivierung. Letztere begünstigt die Entstehung autoreaktiver B-Zell-Klone, sodass Auto-Antikörper gegen IgG (Rheumafaktoren) entstehen können.
47/48
Duke-Kriterien (ESC 2023 modifiziert) > Nebenkriterien (Nebenbühne)
Mikrobiologischer Nachweis (der nicht 1. Major-Krit. erfüllt)
Agar-Platte (weggeworfene Majors-Mütze)
Positive Blutkultur mit nicht-typischem Erregernachweis (Hauptkriterien sind typische Erreger) oder serologischer Nachweis einer aktiven Infektion mit einem Keim, der mit einer Endokarditis vereinbar ist. Der serologische Nachweis bezieht sich auf spezielle, schwer kultivierbare Erreger, die häufig nicht im Blut nachweisbar sind. Gemeint sind bspw. Subspezies von Coxiella, Bartonella, Chlamydia, Brucella oder Legionella.
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Einleitung

Inhaltlich

Endokarditis bedeutet Entzündung (-itis) des Endokards, der innersten Schicht der Herzwand. Die Endokarditis ist überwiegend infektiös, also durch Erreger verursacht. Und sie betrifft fast immer das Endokard der Herzklappen. Eine Infektion der Herzklappen ist eine ernstzunehmende Bedrohung, da die Herzklappen essentiell für die Funktion des Kreislaufs sind. Trotz Antibiotikatherapie und verbesserter Bildgebung bleibt die Endokarditis eine potenziell lebensbedrohliche Erkrankung. In diesem Merkbild besprechen wir die wichtigsten Erreger (typische und nicht-typische) als Grundlage für die Duke-Kriterien, wir merken uns wichtige Symptome und Komplikationen der Endokarditis (vor allem durch Streuung von Teilen der septischen Klappenvegetationen) und wir geben dir Merkhilfen für die diagnostisch äußerst wichtigen und häufig abgefragten Duke-Kriterien (Stand ESC 2023). Die Pathophysiologie, Therapie und Prophylaxe lassen wir hier außen vor. Zudem gibt es hier eine textbasierte Einleitung und Erörterung wichtiger Konzepte der Endokarditis (u.a. Pathogenese, Verlauf, diagnostische Absichten der Duke-Kriterien). Damit können wir uns im Merkbild auf die wichtigen Fakten konzentrieren. Die textbasierte Einleitung kann dir helfen, wenn das Thema neu für dich ist oder dir das Grundlagenverständnis wichtig ist.


Geschichte

Der Duke von England schaut nicht nur auf eine royale Karriere zurück, sondern auch auf Erfolge als Musiker. Einst füllte er Stadien, jetzt hockt er in heruntergekommenen Kellerlöchern wie diesem. Auch die zwei Leben des Dukes haben ihre Spuren hinterlassen und es ist unklar, ob sein Herz den heutigen Auftritt noch erlaubt… Zudem gibt es jüngere Konkurrenz.

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Faktenübersicht

1Grundlagen
1
Duke-Kriterien bei Endokarditis

1.1Risikopatienten
2
Durchgemachte Endokarditis
3
Künstliche Herzklappen
4
Vorgeschädigte Klappen
5
Schwere angeborene Herzfehler

2Typische Erreger (am Tisch)
6
Staphylococcus aureus (45–65%)
7
Orale Streptokokken (inkl. S. viridans, 30%)
8
Streptococcus gallolyticus* (5-10%) – an Kolon-CA denken!
9
Enterococcus faecalis (<10%)

2.1Selten: HACEK
10
Gramnegative HACEK-Gruppe
11
Haemophilus (aphrophilus / paraphrophilus)
12
Aggregatibacter (actinomycetemcomitans)
13
Cardiobacterium (hominis)
14
Eikenella (corrodens)
15
Kingella (kingae)

3Nicht-typische Erreger
16
Pseudomonas aeruginosa (3%) – v.a. bei i.v. Drogen
17
Staphylococcus epidermidis – oft über Venenverweilkatheter

3.1Seltene
18
Seltene: oft Blutkultur-negativ
19
Coxiella burnetii (Q-Fieber)
20
Bartonella henselae und quintana
21
Brucellen
22
Legionella pneumophila

3.2Pilze
23
Aspergillus und Candida

4Sonderform
24
Libman-Sacks-Endokarditis bei Lupus (SLE)

5Symptome

5.1Allgemein
25
Fieber und Schüttelfrost
26
Schwäche, Blässe → Anämie

5.2Kardial
27
Tachykardie
28
Herzrhythmusstörungen (u.a. AV-Blöcke)
29
Herzgeräusche
30
Herzinsuffizienz
31
Klappenperforation/-abriss (→ akute Dekompensation)

6Extrakardiale Symptome
32
Bakterielle Mikroembolien (embolische Vegetationen) → extrakardiale Manifestationen

6.1ZNS
33
Herdenzephalitis (septisch-embolisch)

6.2Kutan
34
Petechien
35
Janeway-Läsionen
36
Osler-Knötchen
37
Splinter-Hämorrhagien

6.3Niere
38
Niereninfarkte
39
Fokale glomeruläre Herdnephritis Löhlein

6.4Milz
40
Milzvergrößerung → Rupturgefahr

6.5Auge
41
Roth's spots (Retinablutungen)

7Duke-Kriterien (ESC 2023 modifiziert)

7.1Hauptkriterien (Hauptbühne)
42
1. Positive Blutkulturen
  1
43
2. Endokarditis-typische Bildgebung (TEE/TOE, TTE, CT, …)

7.2Nebenkriterien (Nebenbühne)
44
Prädisponierende Herzerkrankungen oder i.v. Drogenabusus
45
Fieber >38 °C
46
Embolische Dissemination
47
Immunologische Phänomene
48
Mikrobiologischer Nachweis (der nicht 1. Major-Krit. erfüllt)

Abbildungen

[[Abb. 2424]] [[Abb. 2697]] [[Abb. 2699]] [[Abb. 2698]]

