Allgemein
Pneumonie: Entzündung des Lungengewebes
Luftiges ‘pneu-money’: Flammen nach Überfall
Die Pneumonie ist eine (rein infektiöse) Entzündung des Lungengewebes.
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Allgemein
Alveoläre Pneumonie
Alv’s Seifenblasen
Die Pneumonie betrifft die Alveolen oder das Interstitium.
2/44
Allgemein
Interstitielle Pneumonie
Interstitch Gewebe
Die interstitielle Pneumonie betrifft das Interstitium, also das Bindegewebe zwischen Alveolen und Blutgefäßen.
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Einteilung
CAP
Kappe
Außerhalb des Krankenhauses erworbene Pneumonien bezeichnet man als ambulant erworbene Pneumonien, engl. CAP: Community-acquired Pneumonia.
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Einteilung
HAP: im Krankenhaus erworben
HArPune neben Krankenhausschild
Pneumonien, die Patienten im Krankenhaus erworben haben, bezeichnet man als nosokomial erworbene Pneumonien, engl. HAP: Hospital-acquired Pneumonia.
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Einteilung
Definition HAP: 48h nach Aufnahme
Krankenhausschild: Tracht-Pfirsich mit Uhr
Eine Pneumonie 48 Stunden nach Aufnahme bezeichnet man als nosokomial erworben.
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Einteilung
Pneumonie unter Immunsuppression (CAP/HAP)
Immunsupprimiertes Bandenmitglied (Kappe/HArPune)
Neben der CAP und der HAP bildet die Pneumonie unter Immunsuppression eine dritte Entität. Diese beinhaltet Pneumonien, die außer oder innerhalb des Krankenhauses erworben wurden.
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Erreger > CAP
Streptococcus pneumoniae (Diplokokken)
Blaue, pneumatische Steppweste (2 Westenteile)
Die drei wichtigsten Erreger der CAP (S3-Leitlinie, Stand 2016) sind Pneumokokken, Mycoplasmen (M. pneumoniae) sowie respiratorische Viren (u. a. Influenza, Parainfluenza, RSV oder Rhinoviren).
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Erreger > CAP
Mycoplasmen
Müde Kuh
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Erreger > CAP
Respiratorische Viren
“Atem-Virus”-Drohne
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Erreger > CAP
Haemophilus influenzae
Bloody Mary
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Erreger > CAP
Staphylococcus aureus
Goldene Trauben
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Erreger > CAP
Legionellen (v. a. bei Ausbrüchen)
Legionär (bricht aus)
Intrazelluläre Legionellen sind v. a. bei lokalen Ausbrüchen und damit Häufungen von Pneumonien ein möglicher Erreger.
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Erreger > HAP
Gramnegative Aerobier
Rote Ganovin mit Luftballon
Die Top 3 der HAP sind weniger eng umgrenzt: Nosokomiale Pneumonien sind häufig durch mehrere Erreger (polymikrobiell) verursacht. Dies sind meist gramnegative Aerobier, grampositive Kokken oder respiratorische Viren.
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Erreger > HAP
Grampositive Kokken
Blaue Ganovin mit Kokken-Anzug
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Erreger > HAP
Respiratorische Viren
“Atem-Virus”-Drohne
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Erreger > HAP
Gramnegative Aerobier: Pseudomonas
Rote Ganovin: Pseudo-Mona-Lisa
Zu den gramnegativen Aerobiern zählen Pseudomonas aeruginosa und Enterobacteriaceae. Zu den Enterobacteriaceae zählen etwa E. coli, Klebsiellen oder Enterobacter.
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Erreger > HAP
Gramnegative Aerobier: Enterobacteriacea (wie E. coli, Klebsiellen)
Rote Ganovin: Enterhaken (E. colibri mit Kleber)
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Erreger > HAP
Gramnegative Aerobier: Enterobacteriacea (wie Enterobacter)
Rote Ganovin: Enterhaken (Entenbäcker)
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Erreger > HAP
Grampositive Kokken: Staph. aureus & Pneumokokken
Blauer Ganove im Kokken-Outfit: Goldene Trauben & pneumatische Weste
Zu den bei nosokomialen Pneumonien besonders relevanten grampositiven Kokken zählen Staphylococcus aureus und Pneumokokken, auch Streptococcus pneumoniae genannt.
