Koffein & Kaffee auf Meditricks.de

Koffein & Kaffee

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  • Klirrende Tassen, lautes Geschwätz, das Zischen der Milchdüse – wir befinden uns in einem Café. Eine Lieferung röstfrischer Bohnen ist eingetroffen, geliefert von der Kaffee-Farmerin. Sie trägt einen Tüllrock in Sandfarben – doch was ist mit dem Spiegel los? Hier sieht sie aus wie ein Adonis! Eine Frage beschäftigt sie schon länger: Ist Koffein gesund? Ja oder nein? Justitia, die Göttin der Gerechtigkeit, hat sich eigens zur Blindverkostung eingefunden, um es ein für alle Mal zu entscheiden.
    Wenn man die Kaffee-Liebhaber am Tresen anschaut – Hyper Toni, den Diabetes-Bären (der leider gehen muss), den liebeskranken alten Herren … ja sogar der Sensenmann hat sich eingefunden – dann möchte man meinen, das Urteil kann nur rundum positiv ausfallen. Das positive Gesamturteil vermitteln auch die in Koffein-getränkten und nun durchweg fleißigen Studierenden im Vordergrund. Doch: Konfuzius an der Theke weiß es besser: Kaffee? Nein! Tee ist der Gewinner … wenn der nur genauso gut schmecken würde! Also Zeit für due espressi! Prego bitte – fast vergessi…

    Skizze und Atmosphäre
    Vermutlich lässt sich die Moderne nicht gänzlich leugnen oder besser sollten wir das nicht tun; aber ein Szenario angelehnt an ein klassisches Wiener Kaffeehaus wäre fein –
    – oder aber an eine zeitgenössische Bar Italiens.
    Filmzitat Coffee & Cigarettes muss unbedingt rein (Tischdecke!)

    Figuren
    Leitfaden Figuren
    Rechts nach links
    – diverse personifizierte Kaffee-Tassen und Bohnen 😀
    Grundlagen
    Kaffeesäcke und Tee-Kisten
    es kämpft eine Espresso- mit einer Tee-Tasse
    ein Hunde-Kaffeebecher bellt sie an
    Biochemie
    Farmerin biologischen Kaffees in Tüllrock
    ihr Spiegelbild: ein Adonis
    er hält eine leere personifizierte Batterie
    er tritt auf ein Auto
    Flugzeug, es wirft Kohlköpfe und Zero-Tone-Kopfhörer ab
    Paragleiter-Kaffeetasse schießt auf Gitter des Verlieses der Milchtüte
    Kaffee und Schlaf
    fertiger Mond in Tiefseetaucher-Anzug
    Kaffee und Gesundheit
    Justitia
    ihr Sohn
    ihr Baby
    ihr Hund
    bei ihr: Parkbank, Retoure-Paket
    an der Bar/daneben
    Honigbär, der aufbricht
    Tenor aus dem WC kommend
    alter Herr
    Hyper-Toni
    der Sensemann
    hinter der Bar
    Konfuziu
    Kaffee und Lernen
    am Tisch zwei Lernende, sie superfleißig, er schläft

    ClearErkundungsbild
    1
    90% der Erwachsenen konsumieren täglich koffeinhaltige Getränke (v.a. Tee und Kaffee)
    Anlieferung von 9-Tea Kaffee im Café
    Sage und schreibe 90% der Erwachsenen konsumieren täglich koffeinhaltige Getränke. Mehrheitlich in Form von Tee, gefolgt von Kaffee. Wir zeigen das durch die Kaffeesäcke und Tea-Kisten der Marke 9-Tea – für 90%, engl. ninety wie nine-tea. Der Bowling-Pin im fiktiven Logo greift ferner die 9 auf, wie “alle neune”. Weil Kaffee natürlich das Genialste der Welt ist, sprechen wir fortan von Kaffee, wenn wir eigentlich koffeinhaltige Getränke meinen. Für alle Italophilen: Natürlich schreibt es sich Caffè. Und so viel Aufklärung sei erlaubt: Caffè ist das Getränk und ein Café der Ort, an dem man das Getränk trinkt (wenn man nicht das Privileg hat, eine Macchina sein Eigen zu nennen).