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Durchgemachte Endokarditis
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Es verbleiben narbige Veränderungen oder Klappenzerstörungen. Sie bieten erneut Ansatzpunkte für Mikroorganismen, wodurch das Risiko für eine erneute Endokarditis deutlich erhöht ist. alles anzeigen
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Grundlagen > Risikopatienten
Künstliche Herzklappen
Künstliche Herzklappe(n-Tür)
Intrakardial implantiertes Fremdmaterial wie Herzklappen oder auch Herzschrittmacher sind fremdes, nicht durchblutetes Material, auf dem sich Bakterien besonders leicht ansiedeln können. Zudem begünstigen sie durch veränderte Strömungsverhältnisse turbulenten Blutfluss und Mikroverletzungen, was die Endokarditisgefahr weiter erhöht. alles anzeigen
4
Grundlagen > Risikopatienten
Vorgeschädigte Klappen
Eingerissene Herzklappe(n-Tür)
In abnehmender Häufigkeit: Mitralklappe > Aortenklappe > Trikuspidalklappe > Pulmonalklappe. alles anzeigen
5
Grundlagen > Risikopatienten
Schwere angeborene Herzfehler
Schwerer Bohrer
Schwere angeborene Herzfehler führen oft zu turbulentem Blutfluss und Endothelschäden an Herzklappen oder Endokardflächen. Diese Schäden begünstigen die Anlagerung von Thromben und Mikroorganismen, wodurch das Risiko für eine Endokarditis deutlich steigt. alles anzeigen
6
Typische Erreger (am Tisch)
Staphylococcus aureus (45–65%)
Goldene Trauben
Staphylococcus aureus ist der häufigste Erreger der Endocarditis acuta. alles anzeigen
7
Typische Erreger (am Tisch)
Orale Streptokokken (inkl. S. viridans, 30%)
Kette im Mund
Streptococcus viridans ist der häufigste Erreger der Endocarditis lenta. alles anzeigen
8
Typische Erreger (am Tisch)
Streptococcus gallolyticus* (5-10%) – an Kolon-CA denken!
Kette zerlegt Galle – Kolon-Krebs
Streptococcus gallolyticus (*früher S. bovis, siehe Extrawissen) ist Teil der natürlichen Darmflora. Sein Eindringen ins Blut spricht für pathologische Veränderungen im Gastrointestinaltrakt. Es gilt daher, ein Kolonkarzinom via Koloskopie im Verlauf abzuklären. alles anzeigen
 
Extra Info / Trivia
Streptococcus gallolyticus ist der heutige korrekte Name für eine Unterart von Streptococcus bovis. Die Umbenennung erfolgte im Zuge einer taxonomischen Neusortierung, da sich gezeigt hat, dass S. bovis aus mehreren genetisch unterschiedlichen Spezies besteht.
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9
Typische Erreger (am Tisch)
Enterococcus faecalis (<10%)
Ente (vegetarisch, daher:) “Fake alles!”
Die Assoziation zwischen Enterococcus faecalis und kolorektalen Neoplasien (insb. Kolonkarzinom) ist dagegen nicht so eindeutig wie bei Streptococcus bovis. alles anzeigen
10
Typische Erreger (am Tisch) > Selten: HACEK
Gramnegative HACEK-Gruppe
Rote Harke
Die HACEK-Erreger sind Teil der Normalflora von Mund, Rachen und der oberen Atemwege. Sie können durch Schleimhautverletzungen wie bei einer Zahnextraktion ins Blut gelangen. alles anzeigen
11
Typische Erreger (am Tisch) > Selten: HACEK
Haemophilus (aphrophilus / paraphrophilus)
Blut-Liebhaber (mit Afro)
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12
Typische Erreger (am Tisch) > Selten: HACEK
Aggregatibacter (actinomycetemcomitans)
(Strom-)Aggregat-Bäcker
Basiswissen
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13
Typische Erreger (am Tisch) > Selten: HACEK
Cardiobacterium (hominis)
Kardio-Workout (Mann)
Basiswissen
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14
Typische Erreger (am Tisch) > Selten: HACEK
Eikenella (corrodens)
Eiche (korrodiert)
Basiswissen
14/48
15
Typische Erreger (am Tisch) > Selten: HACEK
Kingella (kingae)
King (Kong)
Basiswissen
15/48
16
Nicht-typische Erreger
Pseudomonas aeruginosa (3%) – v.a. bei i.v. Drogen
Pseudo-Mona-Lisa – mit Drogen
Mit Blut kontaminierte Injektionsnadeln bieten Pseudomonas aeruginosa ideale Wachstumsbedingungen. Bei wiederholter Verwendung kann der Erreger direkt in die Blutbahn gelangen. alles anzeigen
 
Extra Info / Trivia
Bei nativer Herzklappe geht man eher von einer Kontamination aus, sodass S. epidermidis hier nicht zu den typischen Erregern als Hauptkriterium zählt.
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17
Nicht-typische Erreger
Staphylococcus epidermidis – oft über Venenverweilkatheter
Trauben auf Haut – Venenkatheter
Staphylococcus epidermidis ist ein Hautkeim und typischer Erreger einer nosokomialen Endokarditis. CAVE: Bei Prothesen-Endokarditis (PVE) zählt S. epidermidis zu den typischen Erregern. alles anzeigen
 