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Erreger > Sonstige
Interstitielle Pneumonien v.a. durch Viren & Mykoplasmen
In Interstitch-Gewebe verheddert: Virus & müde Kuh
Entzündungen des Bindegewebes der Lunge (Interstitium) sind v.a. durch Viren und Mykoplasmen bedingt. Entsprechend anders ist hier auch die Klinik.
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Erreger > Sonstige
Miliarpneumonie: Tuberkulose
Militärweste mit Tuben
Speziell ist die Miliarpneumonie: Sie zeichnet sich durch kleine, verstreute Infiltrate aus (Abb. 606) – verursacht etwa durch die hämatogene Aussaat des Tuberkulose-Erregers Mycobacterium tuberculosis.
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Erreger > Sonstige
Durch Impfungen: ↓Pneumokokken & ↓Haemophilus influenzae
Impf-Geschoss erledigt Ganoven mit pneum. Weste & Bloody Mary
Die Impfung gegen Pneumokokken bei Kindern und Älteren sowie die Impfung gegen Haemophilus influenzae Typ B (Hib) führt zu rückläufigen Anteilen dieser Erreger an der CAP.
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Klinik > Typische Pneumonie
Typische P.: Plötzlicher Beginn mit ↑ Fieber
Tüten Pneu-Money: ↑ Fieber-Bär kommt rasch aus Tür
Die typische Pneumonie äußert sich durch einen plötzlichen Krankheitsbeginn mit deutlichen Symptomen wie ↑ Fieber. Im Zusammenspiel mit der Klinik sind neue Infiltrate im Röntgen entscheidend, s. Pneuomnie 2.
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Klinik > Typische Pneumonie
Produktiver Husten
Produziert Husten
Der begleitende Husten ist produktiv, d.h. es kommt zu eitrigem (gelblich-grünlichem) Auswurf.
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Klinik > Typische Pneumonie
Tachy- und Dyspnoe
Lunge rast und ist außer Atem
Patienten atmen schnell und bekommen schlecht Luft (Tachypnoe und Dyspnoe). Die Atemfrequenz (AF) sollte grundsätzlich erhoben werden (auch im Verlauf), s. auch Teil 2.
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Klinik > Typische Pneumonie
Schmerzhafte Atmung bei Lungenfellentzündung
Schmerzverzerrter Lungenflügel (mit brennendem Fell)
Ist auch das Lungenfell betroffen, spricht man von einer Lungenfellentzündung. Diese äußert sich durch eine schmerzhafte Atmung.
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Klinik > Atypische Pneumonie
Atypische P.: Schleichender Beginn
Geld nicht in Tüten: kriecht langsam
Die atypische Pneumonie ist durch diffusere Befunde charakterisiert: Ihr Beginn ist schleichend.
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Klinik > Atypische Pneumonie
Kopf- & Gliederschmerzen, Atemnot, trockener Husten
Kopf- & Gliederschmerzen, außer Atem, Trockner
Patienten klagen eher über grippale Symptome mit Kopf- und Gliederschmerzen, das Fieber ist nur leicht, der Husten trocken (d. h. ohne eitriges Sputum). Atemnot ist ein wichtiger Hinweis.
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Klinik > Atypische Pneumonie
Entzündungsparameter nur diskret verändert
Dezente Hinweise auf Brand durch Rauch
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Klinik > Atypische Pneumonie
C(U)RB-65-Score: Confusion, Hypotonie
KORB-65: Konfuzius verwirrt Hippo Toni
Der C(U)RB-65-Score dient der Risikostratifizierung, ob ambulante Patienten für die Pneumonie-Behandlung stationär aufzunehmen sind. Pro erfülltem Kriterium gibt es 1 Punkt: Verwirrung (C wie confusion), (Urea/Harnstoff), ↑Respiratory rate ≥ 30, sowie systolisch < 90 / diastolisch < 60 mmHg, Hypotonie (B wie blood pressure), Alter ≥ 65y.