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    Quintessence
    2
    Koffeingehalt: ein Espresso 25-30 mg; Filterkaffee 50-100 mg; schwarzer Tee 30 mg
    Espresso-Tasse mit Dreizack, Hunde-Kaffeetasse (hund-ert); Tee-Tasse mit Dreizack
    Da wir hier viel über Koffein reden, stellt sich natürlich die Frage, wie viel wir davon überhaupt täglich konsumieren. Ein typischer 25 ml Espresso (und damit auch ein Cappuccino) hat 30 mg Koffein (plus/minus, versteht sich). Hier dargestellt durch die Espresso-Tasse, die mit einem Dreizack kämpft (drei für 30 mg). Eine 150 ml Tasse Filterkaffee enthält 50-100 mg Koffein. Hier der klassische Kaffee-Becher in Hundegestalt, Hund wie hundert Milligramm. Eine 150 ml Tasse schwarzer oder grüner Tee enthält etwa 30 mg Koffein. Die Espresso-Tasse mit Dreizack kämpft hier mit einer Teetasse. Diese ist ebenfalls mit einem Dreizack bewaffnet, da sie vergleichbare 30 mg Koffein enthält. [Zum Vergleich: Etwa 100 mg Koffein finden sich in einer Flasche oder Dose koffeinhaltiger Limonaden oder Energiegetränke.]
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    Basiswissen
    3
    Koffein ist ein Methylxanthin mit Puringerüst
    Kaffee-Farmerin mit Tüll-Rock in Sandfarben; Püree-Schüssel mit Gerüst
    Für die biochemischen Grundlagen zeigen wir die Farmerin biologischen Kaffees, die ihre neuste Röstung vorbeibringt und das Café besucht. Kaffee gehört zu den Methylxanthinen wie das “Lungenmedikament” Theophyllin oder das in Kakao enthaltene Theobromin. Die Kaffee-Farmerin erscheint “mit Tüll-Rock” in Sandfarben (für die Methylxanthine). Methylxanthine sind Modifikationen des Purins mit Methyl- (CH3) Resten (sie hält eine Püree-Schüssel mit einem Gerüst daran; unter ihrem Arm klemmt etwas Tüll für den nächsten Rock). Purine bilden zudem die Grundlage der DNA-Bausteine Adenin und Guanin (“DNA-Spaghetti” auf der Püree-Schüssel). Adenin und Guanin sind u.a. Teil der Energieträger Guanosintriphosphat und des noch häufigeren Adenosintriphosphats (ATP; sie hält eine dreifach geladene, tri, Batterie). Damit kommen wir zum nächsten Punkt.
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    Basiswissen
    4
    Koffein ähnelt Adenosin – ATP-Abbauprodukt Adenosin vermittelt: Batterie leer
    Ähnelt im Spiegel Adonis – Adonis hält leere Batterie mit Schlafmütze hoch
    Koffein ähnelt strukturell Adenosin und so erblickt die Farmerin im Spiegel nicht sich selbst, sondern Adonis. Einfach gesagt: Wird ATP (Adenosintriphosphat) als Energieträger verbraucht, entsteht Adenosin. Der Körper hat, in Anführungszeichen, gelernt, dass viel Adenosin gleichzusetzen ist mit: Batterie leer; nur noch wenig Energie im Organismus. Also Zeit, auf Sparflamme zu schalten, Zeit zu schlafen. Adonis im Spiegel hält eine leere Batterie mit Schlafmütze hoch.