Extra Info / Trivia
Bei nativer Herzklappe geht man eher von einer Kontamination aus, sodass S. epidermidis hier nicht zu den typischen Erregern als Hauptkriterium zählt.
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Nicht-typische Erreger > Seltene
Seltene: oft Blutkultur-negativ
Kaputte Blut-Kult-Uhr
Expertenwissen
18/48
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Nicht-typische Erreger > Seltene
Coxiella burnetii (Q-Fieber)
Hahn mit Feuerzeug
Coxiella burnetii zählt zwar nicht zu den typischen Erregern, findet wie diese aber Berücksichtigung im ersten Duke-ESC-2023 Major-Kriterium: Da Coxiellen nicht zur Normalflora gehören, ist eine Kontamination bei ihrem Nachweis ausgeschlossen. Deshalb reicht bereits eine positive Blutkultur oder ein Phase-IgG-Antikörper-Titer > 1 : 800 für die Diagnose. alles anzeigen
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Nicht-typische Erreger > Seltene
Bartonella henselae und quintana
Bart-Hänsel mit Quitte
Expertenwissen
20/48
21
Nicht-typische Erreger > Seltene
Brucellen
Brutzelnde Würstchen
Expertenwissen
21/48
22
Nicht-typische Erreger > Seltene
Legionella pneumophila
Legionärsschild mit Lunge
Expertenwissen
22/48
23
Nicht-typische Erreger > Pilze
Aspergillus und Candida
Schimmel mit Candy
Durch Pilze verursachte Endokarditiden haben eine hohe Letalität (>50%) und betreffen Patienten mit i.v. Drogenkonsum sowie Intensivpatienten mit Breitbandantibiotika (Störung der Platzhalterfunktion der Normalflora). alles anzeigen
24
Sonderform
Libman-Sacks-Endokarditis bei Lupus (SLE)
Verliebter Mann mit Saxophon, ein Wolf
Quintessence
24/48
25
Symptome > Allgemein
Fieber und Schüttelfrost
Fieber-Bär schüttelt Frost-Eiswürfel
Bei älteren oder immunsupprimierten Patienten fehlen diese klassischen Symptome oft. alles anzeigen
26
Symptome > Allgemein
Schwäche, Blässe → Anämie
Schwache, blasse Anemone
Ursache ist meist die chronische Entzündungsreaktion, die zur Anemia of Chronic Disease (ACD) führt. alles anzeigen
27
Symptome > Kardial
Tachykardie
Rennendes Herz
Kompensatorisch zum Aufrechthalten des Kreislaufs. alles anzeigen
28
Symptome > Kardial
Herzrhythmusstörungen (u.a. AV-Blöcke)
HeRbST-Laub (und Avocado-Block)
Quintessence
28/48
29
Symptome > Kardial
Herzgeräusche
Herz mit Laubbläser
Ein neues oder verändertes Herzgeräusch betrifft ca. 85% der Patienten alles anzeigen
30
Symptome > Kardial
Herzinsuffizienz
Herz-im-Suff
Basiswissen
30/48
31
Symptome > Kardial
Klappenperforation/-abriss (→ akute Dekompensation)
Klappe reißt
Die Dekompensation äußert sich dann durch ein Lungenödem. alles anzeigen
32
Extrakardiale Symptome
Bakterielle Mikroembolien (embolische Vegetationen) → extrakardiale Manifestationen
Bakterien-Flipper mit (embolischen) Vegetations-"Kugeln" → Organ-Ziele
Zerebral > pulmonal > splenisch > peripher > renal. alles anzeigen
33
Extrakardiale Symptome > ZNS
Herdenzephalitis (septisch-embolisch)
Herd mit Ente
Septisch-embolisch bedeutet hier, dass losgelöste Teile der Klappenvegetationen sowohl zerebrale Gefäßverschlüsse verursachen wie auch lokale Infektionen im Gehirn durch die mitgeführten Erreger. alles anzeigen
34
Extrakardiale Symptome > Kutan
Petechien
Rote Flecken auf “Peterchen”
Petechien sind punktförmige, nicht erhabene Einblutungen – im Gegensatz zu den linearen, fadenförmigen (längeren) Splinter-Hämorrhagien. alles anzeigen
35
Extrakardiale Symptome > Kutan
Janeway-Läsionen
Jane Austen (mit lädierten Handflächen/Fußsohlen)
Janeway-Läsionen sind schmerzlose Einblutungen der Handflächen und Fußsohlen. alles anzeigen
36
Extrakardiale Symptome > Kutan
Osler-Knötchen
Oster-Knötchen (Osterzopf)
Osler-Knötchen sind schmerzhafte und knotige Einblutungen an den Fingern und Zehen. Sie entstehen bei Endokarditis typischerweise durch eine Immunkomplex-Vaskulitis, können aber selten auch embolisch bedingt sein. alles anzeigen
37
Extrakardiale Symptome > Kutan
Splinter-Hämorrhagien
Splitter → blutiger Nagel
Splinter-Hämorrhagien sind dünne, vertikale, fadenförmige Einblutungen im Nagelbett. Sie entstehen durch Immunkomplexablagerungen bzw. Mikrothrombosierungen. alles anzeigen
38
Extrakardiale Symptome > Niere
Niereninfarkte
Zerschossene Niere
Basiswissen
38/48
39
Extrakardiale Symptome > Niere
Fokale glomeruläre Herdnephritis Löhlein
Vokuhila-Niere an (Brand-)Herd mit Löschleine
Auch eine (nicht-fokale) diffuse Immunkomplex-Glomerulonephritis ist möglich. Zur Herdnephritis kommt es bei länger bestehender bakterieller Endokarditis durch die Ablagerung von Immunkomplexen in den Glomeruli, was zu einer entzündlichen Schädigung der Nierenfilter führt. Klinisch zeigt sich dies z. B. durch Hämaturie, Proteinurie und gelegentlich eine Einschränkung der Nierenfunktion. alles anzeigen
40
Extrakardiale Symptome > Milz
Milzvergrößerung → Rupturgefahr
Großes Milzkissen → droht zu bersten
Septische Mikroembolien führen zu Milzinfarkten oder Abszessen. Das Milzgewebe wird strukturell geschwächt. In seltenen Fällen kann dies in eine Milzruptur münden, insbesondere bei ausgeprägter Splenomegalie oder nekrotischen Prozessen. alles anzeigen
41
Extrakardiale Symptome > Auge
Roth's spots (Retinablutungen)
Rotwein spritzt (ins Auge)
Weitere Augenbefunde sind Netzhautembolien oder konjunktivale Einblutungen. alles anzeigen
42
Duke-Kriterien (ESC 2023 modifiziert) > Hauptkriterien (Hauptbühne)
1. Positive Blutkulturen
Positiv-Licht aus Blut-Kult-Uhren
Die ESC 2023 Leitlinie nennt hierfür drei mögliche Erfüllungskriterien: (1) Typische (auf Tisch) Endokarditis-Erreger (siehe Kapitel typische Erreger) in zwei unabhängigen Blutkulturen (= unterschiedliche Entnahmequelle). (2) Typische Endokarditis-Erreger in zwei oder mehr Blutkulturen aus Proben mit über 12 Stunden Entnahme-Abstand ODER alle drei oder die Mehrheit von vier oder mehr separaten Blutkulturen sind positiv bei einem Abstand von mehr als einer Stunde zwischen erster und letzter Blutkultur. (3) Eine einzelne Blutkultur ist positiv auf Coxiella burnetii oder man weist IgG-Antikörper gegen das Phase-I-Antigen von C. burnetii per Immunfluoreszenztest nach mit Antikörpertiter von > 1:800. alles anzeigen
 