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Diagnostik > Klinische Untersuchung
↑Stimmfremitus: “99” (Handinnenflächen auf Patientenrücken)
"99" (Handinnenflächen auf Ganovenrücken)
Der Stimmfremitus erfasst die Vibrationsleitung des Lungengewebes auf den Brustkorb. Der Patient sagt mit tiefer Stimme “99”, während der Untersucher die Handinnenflächen auf dem Rücken des Patienten hält. Der Stimmfremitus ist bei Pneumonie verstärkt (positiv), da das Lungengewebe verdichtet ist.
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Diagnostik > Klinische Untersuchung
Auskultation: Feinblasige, klingende Rasselgeräusche – fehlt oft bei atypischer Pneumonie
Feine Blasen, Rassel – bei ohne Tüten Überfall Rassel verloren
Die Auskultation der Lunge ergibt bei typischer Pneumonie in der Regel feinblasige, klingende Rasselgeräusche. Bei atypischer Pneumonie wiederum fehlen diese häufig.
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Diagnostik > Klinische Untersuchung
↑Bronchophonie (“66”) über infiltrierten Arealen
Lautes, braunes Grammophon: “66” aus besetztem Areal (Ganove hinter Fenster)
Bei Pneumonie lässt sich eine verstärkte Bronchophonie feststellen. Hierzu lässt man den Patienten während der Auskultation mit leiser, zischender Stimme “66” sagen. Über infiltrierten Arealen wird die Zahl besser vernommen.
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Diagnostik > Labor
↑Leukozytose
↑Weiße Luftballons
Eine Lungenentzündung geht mit ↑Entzündungszeichen einher: ↑Leukozytenzahl im Blutbild, ↑CRP, BSG und PCT.
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Diagnostik > Labor
↑CRP
↑CRP-Bombe
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Diagnostik > Labor
↑BSG
↑Sturzflugzeug
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Diagnostik > Labor
↑PCT: höchste Spezifität für Nachweis bakterieller Pneumonie
↑Milch-Tonne: Protektor-Spiegel zielt auf Ganoven
Procalcitonin hat höchste Spezifität für den Nachweis einer bakteriellen Pneumonie. Es steigt schnell an und fällt nach Abklingen der Entzündungsreaktion schnell wieder ab. Bei nicht-bakteriellen Entzündungen wie auch Tumoren oder Autoimmunerkrankungen ist es meist nicht erhöht.
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Diagnostik > Labor
BGA: Ausschluss respiratorischer Insuffizienz
BKA untersucht kaputte Lüftung auf Defekt
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Diagnostik > Labor
Hyperkapnie nicht durch Pulsoxymetrie erfasst
Puls-Ochse kann Lüftungsanlage nicht fassen
Eine respiratorische Insuffizienz wird mittels der Pulsoxymetrie nicht erfasst und erfordert eine Sauerstoffgabe. Die Pulsoxymetrie gibt lediglich eine Aussage über die Sauerstoffsättigung des Blutes, nicht jedoch über den Status des CO2. Siehe Merkbild zur Blutgasanalyse bzw. unsere Grundlagen zur Physiologie der Atmung.
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Diagnostik > Erregerdiagnostik bei stationärer Aufnahme
Blutkulturen: 2x aerob, 2x anaerob
Blutkulturfläschchen: 2x an Luftballons, 2x ohne
Zur Identifizierung eines Erregers müssen vor (!) Einleitung der antibiotischen Therapie mindestens zwei Blutkulturpaare (je aerob und anaerob) möglichst an verschiedenen Punktionsstellen abgenommen werden, also insgesamt vier Fläschchen.
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Diagnostik > Erregerdiagnostik bei stationärer Aufnahme
Urin: Legionellenantigen bei Verdacht
Urin des Legionärs wird untersucht
Mittlerweile ist auch ein Antigentest auf Pneumokokken im Urin möglich.
