Rheumatoide Arthritis lernen mit den Eselsbrücken von Meditricks.de

Rheumatoide Arthritis: Therapie

Diese Inhalte sind den Nutzenden von Meditricks vorbehalten.
Hier kannst Du einen Zugang erwerben.

Du bist neu hier? Informiere Dich über Meditricks.

Hast Du bereits einen Zugang?
Melde Dich bitte unter 'Profil' an.

Image

Hier eine Vorschau,
wie wir dieses Thema behandeln und wie unsere Eselsbrücken aussehen:

Rheumatoide Arthritis lernen mit den Eselsbrücken von Meditricks.de

Rheumatoide Arthritis: Therapie

Inhaltliche Einleitung
Die Therapie der rheumatoiden Arthritis (RA) folgt dem prognostisch entscheidenden Prinzip eines frühzeitigen und aggressiven Behandlungsbeginns („hit early and hard“), da eine rasche Kontrolle der Entzündung wesentlich ist, um Gelenkdestruktion und Funktionsverlust zu verhindern. Grundlage ist eine sequentielle Therapie, die je nach Krankheitsaktivität eine Eskalation und Deeskalation bei Bedarf ermöglicht. Dabei kommen systemische Glukokortikoide (= Steroide) vor allem als Überbrückung bis zum Wirkungseintritt der DMARDs (disease modifying anti-rheumatic drugs) oder bei sehr destruktiv-aktiver RA zum Einsatz, während intraartikuläre Glukokortikoid-Injektionen eine schnelle lokale Entzündungshemmung in stark betroffenen Gelenken ermöglichen. NSAR (Nicht-Steroidale Anti-Rheumatika) spielen dagegen nur eine rein symptomatische Rolle, ohne Prognoseverbesserung, und sollten bei erfolgreicher DMARD-Therapie schnellstmöglich reduziert werden. Entscheidend für die langfristige Krankheitskontrolle sind die DMARDs, die direkt zu Beginn gegeben werden. Hierzu zählen konventionelle DMARDs, teils conventional synthetical (csDMARDs), teils targeted synthetical (tsDMARDs): Zu den conventional DMARDs gehören beispielsweise MTX (Methotrexat), Sulfasalazin oder Leflunomid, während targeted synthetic DMARDs wie Tofacitinib (JAK-Kinase-Inhibitor) gezielt in Entzündungssignalwege eingreifen. MTX ist dabei das Standard-DMARD-Starter-Medikament. Therapeutisch beginnt die 1. Stufe = Monotherapie in der Regel mit MTX + Prednisolon (niedrig dosiert = < 10 mg Prednisolonäquivalent/Tag) bei Diagnosestellung für alle Patienten mit aktiver RA. Bei Nicht-Ansprechen 12 Wochen nach Therapiebeginn bzw. 6 Wochen nach Optimierung folgt die 2. Stufe = Kombitherapie aus MTX und einem weiteren konventionellen DMARD wie Leflunomid, Hydroxychloroquinid, Sulfasalazin (5-ASA an Sulfapyridin gehängt), Azathioprin oder Ciclosporin. Bei anhaltend hoher Krankheitsaktivität nach 3 Monaten bzw. schlechtem Therapieansprechen oder negativen Prognosezeichen erfolgt die 3. Stufe mit MTX + Biologikum, also einem biological DMARD (bDMARD), wozu beispielsweise die auf -mab endenden monoklonalen Antikörper wie Infliximab sowie Substanzen wie Etanercept gehören.

Basiswissen

  • Therapieprinzipien

    Therapie der rheumatoiden Arthritis

    Verkauf der Werke der rheumatischen Künstlerin

  • Therapieprinzipien

    "Hit early & hard"

    Auktionator schlägt mit Hammer schnell & hart

    Ein frühzeitiger und aggressiver Behandlungsbeginn bestimmt bei der rheumatoiden Arthritis die Prognose. Merke: "Hit early and hard!"

  • Therapieprinzipien

    Lebensqualität erhalten, Lebenserwartung ↑, Symptome ↓, Gelenkzerstörung aufhalten

    "Qualität & Erhalt statt Abbruch & Zerstörung"

    Das Ziel der Therapie ist das Erreichen einer Remission der rheumatoiden Arthritis. Dazu gehört vor allem das Aufhalten der Gelenkzerstörung und die Symptomreduzierung. Die Therapie soll außerdem die Lebensqualität erhalten und die Lebenserwartung steigern.

  • Therapieprinzipien

    Ziel: Erfolg nach 3-6 Monaten

    3 – 6 Sterne auf Schild

    Die Remission oder zumindest eine niedrige Aktivität der rheumatoiden Arthritis sollte nach drei bis sechs Monaten erreicht werden.

  • Therapieprinzipien

    Sequentielle Therapie

    Stufen zum Podest

    Die Therapie der rheumatoiden Arthritis ist eine sequentielle Therapie. Das heißt es ist möglich, die Therapie bei Bedarf zu eskalieren oder zu deeskalieren.

  • ...

Expertenwissen

  • Medikamentös akut

    PPI wegen Ulcusrisiko empfohlen

    Pipi-Langstrumpf-Zöpfe ragen durch Löcher im Helm

    Die Kombitherapie aus Glukokortikoiden und NSARs erhöht das Ulkusrisiko um das 15-fache. Daher empfiehlt man die zusätzliche Einnahme von PPIs.

  • Stufen der sequentiellen Therapie > Langanhaltende Remission

    Langanhaltende Remission: evtl. Reduktion der Basistherapie

    Reh-Trophäe: mit „Reduziert“-Schild

    Bei langanhaltender Remission kann man versuchen die Basistherapie kontrolliert zu reduzieren.

  • Negative Prognosefaktoren

    Erkrankungsbeginn > 60. Lebensjahr

    Alte Dame auf dem Bild

    Es gibt einige negative Prognosefaktoren bei der rheumatoiden Arthritis. Dazu gehört der Erkrankungsbeginn nach dem 60. Lebensjahr.

  • ...

Beginne das Lernen mit unseren Eselsbrücken,

werde Teil der Lernrevolution.