Extra Info / Trivia
Die ESC-Leitlinie erlaubt mehrere Varianten des Erregernachweises, um das erste Hauptkriterium der Duke-Kriterien zu erfüllen. Ziel ist, Zufallsbefunde, Kontaminationen oder falsch-positive Ergebnisse auszuschließen und nur solche Erreger zu werten, die wirklich typisch und relevant für eine Endokarditis sind. Durch die Vorgabe von Anzahl, Abstand und Quelle der Blutkulturen stellt man sicher, dass ein kontinuierlicher, klinisch bedeutsamer Erregernachweis vorliegt – und keine Laborartefakte.
42/48
43
Duke-Kriterien (ESC 2023 modifiziert) > Hauptkriterien (Hauptbühne)
2. Endokarditis-typische Bildgebung (TEE/TOE, TTE, CT, …)
Bilder des Dukes, versch. Verfahren
Mögliche Befunde: valvuläre, perivalvuläre/periprothetische und fremdkörperbedingte anatomische und metabolische Läsionen. Nachweis durch folgende, teils sehr moderne Methoden: Echokardiographie (TTE oder – bevorzugt, weil höhere Trefferquote – TEE/TOE), CT-Scan, (18F)-FDG-PET/CT(A), WBC-SPECT/CT. alles anzeigen
 
Extra Info / Trivia
Die Vielzahl an anatomischen Zielstrukturen und bildgebenden Verfahren im zweiten Hauptkriterium stellt sicher, dass alle relevanten Endokarditisformen zuverlässig erfasst werden – von nativen Klappen bis hin zu Prothesen und implantierten Materialien. Je nach betroffener Struktur und Fragestellung haben TTE, TOE, CT, PET/CT oder SPECT/CT unterschiedliche diagnostische Stärken.
43/48
44
Duke-Kriterien (ESC 2023 modifiziert) > Nebenkriterien (Nebenbühne)
Prädisponierende Herzerkrankungen oder i.v. Drogenabusus
Krankes Herz mit Drogen
Basiswissen
44/48
45
Duke-Kriterien (ESC 2023 modifiziert) > Nebenkriterien (Nebenbühne)
Fieber >38 °C
Fieber-Bär
Basiswissen
45/48
46
Duke-Kriterien (ESC 2023 modifiziert) > Nebenkriterien (Nebenbühne)
Embolische Dissemination
Bowling-Dis(s)kokugel
Dies beinhaltet auch Embolien, die nur durch Bildgebung erfasst werden und asymptomatisch sind. Sowie: Größere systemische und pulmonale Embolien/Infarkte und Abszesse, Hämatogene osteoartikuläre septische Komplikationen (z. B. Spondylodiszitis), mykotische Aneurysmen, intrakranielle ischämische / hämorrhagische Läsionen, konjunktivale Hämorrhagien oder Janeway-Läsionen. alles anzeigen
 
Extra Info / Trivia
Teile der Vegetationen der Herzklappen können durch den Blutstrom davongetragen werden und führen dann zu septischen Mikroembolien überall im Körper. Sie betreffen gut 20-50% der Endokarditiden.
46/48
47
Duke-Kriterien (ESC 2023 modifiziert) > Nebenkriterien (Nebenbühne)
Immunologische Phänomene
Antikörper Fee
Dazu zählen: Glomerulonephritis, Osler-Knötchen, Roth's Spots, positiver Rheumafaktor. Die immunologischen Phänomene der Endokarditis beruhen auf dauerhaft zirkulierenden bakteriellen Antigenen. Diese führen zu Immunkomplexablagerungen und verursachen eine polyklonale B-Zell-Aktivierung. Letztere begünstigt die Entstehung autoreaktiver B-Zell-Klone, sodass Auto-Antikörper gegen IgG (Rheumafaktoren) entstehen können. alles anzeigen
48
Duke-Kriterien (ESC 2023 modifiziert) > Nebenkriterien (Nebenbühne)
Mikrobiologischer Nachweis (der nicht 1. Major-Krit. erfüllt)
Agar-Platte (weggeworfene Majors-Mütze)
Positive Blutkultur mit nicht-typischem Erregernachweis (Hauptkriterien sind typische Erreger) oder serologischer Nachweis einer aktiven Infektion mit einem Keim, der mit einer Endokarditis vereinbar ist. Der serologische Nachweis bezieht sich auf spezielle, schwer kultivierbare Erreger, die häufig nicht im Blut nachweisbar sind. Gemeint sind bspw. Subspezies von Coxiella, Bartonella, Chlamydia, Brucella oder Legionella. alles anzeigen
 
Extra Info / Trivia
Die genannten speziellen Erreger lassen sich oft nicht zuverlässig in Blutkulturen nachweisen, daher ist die Serologie hier diagnostisch zulässig – allerdings nur als Nebenkriterium, nicht als Ersatz für einen typischen Erregernachweis im Hauptkriterium.
48/48


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  Abbildungen
1 1. Hauptkrit. BK-Regeln 2 Splinter Hämorrhagien 3 Janeway-Läsionen 4 Osler-Knötchen
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1. Hauptkrit. BK-Regeln
1. Hauptkrit. BK-Regeln

© Meditricks GmbH
Splinter Hämorrhagien
Splinter Hämorrhagien

Splinter-Hämorrhagien sind lineare, rot-bräunliche Einblutungen unter den Fingernägeln, die meist längs der Nagelplatte verlaufen – wie kleine Holzsplitter („splinter“) unter dem Nagel. Sie treten häufig an den distalen Nägeln der Finger auf, seltener auch an den Zehen.