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Diagnostik > Erregerdiagnostik bei stationärer Aufnahme
Sputumkultur (Sputum ≠ Speichel): möglichst morgens
Hustet in Morgenkaffee
Die Sputumkultur untersucht abgehustetes Material der Atemwege (nicht den Speichel). Vorzugsweise erfolgt sie morgens nach Dekontamination des Mundraumes. Die Analyse sollte rasch (innerhalb von zwei bis vier h) erfolgen.
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Diagnostik > Erregerdiagnostik bei stationärer Aufnahme
Influenza-Test bei saisonalem Geschehen
Werbung für “Die Influenzerin Season 2”
Bei epidemiologischen Hinweisen auf ein aktuelles Influenza-Geschehen sollte ein Influenza-Test erfolgen.
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Speziell ist die Miliarpneumonie: sie zeichnet sich durch kleine, verstreute Infiltrate aus – verursacht etwa durch die hämatogene Aussaat des Tuberkulose-Erregers Mycobacterium tuberculosis. Die verstreuten Infiltrate werden auch “Schneegestöber“ genannt.
Das ist ein Röntgenthorax eines 88-jährigen Mannes, etwa eine Woche nach Beginn von Fieber, Müdigkeit und leichtem Husten. In Laboruntersuchungen wurden sowohl das Influenza-A-Virus als auch Haemophilus influenzae nachgewiesen. Die Aufnahme zeigt multifokale, fleckige Verdichtungen, vorwiegend im rechten Oberlappen.
Ein Röntgenthorax eines 67-jährigen Mannes mit einem deutlich keilförmigen Areal von Verschattung im rechten Lungenflügel, typisch für eine akute bakterielle Lobärpneumonie, die den rechten Mittellappen betrifft. Eine Kultur aus dem Nasen-Rachen-Raum ergab lediglich Moraxella catarrhalis, vermutlich jedoch nicht der Erreger der Lungeninfektion.
Auf diesem Röntgenthorax sieht man milchglasartige, fleckige Verdichtungen im linken Lungenlappen. Es sind keine klare, homogene Verschattung wie bei einer typischen Lobärpneumonie zu sehen. In diesem Fall handelt es sich um Mykoplasmen.
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https://www.meditricks.de/wp-content/plugins/meditricks-mt-quiz/include/
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53378
Was ist Ankizin?
Ankizin ist ein Projekt der AG Medizinische-Ausbildung bvmd e.V.
Es ist das größte non-profit, studentisch organisierte Anki-Projekt im deutschsprachigen Raum.
Ziel ist die Umsetzung des gesamten notwendigen Wissens für alle medizinischen Staatsexamina.
In freundlicher Kooperation bieten wir im Ankizin-Deck passgenau unsere Merkhilfen in den jeweiligen Anki-Karten an. Die so verknüpften Fragen kannst Du mit freundlicher Genehmigung der bvmd auch hier als Quiz ansehen.
Du findest alle Inhalte auch im Ankizin-Deck in Anki.
Es ist das größte non-profit, studentisch organisierte Anki-Projekt im deutschsprachigen Raum.
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Allgemein
Luftiges ‘pneu-money’: Flammen nach Überfall
Die Pneumonie ist eine (rein infektiöse) Entzündung des Lungengewebes.
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2
Allgemein
Alv’s Seifenblasen
Die Pneumonie betrifft die Alveolen oder das Interstitium.
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3
Allgemein
Interstitch Gewebe
Die interstitielle Pneumonie betrifft das Interstitium, also das Bindegewebe zwischen Alveolen und Blutgefäßen.
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4
Einteilung
Kappe
Außerhalb des Krankenhauses erworbene Pneumonien bezeichnet man als ambulant erworbene Pneumonien, engl. CAP: Community-acquired Pneumonia.