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    Basiswissen
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    Adenosin wirkt am Adenosinrezeptor und drosselt Zellleistung – Koffein blockiert den Rezeptor
    Adonis nutzt Zepter und haut Nervenzelle – Kaffeebohne beißt in seine Zepter-Hand
    Adenosin an den Nerven: Über die Stimulation verschiedener Adenosinrezeptoren von Nervenzellen drosselt Adenosin die Ausschüttung von Neurotransmittern wie Noradrenalin, Dopamin und Acetylcholin in den Nervenspalt. Diese “gedrosselte Leistung” der Nervenzellen zeigt bei uns Adonis, der mit einem Zepter (Rezeptor) eine Nervenzelle k.o. haut. Adenosin am Herzen: Adonis ist auf ein Herz-Auto getreten und bremst somit dessen Fahrt. Am Herzen drosselt Adenosin die Herzfrequenz, dies wird teils therapeutisch genutzt. Eine heroische Kaffeebohne beißt in Adonis Hand nahe des Zepters, um ihn von seinem Tun zu blockieren: Koffein blockiert den Adenosin-Rezeptor, erhöht also die Ausschüttung der erwähnten Neurotransmitter und das erhöht die Herzfrequenz.
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    Quintessence
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    Koffein fördert Ausschüttung von Acetylcholin/Serotonin: ↑Aufmerksamkeit, Kognition & Merkfähigkeit
    Farmerin liefert Kohlköpfe mit Zero-Tone-Kopfhörern; Wecker, Rubikwürfel & lange Liste
    Koffein fördert die Ausschüttung von Acetylcholin. Die Farmerin liefert hier einen Korb Kohlköpfe (wie “kohlin”). Acetylcholin beteiligt sich an der Regulation von Aufmerksamkeit und Wachheit. Ein Kohlkopf hat ein Warndreieck dabei und macht die Obacht-Geste (↑Aufmerksamkeit), ein weiterer hält einen Wecker (↑Wachheit). Durch Koffein erhöhtes Serotonin verbessert kognitive Funktionen wie die Merkfähigkeit. Die Kohlköpfe tragen zudem Zero-Tone-Kopfhörer (Serotonin), an einem Bügel klemmt ein Rubikwürfel (↑Kognition) und aus diesem kommt eine lange Liste (↑Merkfähigkeit).
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    Basiswissen
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    Koffein/Abbauprodukt Paraxanthin erhöhen Freisetzung und vermindern Wiederaufnahme von Calcium
    Paragliding-Kaffeebohne befreit Milchtüte aus Verließ; Zerstörung der Gitter des Verlieses
    Eine weiter Grundlage, die wir für später brauchen: Koffein, insbesondere sein Abbauprodukt Paraxanthin, erhöht die Freisetzung von Calcium aus intrazellulären Speichern und vermindert die Wiederaufnahme von Calcium in die Zelle. Eine Kaffeebohne (Koffein) springt mit ihrem sandfarbenen Paragliding-Schirm (Paraxanthin) und befreit eine Milchtüte aus ihrem Verlies (erhöhte Freisetzung), indem es die Tür zerstört (verminderte Wiederaufnahme, da ein erneutes Einsperren nicht mehr möglich ist).
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    Basiswissen
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    Kaffee (nicht Koffein!) blockiert Eisenaufnahme. Abstand zu den Mahlzeiten – gerade bei Anämie!