Pathophysiologisch entstehen sie durch kapilläre Mikroembolien oder Vaskulitis infolge einer infektiösen Endokarditis, können aber auch bei anderen Erkrankungen wie Vaskulitiden, Trauma, Sepsis oder Gerinnungsstörungen vorkommen. Klinisch sind sie in der Regel nicht schmerzhaft und verlaufen subungual (unter dem Nagel).
Splarka, Public domain, via Wikimedia Commons
© Meditricks GmbH
Janeway-Läsionen
Janeway-Läsionen

Janeway-Läsionen sind kleine, rötlich-bläuliche, makulopapulöse Hautveränderungen mit hämorrhagischer Komponente, die bevorzugt an den Handflächen und Fußsohlen auftreten. Sie gelten als klassisches Zeichen der bakteriellen Endokarditis, insbesondere bei septischem Verlauf.

Histologisch handelt es sich um septische Mikroembolien in den Hautgefäßen – also hämatogene Mikroabsiedlungen infolge bakterieller Streuung von der infizierten Herzklappe. Anders als die ähnlich gelagerten Osler-Knötchen sind Janeway-Läsionen in der Regel nicht schmerzhaft, da sie keine immunvermittelte Vaskulitis darstellen, sondern echte Infarkte.
Wiki Commons: Warfieldian - Own work, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=42835381
CC BY-SA 4.0
Osler-Knötchen
Osler-Knötchen

Osler-Knötchen sind kleine, rötlich-livide, erhabene Hautveränderungen, typischerweise lokalisiert an den Fingern und Zehen, bevorzugt im Bereich der Fingerkuppen. Im Gegensatz zu den schmerzlosen Janeway-Läsionen sind Osler-Knötchen druckschmerzhaft und treten als subkutane Knötchen auf.

Pathophysiologisch beruhen sie auf einer immunvermittelten Vaskulitis kleiner Gefäße – es handelt sich also nicht um septische Embolien, sondern um Ablagerungen von Immunkomplexen (Typ-III-Reaktion). Diese verursachen eine entzündliche Reaktion mit lokaler Schmerzhaftigkeit.

Osler-Knötchen sind nicht spezifisch, aber hoch suggestiv für eine infektiöse Endokarditis, besonders bei subakutem Verlauf. Auch sie zählen zu den minor criteria der modifizierten Duke-Kriterien.
Roberto J. Galindo, Cvia Wikimedia Commons
CC BY-SA 4.0
1 – 1. Hauptkrit. BK-Regeln 2 – Splinter Hämorrhagien 3 – Janeway-Läsionen 4 – Osler-Knötchen
1. Hauptkrit. BK-Regeln
1
Splinter Hämorrhagien
2
Janeway-Läsionen
3
Osler-Knötchen
4

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Substanznamen endlich behalten