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5
Einteilung
HArPune neben Krankenhausschild
Pneumonien, die Patienten im Krankenhaus erworben haben, bezeichnet man als nosokomial erworbene Pneumonien, engl. HAP: Hospital-acquired Pneumonia.
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Einteilung
Krankenhausschild: Tracht-Pfirsich mit Uhr
Eine Pneumonie 48 Stunden nach Aufnahme bezeichnet man als nosokomial erworben.
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Einteilung
Immunsupprimiertes Bandenmitglied (Kappe/HArPune)
Neben der CAP und der HAP bildet die Pneumonie unter Immunsuppression eine dritte Entität. Diese beinhaltet Pneumonien, die außer oder innerhalb des Krankenhauses erworben wurden.
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Erreger > CAP
Blaue, pneumatische Steppweste (2 Westenteile)
Die drei wichtigsten Erreger der CAP (S3-Leitlinie, Stand 2016) sind Pneumokokken, Mycoplasmen (M. pneumoniae) sowie respiratorische Viren (u. a. Influenza, Parainfluenza, RSV oder Rhinoviren).
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Erreger > CAP
Legionär (bricht aus)
Intrazelluläre Legionellen sind v. a. bei lokalen Ausbrüchen und damit Häufungen von Pneumonien ein möglicher Erreger.
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Extra Info / Trivia
Weitere Pneumonie-Erreger sind Chlamydien (untergeordnete Rolle laut S3-Leitlinie), Tuberkulose, Influenza, CMV, Pneumocystis jirovecii oder Aspergillen. Viren machen ca. 30 % der CAP-Erreger aus. Ob sie die Erreger der CAP sind oder die CAP die Besiedelung durch Bakterien ermöglichen, ist unklar.
Weitere Pneumonie-Erreger sind Chlamydien (untergeordnete Rolle laut S3-Leitlinie), Tuberkulose, Influenza, CMV, Pneumocystis jirovecii oder Aspergillen. Viren machen ca. 30 % der CAP-Erreger aus. Ob sie die Erreger der CAP sind oder die CAP die Besiedelung durch Bakterien ermöglichen, ist unklar.
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Erreger > HAP
Rote Ganovin mit Luftballon
Die Top 3 der HAP sind weniger eng umgrenzt: Nosokomiale Pneumonien sind häufig durch mehrere Erreger (polymikrobiell) verursacht. Dies sind meist gramnegative Aerobier, grampositive Kokken oder respiratorische Viren.
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Erreger > HAP
Rote Ganovin: Pseudo-Mona-Lisa
Zu den gramnegativen Aerobiern zählen Pseudomonas aeruginosa und Enterobacteriaceae. Zu den Enterobacteriaceae zählen etwa E. coli, Klebsiellen oder Enterobacter.
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Erreger > HAP
Rote Ganovin: Enterhaken (E. colibri mit Kleber)
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Erreger > HAP
Rote Ganovin: Enterhaken (Entenbäcker)
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Erreger > HAP
Blauer Ganove im Kokken-Outfit: Goldene Trauben & pneumatische Weste
Zu den bei nosokomialen Pneumonien besonders relevanten grampositiven Kokken zählen Staphylococcus aureus und Pneumokokken, auch Streptococcus pneumoniae genannt.
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Erreger > Sonstige
In Interstitch-Gewebe verheddert: Virus & müde Kuh
Entzündungen des Bindegewebes der Lunge (Interstitium) sind v.a. durch Viren und Mykoplasmen bedingt. Entsprechend anders ist hier auch die Klinik.
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Erreger > Sonstige
Militärweste mit Tuben
Speziell ist die Miliarpneumonie: Sie zeichnet sich durch kleine, verstreute Infiltrate aus (Abb. 1) – verursacht etwa durch die hämatogene Aussaat des Tuberkulose-Erregers Mycobacterium tuberculosis.
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23
Erreger > Sonstige
Impf-Geschoss erledigt Ganoven mit pneum. Weste & Bloody Mary
Die Impfung gegen Pneumokokken bei Kindern und Älteren sowie die Impfung gegen Haemophilus influenzae Typ B (Hib) führt zu rückläufigen Anteilen dieser Erreger an der CAP.
