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Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose) (old)


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Hier eine Vorschau, wie wir dieses Thema behandeln und wie unsere Eselsbrücken aussehen:

Basiswissen

  • Hyperthyreose

    Hyperaktiver Schmetterling

  • ÄT: Schilddrüsenautonomie

    Schmetterling fordert: "Iod und Autonomie!"

    Eine häufige Ursache einer Schilddrüsenüberfunktion ist eine funktionelle Schilddrüsenautonomie. Autonome Areale der Schilddrüse entziehen sich der normalen negativen Rückkopplung und Regulation durch Hypothalamus (TRH, Thyroid-releasing-hormone) und Hypophyse (TSH). Anhand des szintigrafischen Verteilungsmusters unterteilt man in die unifokale (=autonomes Adenom), multifokale oder disseminierte Autonomie (einzelner Punkt vs. mehrer Punkte auf Flügel).

  • ÄT: Immunogene-Hyperthyreose = Morbus Basedow

    Morbus "Ich find' die Vase doof!"

    Eine sehr häufige Ursache einer Hyperthyreose ist der Morbus Basedow, auch immunogene Hyperthyreose genannt. Hierzu gibt es einen gesonderten Meditrick.

  • ÄT: Amiodaron

    Ami-Baron fängt wilde Schmetterlinge

    Das jodhaltige Antiarrhythmikum Am-iod-aron kann bei langfristiger Einnahme zu Schilddrüsenfunktionsstörungen führen.

  • ÄT: subakute Thyreoiditis de Quervain

    Kehrender Bruce-Wayne = Batman

    Die Thyreoiditis de Quervain ist eine subakute, granulomatöse Entzündung der Schilddrüse. Ihre Ätiologie ist unklar, oft tritt sie nach viralen Atemwegsinfektionen auf. Charakteristisch sind Fieber, Abgeschlagenheit und eine druckschmerzhafte Schilddrüse.

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AllgemeinUrsachenM. BasedowAutonomieKlinikDiagnostikTherapieQuellen & Co

Die Schilddrüse erinnert von ihrer Form her an einen Schmetterling (Lobus dexter und sinister als Flügel und der Isthmus, ggf. + Lobus pyramidalis als Relikt des Ductus thyreoglossus, als Schmetterlingskörper). Die Hyperthyreose wird hier als hyperaktiver Schmetterling dargestellt.
Verschiedene Ursachen führen zur pathologischen, übermäßigen Aktivität der Schilddrüse, die dann dem Körper „einheizt“.  Die Hyperthyreose kann sich wie auch die Hypothyreose (Schilddrüsenunterfunktion) in ganz verschiedenen Symptomen äußern (Hypertonie, Tachykardie, Schwitzen, Heißhunger bei dennoch Gewichtsverlust, starkes Schwitzen, Unruhe, …). Deshalb dient in vielen Anlässen die Bestimmung des TSH-Basalwertes (Thyroid-Stimulating-Hormone) der Abklärung  von Schilddrüsenerkrankungen (bspw. bei Hypertonie). Bei erniedrigtem TSH (negatives Feedback bei Überfunktion) helfen die peripheren Schilddrüsen Hormone fT4 (und fT3) der weiteren Ursachenabklärung. Im Falle der autoimmunen Hyperthyreose, dem Morbus Basedow sind bestimmte Schilddrüsen-Antikörper positiv (Morbus Basedow: Schmetterling, der sagt: „Ich find‘ die Vase doof!“).
Typisch bei Morbus Basedow sind die TRAK-Antikörper: Schmetterling sitzt auf dem Traktor). Weitere Ursachen sind autonome Herde im Schilddrüsenparenchym die einzeln, verteilt oder verstreut (uni- vs multifokal vs. disseminiert) vorkommen. Die Überdosierung durch Arzt oder (un)absichtliche durch Patient kommen in Frage, die langfristige Einnahme vom Antiarrhythmikum Amiodaron (der Ami-Baron, der versucht wilde Schmetterlinge zu fangen) oder entzündliche  Prozesse mit passagerer Hyperthyreose (so die subakute Thyreoiditis de Quervain, kehrender Bruce Wayne = Batman, und initial auch bei Hashimoto-Thyreoiditis). Selten sind Schilddrüsenkarzinome (das Schilddrüsenmonster im Monster-Truck bzw. car für Karzinom), eine paraneoplastische TSH-Produktion oder ein Hypophysenadenom die Ursache.