Lernen-Modus Wiederholen-Modus
Allgemein
SSRI
Kaiserin Sissi
Die Selektiven Serotonin Reuptake Inhibitoren (SSRI) gehören zu den mit am häufigsten eingesetzten Antidepressiva.
1/38
Substanzen
Citalopram
Zitherspieler
2/38
Substanzen
Escitalopram
 Zitherspieler singt: "Denn es zieht..."
3/38
Substanzen
Sertralin
Geschichte ist "Sehr tragisch"
4/38
Substanzen
Paroxetin
Paar Ochsen bzw. Partnerochse
5/38
Substanzen
Fluoxetin
Fliegender Ochse
6/38
Substanzen
Fluvoxamin
Fliegender Fuchs
7/38
Indikationen
Depression
Depressive Kaiserin Sissi
SSRIs gehören zu den Antidepressiva der 1. Wahl bei Depressionen, insbesondere bei antriebsgeminderten depressiven Episoden.
8/38
Indikationen
Stimmungsaufhellende Komponente
Farbenfrohes hell-lila Kleid
9/38
Indikationen
Angststörungen & generalisierte Angststörungen (GAS)
Angsthase mit GASmaske
SSRIs wirken anxiolytisch.
10/38
Indikationen
Zwangsstörungen
Zwanghaft Hände-waschender Hase
11/38
Wirkung
↑Serotonin-Konzentration im synaptischen Spalt
Hochgehaltener kaputter Kopfhörer ("zero tone") aus Spalt
Abb. 1620Wirkmechanismus SSRI Selektive-Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer hemmen - wie der Name schon sagt - die Wiederaufnahme von Serotonin aus dem synaptischen Spalt → ↑Serotonin-Konzentration im synaptischen Spalt.
12/38
Anwendungshinweise
Initial ↑ Suizidgefahr
Galgenstrick
Bei der Anwendung ist unbedingt zu beachten: Die antriebssteigernde Wirkung der SSRIs setzt bereits vor der antidepressiven Wirkung ein → Suizidgefahr intial ↑.
13/38
Anwendungshinweise
Schrittweises Ausschleichen verhindert Stimmungsschwankungen
Davonschleichender Hase mit wechselhaftem Wetter
14/38
Anwendungshinweise
Morgendliche Einnahme
Morgensonne
Dies ist unter Berücksichtigung der antriebssteigernden Wirkung empfehlenswert.
15/38
Anwendungshinweise
Schwangerschaft
Schwangere Sissi
Citalopram und Sertralin sind Mittel der Wahl während der Schwangerschaft und Stillzeit.
16/38
Anwendungshinweise
Stillzeit
Ausladendes Dekolleté
17/38
Häufige UAW
Agitation, Schlafstörungen
Aufgewühlter, aber erschlagener Prinz
18/38
Häufige UAW
Appetitminderung
Appetitloser Prinz
19/38
Häufige UAW
Gewichtsabnahme
Ausgemergelt erscheinender Prinz
20/38
Häufige UAW
Sexualstörungen
Schlaffe Gurke
SSRI-Einnahme kann zu einer verringerten Libido und sexuellen Funktionsstörungen wie bspw. Impotenz, Ejakulationsstörungen oder Dysmenorrhoe (Blutungsunregelmäßigkeiten) führen.
21/38
Häufige UAW
Hypertonie
Hyper-Toni
22/38
Häufige UAW
Hypotonie
Hippo namens Toni
23/38
Häufige UAW
Palpitationen
Herz schlägt sich auf Brust
24/38
Häufige UAW
Vermehrtes Schwitzen
Schwitzender Prinz
25/38
Häufige UAW
Tinnitus
Schallwellen
26/38
Häufige UAW
Anormale Akkomodation
Anormal geformte Kommode
Akkomodationsstörungen treten jedoch viel seltener auf als bei trizyklischen Antidepressiva.
27/38
Wichtige UAW
QT-Zeit-Verlängerung
Giraffen-Cutie mit langem Hals
Unter Citalopram und Escitalopram kommt es zu einer dosisabhängigen QT-Zeit-Verlängerung. Bei Long-QT-Syndromen sind SSRIs kontraindiziert.
28/38
Kontraindikationen
Akute Manie
Manisch gestikulierender Mao
29/38
Kontraindikationen
Kombi mit MAO-Hemmern: Serotonin-Syndrom
Mao mit erhobenem Zeigefinger
Die Kombination von SSRIs mit serotoninergen Substanzen wie MAO-Hemmern führt zu ↑ Serotonin-Spiegeln und geht mit einem ↑ Risiko für ein Serotonin-Syndrom einher.
30/38
Kontraindikationen
Serotoninerge Stimulantien (Tryptophan, Triptane, etc.)
Trip-Tanne
31/38
Kontraindikationen
Linezolid
Blaue Linie
Die gleichzeitige Einnahme mit anderen serotoninergen Substanzen (wie z.B. Tryptophan, Lithium, Johanniskraut, Neuroleptika und Linezolid) steigert die Gefahr eines Serotonin-Syndroms.
32/38
Kontraindikationen
Vorsicht bei Diabetikern
Honig-abhängiger Bär
Diabetiker benötigen unter SSRI-Therapie ggf. eine Anpassung ihrer Insuline bzw. oralen Antidiabetika.
33/38
Kontraindikationen
Vorsicht bei Antikoagulation
Blut
Bei oraler Antikoagulation bspw. mit Marcumar kann eine erhöhte Blutungsneigung unter SSRI-Einnahme auftreten, auch hier sollte die Dosis ggf. angepasst werden.
34/38
Kontraindikationen
Mydriasis → Glaukom (grüner Star)
Weite Pupillen → Grüner Stern
SSRIs führen zu Mydriasis und verengen so den Kammerwinkel, wodurch der Abfluss des Kammerwassers erschwert ist. In der Folge steigt der Augeninnendruck und es kommt zu einem Glaukom.
35/38
Kontraindikationen
Epilepsie
Blitz
Bei bekannter Epilepsie oder Risikofaktoren für eine solche bzw. epileptische Anfälle (Bsp: Hirnschäden, Alkoholeinnahme) sollte man SSRI gut überwachen bzw. auf deren Einnahme ggf. verzichten, da das Risiko für einen epileptischen Anfall steigt.
36/38
Interaktionen
Alkohol, Narkotika
Alkoholschrank, Propofol
Die Wirkung sedierender und atemdepressiver Substanzen wird durch SSRIs verstärkt. Hierzu zählen Alkohol, Benzodiazepine, ältere Antihistaminika, Narkotika sowie Opioide.
37/38
Interaktionen
CYP2C19-Inhibitoren wie PPI
Maos 2 Schuhe mit 9 Zehen - Fußgeruch, Pippi-Langsocken-Puppe
CYP2C19-Inhibitoren wie PPI verlangsamen den Abbau von bspw. Citalopram.
38/38
SSRI 11:27 Turbo 5:20
Quint
16
Basis
16
Expert
6
Beschreibung
18
Punkte ein/aus
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Fakten-Karten bleiben durchklickbar (Pfeile).
Beschreibung
/

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Die Fragen sollen Dir bei der Wiederholung und dem Memorisieren des Gelernten helfen. Eine Auswertung betreiben wir nicht, Du kannst die Lösung nach jeder Frage selbst kontrollieren. Viel Spaß!
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Ankizin ist ein Projekt der AG Medizinische-Ausbildung bvmd e.V.

Es ist das größte non-profit, studentisch organisierte Anki-Projekt im deutschsprachigen Raum.
Ziel ist die Umsetzung des gesamten notwendigen Wissens für alle medizinischen Staatsexamina.

In freundlicher Kooperation bieten wir im Ankizin-Deck passgenau unsere Merkhilfen in den jeweiligen Anki-Karten an. Die so verknüpften Fragen kannst Du mit freundlicher Genehmigung der bvmd auch hier als Quiz ansehen.

Du findest alle Inhalte auch im Ankizin-Deck in Anki.
Anki-Karten für das Medizinstudium
Frage 1 / 16
Offene Frage

Was sind SSRIs?