    Eieruhr hält Espressotasse und Anemone von Steak mit rostigen Nägeln fern
    Eine Eieruhr hält hier eine Espressotasse vom Verzehr eines blutigen Steaks fern, dieses ist voll mit rostigen, eisenreichen Nägeln. Warum? Kaffee mindert die Aufnahme von Eisen. Dies liegt an den Gerbstoffen in Kaffee. Die Espressotasse trägt eine gegerbte Lederschürze – für die Gerbstoffe im Kaffee – und hindert forsch eine Anemone, für die Anämie, an das Steak zu kommen. Diese Gerbstoffe kommen auch in (schwarzem) Tee vor. Ursache ist also nicht das Koffein. Bei Eisenmangelanämie empfiehlt es sich mit Schwarztee und Kaffee Abstand zu den Mahlzeiten einzuhalten (daher verhindert die Eieruhr den vorzeitigen Zugriff durch die Espressotasse), idealerweise eine halbe Stunde vor und eine ganze nach den Mahlzeiten. Allein diese Maßnahme kann eine leichte Anämie bessern. Es empfiehlt sich also, das blutige Steak lieber zum Abendessen ohne Kaffee zu verzehren … als zum Frühstück…
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    Quintessence
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    Unzureichende Daten für klare Empfehlung oder klares Abraten bzgl. gesundheitlicher Auswirkung
    Justitias Waage zeigt Gleichgewicht
    Justitia ist die Göttin der Gerechtigkeit. Mit ihrer Familie ist sie ebenfalls im Café gelandet und will nun endgültig entscheiden, ob Kaffee gesund ist oder nicht. Jeder kennt Studien, die für den Konsum von Kaffee sprechen; jeder kennt Studien, die dagegen sprechen. Und “Studien kennen” bedeutet in der Regel: Stand auf Spiegel Online. Ziehen wir UpToDate.com zu Rate, einen der Goldstandards für evidenzbasierte Medizin (EBM). Laut UpToDate.com ist die Datenlange unzureichend. Es gibt keine klare Empfehlung für den Konsum von Kaffee – aber auch keine, die vom Konsum abrät. Justitias Waage landet im Gleichgewicht – eine Pattsituation.
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    Quintessence
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    Konsum von 400 mg Koffein scheint für die Mehrheit sicher; für Kinder/Jugendl.: < 2,5 mg/kg KG/Tag
    Justitias Hund (hund-ert) mit Pfoten in 4 Tassen; Kind mit Zweig (2), Handschuh (5) und Hantelgewicht
    Justitias Hund hat mal wieder seine vier Pfoten jeweils in eine Kaffeetasse gestellt. Die Mehrheit gesunder Erwachsener verträgt bis etwa 400 mg Koffein pro Tag (4-hund-ert). Für Kinder und Jugendliche wiederum sind Mengen von unter 2,5 mg pro Kilogramm Körpergewicht pro Tag vertretbar. Justitias Sohn versteckt sich hinter seiner Mutter, schüchtern hält er einen Zweig (2 wie Zweig) in seinem Handschuh (5 wie fünf Finger, für 2,5) und ein Gewicht (für das mg pro kg Körpergewicht pro Tag).
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    Quintessence
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    Konsum in der Schwangerschaft umstritten, ca. 1 Tasse; beim Stillen (fast) problemlos – 2-3 Tassen
    Vor dem schwangeren Bauch: eine Kerze mit Fragezeichen; gestilltes Baby mit Zweig-Dreizack
    Vor Justitias schwangerem Bauch steht ein Kerzenständer mit einer Kerze mit Fragezeichen darauf: Der Konsum von Koffein während der Schwangerschaft wird kontrovers diskutiert. Teils werden verträgliche Mengen von 200 mg (europäische und amerikanische Gesundheitsämter) pro Tag postuliert. Doch auch die 200 mg pro Tag sind unter Umständen kritisch zu sehen, sodass eine (kleine) Tasse pro Tag (Kerze für Zahlformsystem 1) oder der komplette Verzicht wohl ratsam sein könnten. Beim Stillen wiederum wichtig zu wissen: Koffein tritt in die Muttermilch über. Die Werte sind jedoch geringer als im Blutserum der Mutter. Zwei bis drei Tassen scheinen möglich, es kann zu Unruhe beim Kind kommen. Justitias gestillter Säugling ist hier etwas aufgekratzt; er hält einen kleinen Zweig-Dreizack (für die 2-3 Tassen während des Stillens).
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    Quintessence
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    Positive Kurzzeiteffekte: ↑Wachsamkeit, bessere Reaktionszeit, ↑sportl. Leistung, mildert Schlafentzug
    “Kurzer” Sohn: Wache Lerche, Stoppuhr, Sportkleidung
    Die Kurzzeiteffekte von Koffein zeigen wir an Justitias Sohn, dem “kurzen”: Kaffee bzw. Koffein bessert kurzfristig die geistige Wachsamkeit (auf seinem Kopf sitzt eine Lerche – ”früher Vogel…”), verbessert die Reaktionszeit (seine Stoppuhr) sowie die sportliche Leistungsfähigkeit (der Sohn kommt gerade vom Sport). Koffeinhaltige Getränke mildern die Effekte von Schlafentzug (bspw. bei Jetlag oder zu wenig ratzen).