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Klinik > Typische Pneumonie
Tüten Pneu-Money: ↑ Fieber-Bär kommt rasch aus Tür
Die typische Pneumonie äußert sich durch einen plötzlichen Krankheitsbeginn mit deutlichen Symptomen wie ↑ Fieber. Im Zusammenspiel mit der Klinik sind neue Infiltrate im Röntgen entscheidend, s. Pneuomnie 2.
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25
Klinik > Typische Pneumonie
Produziert Husten
Der begleitende Husten ist produktiv, d.h. es kommt zu eitrigem (gelblich-grünlichem) Auswurf.
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Klinik > Typische Pneumonie
Lunge rast und ist außer Atem
Patienten atmen schnell und bekommen schlecht Luft (Tachypnoe und Dyspnoe). Die Atemfrequenz (AF) sollte grundsätzlich erhoben werden (auch im Verlauf), s. auch Teil 2.
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Klinik > Typische Pneumonie
Schmerzverzerrter Lungenflügel (mit brennendem Fell)
Ist auch das Lungenfell betroffen, spricht man von einer Lungenfellentzündung. Diese äußert sich durch eine schmerzhafte Atmung.
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Klinik > Atypische Pneumonie
Geld nicht in Tüten: kriecht langsam
Die atypische Pneumonie ist durch diffusere Befunde charakterisiert: Ihr Beginn ist schleichend.
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Klinik > Atypische Pneumonie
Kopf- & Gliederschmerzen, außer Atem, Trockner
Patienten klagen eher über grippale Symptome mit Kopf- und Gliederschmerzen, das Fieber ist nur leicht, der Husten trocken (d. h. ohne eitriges Sputum). Atemnot ist ein wichtiger Hinweis.
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Klinik > Atypische Pneumonie
Dezente Hinweise auf Brand durch Rauch
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Klinik > Atypische Pneumonie
KORB-65: Konfuzius verwirrt Hippo Toni
Der C(U)RB-65-Score dient der Risikostratifizierung, ob ambulante Patienten für die Pneumonie-Behandlung stationär aufzunehmen sind. Pro erfülltem Kriterium gibt es 1 Punkt: Verwirrung (C wie confusion), (Urea/Harnstoff), ↑Respiratory rate ≥ 30, sowie systolisch < 90 / diastolisch < 60 mmHg, Hypotonie (B wie blood pressure), Alter ≥ 65y.
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Diagnostik > Klinische Untersuchung
"99" (Handinnenflächen auf Ganovenrücken)
Der Stimmfremitus erfasst die Vibrationsleitung des Lungengewebes auf den Brustkorb. Der Patient sagt mit tiefer Stimme “99”, während der Untersucher die Handinnenflächen auf dem Rücken des Patienten hält. Der Stimmfremitus ist bei Pneumonie verstärkt (positiv), da das Lungengewebe verdichtet ist.
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Diagnostik > Klinische Untersuchung
Feine Blasen, Rassel – bei ohne Tüten Überfall Rassel verloren
Die Auskultation der Lunge ergibt bei typischer Pneumonie in der Regel feinblasige, klingende Rasselgeräusche. Bei atypischer Pneumonie wiederum fehlen diese häufig.
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Diagnostik > Klinische Untersuchung
Lautes, braunes Grammophon: “66” aus besetztem Areal (Ganove hinter Fenster)
Bei Pneumonie lässt sich eine verstärkte Bronchophonie feststellen. Hierzu lässt man den Patienten während der Auskultation mit leiser, zischender Stimme “66” sagen. Über infiltrierten Arealen wird die Zahl besser vernommen.
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Diagnostik > Labor
↑Weiße Luftballons
Eine Lungenentzündung geht mit ↑Entzündungszeichen einher: ↑Leukozytenzahl im Blutbild, ↑CRP, BSG und PCT.