X
Clear1

Einleitung

Inhaltlich

Die Selektiven Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer (SSRI) zählen zu den Antidepressiva. Durch Blockade eines Serotonin-Transportproteins im ZNS erhöht sich die Serotonin Konzentration im synaptischen Spalt und dem Serotoninmangel bei Depression wird entgegengewirkt. Initial kommt es zu einer Antriebssteigerung, die eine erhöhte Suizidgefahr mit sich bringt. Die wichtigsten Vertreter sind Citalopram, Escitalopram, Sertalin, Paroxetin, Fluvoxamin und Fluoxetin.


Geschichte

Kaiserin Sissi (SSRI) ist stockdepressiv. Kein Wunder: Ihr Traumprinzen Franzl hat sich als Reinfall entpuppt. Der Gute ist immerzu müde (NW: Schläfrigkeit) und im Bett läuft schon lange nichts mehr (NW: sexuelle Funktionsstörungen). In der Nacht war Sissi erstmals in Versuchung, sich das Leben zu nehmen (Suizidgefahr). Doch jetzt ist der Morgen da! Aufmuntern kann sie dennoch nur der Zitherspieler (Citalopram) mit seinen Geschichten über einige Fabelwesen in einem düsteren Tal. Von der vielen Musik völlig entnervt kommt Mao Zedong (IA: Serotonin-Syndrom) hereingestürmt, um sich am Alkoholschrank eine kleine Beruhigung (IA: Wirkverstärkung Alkohol) zu gönnen. Und von wem wurde die Kaiserin Sissi dann überhaupt geschwängert? (MdW in Schwangerschaft)

Videos

SSRI 11:27
Turbo 5:20

Faktenübersicht

1Allgemein
1
SSRI

2Substanzen
2
Citalopram
3
Escitalopram
4
Sertralin
5
Paroxetin
6
Fluoxetin
7
Fluvoxamin

3Indikationen
8
Depression
9
Stimmungsaufhellende Komponente
10
Angststörungen & generalisierte Angststörungen (GAS)
11
Zwangsstörungen

4Wirkung
12
↑Serotonin-Konzentration im synaptischen Spalt
  1

5Anwendungshinweise
13
Initial ↑ Suizidgefahr
14
Schrittweises Ausschleichen verhindert Stimmungsschwankungen
15
Morgendliche Einnahme
16
Schwangerschaft
17
Stillzeit

6Häufige UAW
18
Agitation, Schlafstörungen
19
Appetitminderung
20
Gewichtsabnahme
21
Sexualstörungen
22
Hypertonie
23
Hypotonie
24
Palpitationen
25
Vermehrtes Schwitzen
26
Tinnitus
27
Anormale Akkomodation

7Wichtige UAW
28
QT-Zeit-Verlängerung

8Kontraindikationen
29
Akute Manie
30
Kombi mit MAO-Hemmern: Serotonin-Syndrom
31
Serotoninerge Stimulantien (Tryptophan, Triptane, etc.)
32
Linezolid
33
Vorsicht bei Diabetikern
34
Vorsicht bei Antikoagulation
35
Mydriasis → Glaukom (grüner Star)
36
Epilepsie

9Interaktionen
37
Alkohol, Narkotika
38
CYP2C19-Inhibitoren wie PPI

Abbildungen

[[Abb. 1620]]