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    Basiswissen
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    Positive Langzeiteffekte: ↓Risiko Parkinson; Alzheimer Demenz; alkohol. Leberzirrhose und Gicht
    Steinerne Parkbank wird farbig; Dämon ekelt sich; Retoure-Paket mit Leber-Zier-Hose und Gichtkristall
    Das sind die Nachrichten, die immer wieder Schlagzeilen machen: Kaffee reduziert, abhängig von der Dosis, das Risiko für Morbus Parkinson (hier die steinerne Parkbank für Parkinson; auf ihr steht eine Kaffeetasse, von der Farbe auf die Bank strömt und ihr das steinerne Aussehen nimmt). Kaffee reduziert das Risiko für die Alzheimer Demenz (auf der Bank sitzt ein Dämon und wendet sich angewidert von der Kaffeetasse ab). Neben der Bank steht auch ein Retoure-Paket. Darin: Eine Bierflasche, eine Leber-Zier-Hose sowie Gichtkristalle, denn: Kaffee reduziert das Risiko für die alkoholische Leberzirrhose sowie für Gicht. Die Ursachen sind vielfach nicht geklärt. Noch schwieriger wird die Zuordnung der Kausalität bei psychiatrischen Erkrankungen, daher lassen wir das hier mal lieber.
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    Basiswissen
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    Positive Langzeiteffekte: ↓Risiko für DM2 (gilt für auch für entkoffeinierten Kaffee)
    Honig-liebender Bär verlässt das Café
    Kaffee senkt das Risiko, an Typ 2 Diabetes zu erkranken. Doch: Gleiches gilt auch für entkoffeinierten Kaffee, sodass hier wiederum an die zahlreichen anderen Bestandteile von Kaffee zu denken ist.
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    Basiswissen
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    Negative Kurzzeiteffekte: Tremor, Kopfschmerzen, Schlaflosigkeit; ↓ bei chronischem Konsum
    Tenor mit Kopfschmerzen, unterlaufenen Augen; Trost durch Uhr
    Aus dem WC des Cafés trottet ein kopfschmerzgeplagter Tenor mit vor Müdigkeit unterlaufenen Augen. Der Konsum von Kaffee kann kurzzeitig zu Kopfschmerzen führen (schwirrender Kopf), zu Zittern (Tremor, daher der Tenor) und Schlaflosigkeit (seine unterlaufenen Augen). Diese Effekte nehmen bei chronischem Konsum ab, eine Gewöhnung setzt ein. Daher tröstet eine Kaffee-trinkende Uhr (für chronisch) den Tenor. Die Auswirkungen einer Überdosierung von Koffein behandeln wir in unserem Merkbild zu Theophyllin. Dies gehört wie Koffein zu den Methylxanthinen und bedingt in zu hoher Dosierung vergleichbare Nebenwirkungen bzw. Vergiftungserscheinungen.
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    Basiswissen
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    Kaffee und Herzkreislauf: kein erhöhtes CVR; hohe Dosen bei kardiovaskulären Erkrankungen meiden
    Diverse Espressi: Rechnung mit Arrhythmie-Streifen; fröhlich flirtender älterer Herr mit Herzluftballon
    Das kardiovaskuläre Risiko (CVR) wird bei Langzeitkonsum von Koffein in normalen Dosen nicht erhöht. Gleiches gilt für Schlaganfälle. Auch für Arrhythmie-Patienten sind normale Mengen verträglich. Vecchio, der ältere Herr, flirtet hier fröhlich in der Bar und trägt ein gesundes Herz als Luftballon bei sich. So empfiehlt UpToDate auch nicht, den Konsum einzuschränken, um das individuelle CVR zu senken. Anfällige Individuen können bei sehr hohem Konsum kardiovaskuläre Ereignisse und Arrhythmien unter Koffein erleiden. Der ältere Herr an der Bar hat diverse Espressi vor sich stehen und einen Arrhythmie-Streifen als Quittung dafür.