– Immunogene Hyperthyreose = Morbus Basedow Morbus „Ich find die Vase doof!“

– Schilddrüsenautonomie Schmetterling forder Autonomie
– – uni-, multifokal oder disseminiert Einzelner Punkt auf linkem Flügel des autonomen Schmetterlings vs. mehrere Punkte = Herde auf dem rechten Flügel

– langfristige Einnahme von Amiodaron der Ami- = amerikanische Baron, der versucht wilde Schmetterlinge einzufangen

– iatrogene Überdosierung („Hyperthyreosis factitia“)

– un- oder absichtliche Überdosierung durch Patienten, bspw. bei Anorexie

– passagere Hyperthyreose bei
– – subakuter Thyreoiditis de Quervain kehrender Bruce Wayne = Batman
– – HashimotoThyreoiditis (Autoimmun-Thyreoiditis, geht immer in Schilddrüsenunterfunktion über) Schildkröte mit Japan-Flagge

– selten
– – Schilddrüsenkarzinome Monsterschmetterling im Monster-Truck oder car für Karzinom
– – paraneoplastische TSH-Produktion
– – Hypophysenadenom mit erhöhter TSH-Ausscheidung


Der Morbus Basedow (Morbus „Ich find‘ die Vase doof!“ – Schmetterling hält Vase im Flügel, die er aber nicht besonders leiden kann) wird auch immunogene Hyperthyreose genannt. Es handelt sich um eine Autoimmunerkrankung (Auto des Schmetterlings ist ein Traktor) bei der gegen den TSH-Rezeptor der Schilddrüse gebildete Antikörper zu einer Überstimulation der Schilddrüse und damit Überproduktion der Schilddrüsenhormone T3 und T4 führen, somit kommt es zur klinischen Überfunktion. Die Antikörper werden TRAK (Thyroid Receptor Antikörper) abgekürzt, hierfür steht der Traktor (TRAKtor) im Bild. Der Morbus Basedow wird manchmal (?) auch Grave’s disease genannt, hinterm Traktor sind Grabsteine, engl. grave für Grab. aufgestellt.

Autonome Areale der Schilddrüse entziehen sich der normalen negativen Rückkopplung und Regulation durch Hypothalamus (TRH, Thyroid-releasing-hormone) und Hypophyse (TSH). Überschreiten die nicht unnormalen autonomen Areale eine kritische Masse, führen sie zur Überfunktion. Befördert wird dies durch eine hohe Jodzufuhr (kein Problem in Jodmangelgebieten, Problem bei Gabe von Amiodaron, Kontrastmittel, …, Algen?). Der Schmetterling mit Autonomiebestreben verlangt „Jod und Autonomie!“).

Die Klinik der Hyperthyreose ist mannigfaltig (psychische Veränderungen, Gewichtsverlust, Hypertonie, Schlaflosigkeit, …). Sie wird hier am hyperaktiven Schmetterling, der nach oben schnellt, illustriert. Die vermehrt gebildeten Schilddrüsenhormone steigern den Grundumsatz, die Empfindlichkeit des Herzens auf Katecholamine (hier setzen die therapeutisch genutzten Betablocker an) und die Erregbarkeit von Muskel- und Nervenzellen. Eine Reihe der Symptome lässt sich hiermit bereits herleiten:

– Struma = Kropf (v.a. in Jodmangelgebieten) Schmetterling hat dicken Hals
Herzkreislauf:
– Tachykardien
– mit ggf. Herzrhythmusstörungen kleine Schmetterlinge kommen aus dem Herzen geschossen
– Hypertonie (bei erstmaliger Fragestellung „arterielle Hypertonie“ gehört das TSH zum Ausschluss einer Hyperthyreose als Ursache bestimmt) Schmetterling hat Blutdruckmanschette am Arm
– Angina pectoris (auch bei Hypothyreose möglich; bei Hyperthyreose u.a. wegen des erhöhtem Sauerstoffbedarfs durch die erhöhte Sensibilität auf die Katecholamine möglich) Pfeil auf das Herz des Schmetterlings