Verwandte Themen

Clear1
1
Allgemein
SSRI
Kaiserin Sissi
Die Selektiven Serotonin Reuptake Inhibitoren (SSRI) gehören zu den mit am häufigsten eingesetzten Antidepressiva. alles anzeigen
2
Substanzen
Citalopram
Zitherspieler
Quintessence
2/38
3
Substanzen
Escitalopram
 Zitherspieler singt: "Denn es zieht..."
Quintessence
3/38
4
Substanzen
Sertralin
Geschichte ist "Sehr tragisch"
Quintessence
4/38
5
Substanzen
Paroxetin
Paar Ochsen bzw. Partnerochse
Quintessence
5/38
6
Substanzen
Fluoxetin
Fliegender Ochse
Quintessence
6/38
7
Substanzen
Fluvoxamin
Fliegender Fuchs
Quintessence
7/38
8
Indikationen
Depression
Depressive Kaiserin Sissi
SSRIs gehören zu den Antidepressiva der 1. Wahl bei Depressionen, insbesondere bei antriebsgeminderten depressiven Episoden. alles anzeigen
9
Indikationen
Stimmungsaufhellende Komponente
Farbenfrohes hell-lila Kleid
Quintessence
9/38
10
Indikationen
Angststörungen & generalisierte Angststörungen (GAS)
Angsthase mit GASmaske
SSRIs wirken anxiolytisch. alles anzeigen
11
Indikationen
Zwangsstörungen
Zwanghaft Hände-waschender Hase
Quintessence
11/38
12
Wirkung
↑Serotonin-Konzentration im synaptischen Spalt
Hochgehaltener kaputter Kopfhörer ("zero tone") aus Spalt
[[Abb. 16201]]Wirkmechanismus SSRI Selektive-Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer hemmen - wie der Name schon sagt - die Wiederaufnahme von Serotonin aus dem synaptischen Spalt → ↑Serotonin-Konzentration im synaptischen Spalt. alles anzeigen
13
Anwendungshinweise
Initial ↑ Suizidgefahr
Galgenstrick
Bei der Anwendung ist unbedingt zu beachten: Die antriebssteigernde Wirkung der SSRIs setzt bereits vor der antidepressiven Wirkung ein → Suizidgefahr intial ↑. alles anzeigen
14
Anwendungshinweise
Schrittweises Ausschleichen verhindert Stimmungsschwankungen
Davonschleichender Hase mit wechselhaftem Wetter
Quintessence
14/38
15
Anwendungshinweise
Morgendliche Einnahme
Morgensonne
Dies ist unter Berücksichtigung der antriebssteigernden Wirkung empfehlenswert. alles anzeigen
16
Anwendungshinweise
Schwangerschaft
Schwangere Sissi
Citalopram und Sertralin sind Mittel der Wahl während der Schwangerschaft und Stillzeit. alles anzeigen
17
Anwendungshinweise
Stillzeit
Ausladendes Dekolleté
Basiswissen
17/38
18
Häufige UAW
Agitation, Schlafstörungen
Aufgewühlter, aber erschlagener Prinz
Quintessence
18/38
19
Häufige UAW
Appetitminderung
Appetitloser Prinz
Basiswissen
19/38
20
Häufige UAW
Gewichtsabnahme
Ausgemergelt erscheinender Prinz
Basiswissen
20/38
21
Häufige UAW
Sexualstörungen
Schlaffe Gurke
SSRI-Einnahme kann zu einer verringerten Libido und sexuellen Funktionsstörungen wie bspw. Impotenz, Ejakulationsstörungen oder Dysmenorrhoe (Blutungsunregelmäßigkeiten) führen. alles anzeigen
22
Häufige UAW
Hypertonie
Hyper-Toni
Basiswissen
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23
Häufige UAW
Hypotonie
Hippo namens Toni
Basiswissen
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24
Häufige UAW
Palpitationen
Herz schlägt sich auf Brust
Basiswissen
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25
Häufige UAW
Vermehrtes Schwitzen
Schwitzender Prinz
Expertenwissen
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26
Häufige UAW
Tinnitus
Schallwellen
Expertenwissen
26/38
27
Häufige UAW
Anormale Akkomodation
Anormal geformte Kommode
Akkomodationsstörungen treten jedoch viel seltener auf als bei trizyklischen Antidepressiva. alles anzeigen
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Wichtige UAW
QT-Zeit-Verlängerung
Giraffen-Cutie mit langem Hals
Unter Citalopram und Escitalopram kommt es zu einer dosisabhängigen QT-Zeit-Verlängerung. Bei Long-QT-Syndromen sind SSRIs kontraindiziert. alles anzeigen
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Kontraindikationen
Akute Manie
Manisch gestikulierender Mao
Basiswissen
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30
Kontraindikationen
Kombi mit MAO-Hemmern: Serotonin-Syndrom
Mao mit erhobenem Zeigefinger
Die Kombination von SSRIs mit serotoninergen Substanzen wie MAO-Hemmern führt zu ↑ Serotonin-Spiegeln und geht mit einem ↑ Risiko für ein Serotonin-Syndrom einher. alles anzeigen
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Kontraindikationen
Serotoninerge Stimulantien (Tryptophan, Triptane, etc.)
Trip-Tanne
Basiswissen
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Kontraindikationen
Linezolid
Blaue Linie
Die gleichzeitige Einnahme mit anderen serotoninergen Substanzen (wie z.B. Tryptophan, Lithium, Johanniskraut, Neuroleptika und Linezolid) steigert die Gefahr eines Serotonin-Syndroms. alles anzeigen
 
Extra Info / Trivia
Linezolid ist wirksam gegen grampositive Bakterien.
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Kontraindikationen
Vorsicht bei Diabetikern
Honig-abhängiger Bär
Diabetiker benötigen unter SSRI-Therapie ggf. eine Anpassung ihrer Insuline bzw. oralen Antidiabetika. alles anzeigen
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Kontraindikationen
Vorsicht bei Antikoagulation
Blut
Bei oraler Antikoagulation bspw. mit Marcumar kann eine erhöhte Blutungsneigung unter SSRI-Einnahme auftreten, auch hier sollte die Dosis ggf. angepasst werden. alles anzeigen
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Kontraindikationen
Mydriasis → Glaukom (grüner Star)
Weite Pupillen → Grüner Stern
SSRIs führen zu Mydriasis und verengen so den Kammerwinkel, wodurch der Abfluss des Kammerwassers erschwert ist. In der Folge steigt der Augeninnendruck und es kommt zu einem Glaukom. alles anzeigen
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Kontraindikationen
Epilepsie
Blitz
Bei bekannter Epilepsie oder Risikofaktoren für eine solche bzw. epileptische Anfälle (Bsp: Hirnschäden, Alkoholeinnahme) sollte man SSRI gut überwachen bzw. auf deren Einnahme ggf. verzichten, da das Risiko für einen epileptischen Anfall steigt. alles anzeigen
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Interaktionen
Alkohol, Narkotika
Alkoholschrank, Propofol
Die Wirkung sedierender und atemdepressiver Substanzen wird durch SSRIs verstärkt. Hierzu zählen Alkohol, Benzodiazepine, ältere Antihistaminika, Narkotika sowie Opioide. alles anzeigen
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Interaktionen
CYP2C19-Inhibitoren wie PPI
Maos 2 Schuhe mit 9 Zehen - Fußgeruch, Pippi-Langsocken-Puppe
CYP2C19-Inhibitoren wie PPI verlangsamen den Abbau von bspw. Citalopram. alles anzeigen


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1 Wirkmechanismus SSRI
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Wirkmechanismus SSRI
Wirkmechanismus SSRI

SSRI - selective Serotonin Reuptake Inhibitors - sind selektive Serotonin Wiederaufnahmehemmer. Serotonin ist ein Neurotransmitter, der in den synaptischen Spalt von Nervenzellen freigesetzt wird und an den 5-HT-Rezeptoren der Postsynapse wirken, was insgesamt eine antidepressive Wirkung hat. Dieser Prozess wird natürlicherweise durch den 5-HT-Wiederaufnahme-Transporter an der Präsynapse danach wieder gestoppt, indem Serotonin aus dem synaptischen Spalt wieder in die Postsynapse rückgeführt wird. Hier greifen die SSRIs an und blockieren jene Transporter, wodurch mehr Serotonin im synaptischen Spalt verbleibt.
Meditricks Schaubild, angepasste Vorlage “Mechanism of Action of Selective Serotonin Reuptake Inhibitors”, von BioRender.com (2023). Abgerufen von https://app.biorender.com/biorender-templates.
1 – Wirkmechanismus SSRI
Wirkmechanismus SSRI
1

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