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    Quintessence
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    Kaffee und Herzkreislauf: Kritischer sind Getränke mit hohem Koffeingehalt wie Energydrinks.
    Energydrink attackiert Herzluftballon
    Ein dreister Energydrink attackiert den Herzluftballon des älteren Herren! Kritischer als Kaffee für das Herz sind Energydrinks, deren Koffeingehalt zudem höher ist.
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    Basiswissen
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    Kaffee und Hypertonie: leichter Blutdruckanstieg möglich, eher keine Erhöhung der Hypertonie-Risikos
    Hyper-Toni trinkt gelangweilt Kaffee an der Bar
    Kaffee hat keinen oder einen nur geringen Einfluss auf den Blutdruck von gewohnheitsmäßigen Kaffeetrinkern. Daher sitzt hier Hyper-Toni auch gelangweilt an der Bar. Das Risiko für Bluthochdruck wird vermutlich nicht erhöht. Wer keinen Kaffee gewöhnt ist, bei dem kann der Blutdruck jedoch durch Koffein auch mal um gute 10 mmHg steigen.
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    Basiswissen
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    Kaffee und Krebs: Datenlage unklar
    Inkognito (unklarer) Krebs
    Wer ist das? Ein verdeckter Krebs versucht hier auf der Bar die Reste aus einer Kaffeetasse zu trinken: Die Datenlage ist unklar, ob Kaffee das Risiko an Krebs zu erkranken senkt.
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    Basiswissen
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    Kaffee und Mortalität: bescheidener positiver Einfluss
    Personifizierter Tod am Tresen lässt Sense stehen und trinkt lieber seinen Kaffee
    Laut UpToDate.com bescheinigt die Mehrheit der Studien Koffein eine geringe Senkung der allgemeinen Mortalität. Selbst der Tod sitzt hier an der Bar und trinkt lieber in Ruhe seinen Kaffee. Das Hinwegraffen kann warten, unbeachtet steht seine Sense neben ihm.
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    Basiswissen
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    Gesünder als Kaffee: Tee (weiß > grün > schwarz)
    Konfuzius mit weißem Bart schenkt grünen Tee ein
    Tee ist gesünder als Kaffee. Bei der Röstung der Kaffeebohnen gehen diverse gesunde Bestandteile verloren, während tendenziell ungesunde Röststoffe hinzukommen. Grüntee gilt Schwarztee als überlegen. Noch gesünder sei weißer Tee. Das weiß auch der Barkeeper Konfuzius. Der Weise mit seinem weißen Rauschebart schenkt hier grünen Tee aus. Dummerweise viel gesünder.
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    Quintessence
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    Tee vs. Kaffee – Koffeinwirkung: Plateau vs. Spitze (“kick”)
    Plateau aus grünem Tee (Espressotasse kickt rein)
    Das in Tee enthaltene Koffein entfaltet seine Wirkung eher als Plateau: der Koffeinspiegel steigt langsamer und flacht auch langsamer ab. Im Regal hinter Konfuzius ist grüner Tee in Form der Kinetik-Kurve von Tee aufgehäuft. Kaffee dagegen flutet schneller an und ab – daher auch eher der Kick. Eine kleine Espresso-Tasse kickt daher in den grünen Tee. [Tee ist aber nicht gleich Tee – es gibt unglaubliche Qualitätsunterschiede; dazu dann vielleicht mal etwas in einem Tee-Meditrick.]