Magendarmtrakt
– Heißhunger Schmetterling sagt: „Gibt’s hier irgendwo was zu Essen? Ich hab Heißhunger!“
– bei dennoch Gewichtsabfall Schmetterling verliert Blei-Gewicht mit „kg“ drauf
– ggf. Durchfall Schmetterling hat Durchfall

Muskeln/Nerven
– Adynamie
– Muskelschmerzen (v.a. der Oberschenkel) Schmetterling hat Schmerzen am Flügel, da wo normalerweise der Unterschenkel sitzt
– Hyperreflexie
– vermehrtes Schwitzen

Psyche
– Unruhe
– Reizbarkeit
– Apathie
– Schlafstörungen
– schnelle Ermüdung Schmetterling sagt: „Hab nicht geschlafen, bin müde.“

Sonstiges
– Wärme Intoleranz
– Diffuser Haarasufall Schmetterling verliert Schmetterlingshaar

Speziell bei Morbus Basedow
Merseburg Trias mit
– – Exophthalmus = Endokriner Orbitopathie (60% der Fälle)
– – Struma
– – Tachykardie
Schmetterling auf Traktor, der die Vase doof findet, hat hervorstehende Augen, dicken Hals (Struma) und ebenfalls kleine Schmetterlinge die aus dem schnellen Herzen kommen


Bestimmt werden
– TSH (erniedrigt wegen des negativen Feedbacks bei erhöhten peripheren Hormonen durch die Dauerstimulation der TSH-Rezeptoren durch die TRAK)
– fT4 und fT3 (erhöht)

Da sich dieser Kreislauf mehr der Logik vorbehalten ist, gibt es im Bild jetzt keine Erklärung dazu.

Bei Morbus Basedow werden Schilddrüsenantikörper bestimmt:
– TRAK (Thyroid-Receptor-Antikörper), in 90% positiv der TRAKtor des Schmetterlings
– TPO-AK (Thyreoperoxidase-Antikörper), typischer für die Hashimoto-Thyreoiditis, aber eben auch bei M. Basedow in 70% positiv die Tür im Acker die vom (bzw. per) Ochse gezogen wird, Türe-per-ochse, Thyreoperoxidase-AK
– Tg-AK (Thyreoglobulin-Antikörper), in 20% positiv die Türe mit Globus im Acker, Türe-Globus, Tyreoglobulin

(Echo-)Sonografisch zeigt sich beim Morbus Basedow ein sogenanntes „Vaskuläres Inferno„, d.h. eine massive Mehrdurchblutung des Schilddrüsenparenchyms (unbedingt Bilder bei Google suchen!) der Traktor pflügt den Boden um, es schießen Gefäße und Flammen aus der Hölle empor, Inferno!


Genutzt werden schwefelhaltige Thyreostatika (Thionamide) wie Propylthiouracil, Carbimazol oder Thiamazol). Bei Wirklatenz von einer Woche kann in dringenden Fällen zuvor mit Natriumperchlorat behandelt werden. Bei starker Tachykardie kommen nich-(kardio)-selektive Betablocker wie Propanolol zum Einsatz: Sie mildern dieTachykardie und reduzieren zusätzlich die periphere Konversion von T4 zum deutlichen wirksameren T3.
Diese thyreostatische Therapie läuft gut ein Jahr, bei Euthyreose wird die Dosis reduziert. Es kann zum Rezidiv kommen, ein erneuter Versuch mit Thyreostatika ist möglich. Alternativen sind die operative Verkleinerung der Schilddrüse oder eine Radiojodtherapie.

Quelle: Gerd Herold und Mitarbeiter, Herold Innere Medizin, Gerd Herold
Quelle: Kreuzprogramm: Amboss
Quelle: Wikipedia (de.wikipedia.org)
Artikel: Hyperthyreose

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