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Diagnostik > Labor
↑Milch-Tonne: Protektor-Spiegel zielt auf Ganoven
Procalcitonin hat höchste Spezifität für den Nachweis einer bakteriellen Pneumonie. Es steigt schnell an und fällt nach Abklingen der Entzündungsreaktion schnell wieder ab. Bei nicht-bakteriellen Entzündungen wie auch Tumoren oder Autoimmunerkrankungen ist es meist nicht erhöht.
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Diagnostik > Labor
BKA untersucht kaputte Lüftung auf Defekt
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Diagnostik > Labor
Puls-Ochse kann Lüftungsanlage nicht fassen
Eine respiratorische Insuffizienz wird mittels der Pulsoxymetrie nicht erfasst und erfordert eine Sauerstoffgabe. Die Pulsoxymetrie gibt lediglich eine Aussage über die Sauerstoffsättigung des Blutes, nicht jedoch über den Status des CO2. Siehe Merkbild zur Blutgasanalyse bzw. unsere Grundlagen zur Physiologie der Atmung.
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Diagnostik > Erregerdiagnostik bei stationärer Aufnahme
Blutkulturfläschchen: 2x an Luftballons, 2x ohne
Zur Identifizierung eines Erregers müssen vor (!) Einleitung der antibiotischen Therapie mindestens zwei Blutkulturpaare (je aerob und anaerob) möglichst an verschiedenen Punktionsstellen abgenommen werden, also insgesamt vier Fläschchen.
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42
Diagnostik > Erregerdiagnostik bei stationärer Aufnahme
Urin des Legionärs wird untersucht
Mittlerweile ist auch ein Antigentest auf Pneumokokken im Urin möglich.
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Diagnostik > Erregerdiagnostik bei stationärer Aufnahme
Hustet in Morgenkaffee
Die Sputumkultur untersucht abgehustetes Material der Atemwege (nicht den Speichel). Vorzugsweise erfolgt sie morgens nach Dekontamination des Mundraumes. Die Analyse sollte rasch (innerhalb von zwei bis vier h) erfolgen.
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Diagnostik > Erregerdiagnostik bei stationärer Aufnahme
Werbung für “Die Influenzerin Season 2”
Bei epidemiologischen Hinweisen auf ein aktuelles Influenza-Geschehen sollte ein Influenza-Test erfolgen.
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Miliartuberkulose, Röntgenbild - Speziell ist die Miliarpneumonie: sie zeichnet sich durch kleine, verstreute Infiltrate aus – verursacht etwa durch die hämatogene Aussaat des Tuberkulose-Erregers Mycobacterium tuberculosis. Die verstreuten Infiltrate werden auch “Schneegestöber“ genannt.
Influenza im Röntgen - Das ist ein Röntgenthorax eines 88-jährigen Mannes, etwa eine Woche nach Beginn von Fieber, Müdigkeit und leichtem Husten. In Laboruntersuchungen wurden sowohl das Influenza-A-Virus als auch Haemophilus influenzae nachgewiesen. Die Aufnahme zeigt multifokale, fleckige Verdichtungen, vorwiegend im rechten Oberlappen.
Lobärpneumonie Röntgenbild - Ein Röntgenthorax eines 67-jährigen Mannes mit einem deutlich keilförmigen Areal von Verschattung im rechten Lungenflügel, typisch für eine akute bakterielle Lobärpneumonie, die den rechten Mittellappen betrifft. Eine Kultur aus dem Nasen-Rachen-Raum ergab lediglich Moraxella catarrhalis, vermutlich jedoch nicht der Erreger der Lungeninfektion.
Atypische Pneumonie - Auf diesem Röntgenthorax sieht man milchglasartige, fleckige Verdichtungen im linken Lungenlappen. Es sind keine klare, homogene Verschattung wie bei einer typischen Lobärpneumonie zu sehen. In diesem Fall handelt es sich um Mykoplasmen.
Kucharek, I.; Bednarz, K.; Sybilski, A.J (https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Mycoplasma_pneumoniae.webp), „Mycoplasma pneumoniae“
CC BY 4.0
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