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    Basiswissen
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    Verbessertes Arbeits- und Langzeitgedächtnis, da Koffein u.a. die Verfügbarkeit von Calcium erhöht
    Kaffeebohne schüttet Milch (Calcium) in Arbeiterhelm und Sanduhr
    Im Café sitzen zwei hochkonzentrierte, fleißig lernende Studierende. Auf ihrem Tisch schüttet eine Kaffeebohne Milch aus einem Kännchen in einen Bauarbeiterhelm sowie in eine Sanduhr: Koffein verbessert das Arbeits- und das Langzeitgedächtnis (Arbeiterhelm und Sanduhr). Dies liegt im Falle des Langzeitgedächtnisses teils daran, dass Koffein die Bereitstellung von Calcium erhöht (ausgeschenkte Milch). Mit Hilfe von Calcium arbeiten die Zellen des Langzeitgedächtnisses besser.
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    Quintessence
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    Koffein führt zu mehr Verbindungen zwischen Nervenzellen
    Nervenzellen der Lernenden verbinden sich
    Koffein führe dazu, dass Nervenzellen mehr Verbindungen untereinander herstellen. Was wir hier an den Lernenden zeigen, deren Nervenzellen sich fröhlich verbinden.
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    Quintessence
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    Kaffee ist das ATP für LTP: Koffein fördert long term potentiation (LTP)
    Batterie-Tasse steckt Stromkabel in Kopf des schlafenden Lernenenden
    Eine kleine Batterie-Tasse steckt vergnügt ein Stromkabel in den Kopf des schlafenden Lernenden: Die Konsolidierung, sprich Festigung, von Wissen erfolgt insbesondere im Schlaf (er schläft). Hier bilden sich die nötigen neuronalen Netzwerke. Man spricht von long term potentiation (LTP). Bei zu wenig Schlaf nimmt dieser Effekt ab. Koffein wirkt den durch Schlafentzug erzeugten Gedächtnisproblemen entgegen und fördert die Bildung von Nervenverbindungen – ganz prinzipiell. Der Kaffee muss jetzt nicht vor dem Schlafengehen getrunken werden und genug schlafen ist immer noch am besten. Koffein ist quasi das ATP der LTP (daher die Darstellung der Kaffee-Tasse als Batterie).
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    Quintessence
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    Auswirkungen von Kaffee sind teilweise Placebo-Effekt
    Placebo-Decaff-Kaffee steht auf dem Tisch
    Haben die Lernenden jetzt wirklich Koffein konsumiert oder nicht? Das will nun wirklich niemand hören, aber: Allein der Glaube, Koffein konsumiert zu haben, steigert die Herzfrequenz – und auch die Leistungsfähigkeit. Dieser Placebo-Effekt (auf dem Tisch der Lernenden steht eine Packung entkoffeinierter “Decaff” Kaffee) unterliegt sogar einem Dosis-Wirkungs-Zusammenhang, also: Je höher die mutmaßliche Dosis an Koffein in einem Kaffee ist, desto stärker empfinden Probanden in Tests dann auch die Auswirkungen.
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    Expertenwissen
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    Beim Lernen richtig dosieren: kleinere Mengen über längeren Zeitraum
    Kleine Kaffee-Shots
    Genauso wie kleine Lerneinheiten besser sind als große, konsumiert man optimalerweise kleine Portionen Kaffee über einen längeren Zeitraum. Und so finden sich auch bei unseren Lernenden mehrere kleine Shots an Kaffee, um sie auf Trab zu halten.
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    Quintessence
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    Später Koffeinkonsum reduziert erholsame Tiefschlafphasen (Auslassen bessert Schlafstörungen)
    Geräderter Mond im kaputten Tiefseetaucher-Anzug
    Ein völlig geräderter Mond hat leider den Kaffee vor dem Schlafengehen nicht mehr abgelehnt: Koffein verzögert den Schlafeintritt, reduziert die Schlafzeit und die erholsamen Tiefschlafphasen (daher sein kaputter Tiefseetaucher-Anzug), vor allem bei Einnahme bis eine Stunde vor dem Zubettgehen. Auslassen späten Kaffeekonsums führt bei Schlafstörungen bereits zu einer besseren Schlafqualität. [Besonders im höheren Alter.]
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    Expertenwissen
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