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Cumarine

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Grundlagen
Cumarine = Vitamin-K-Antagonisten (VKA)
Kuh-Marine der Volks-Republik Klein-Antarsien (VKA)
1/37
Grundlagen
Dienen der Blutverdünnung → Orale Antikoagulantien (OAK)
Aufsicht über den Blut-Fluss → Ober-Aufsichts-Kommando (OAK)
Im Gegensatz zu Heparin können Cumarine (ebenso wie DOAKs) oral eingenommen werden und sind so optimal für die ambulante Antikoagulation.
2/37
Grundlagen
Phenprocoumon und Warfarin
Fee-Kuh mit Mohnblume → Wahrsagerin
Phenprocoumon wird am häufigsten in Deutschland, der Schweiz und anderen EU-Ländern verwendet; Warfarin hingegen ist weiter verbreitet in den USA.
3/37
Wirkmechanismus
Körper produziert Gerinnungsfaktoren (u.a. aus Vitamin K)
Staat baut Staustufen (Kohl durch vitale Kähne angeliefert)
Kohl gilt als Vitamin K-reich und ist daher hier auf den Schiffen zu sehen.
4/37
Wirkmechanismus
Synthesehemmung der Vitamin-K-abhängigen Gerinnungsfaktoren (II, VII, IX, X)
Kuh-Marine entert Bauschiff (Jahrgang 1972)
Abb. 377 Merkhilfe: 1972 war das Jahr der olympischen Spiele in München.
5/37
Wirkmechanismus
Synthesehemmung fibrinolytischer Proteine C, S, Z; kurze HWZ
Entern des Fibrillen-Fluss-Baggers aus Tschechien (Czech Rebublic); geht schnell unter
6/37
Wirkmechanismus
↑Thrombosegefahr durch ↓Fibrinolyse (Proteine C, S, Z fehlen)
Blutfluss verstopft, da Fibrillen nicht weggeräumt (tschechischer Bagger kaputt)
Die Gerinnungsfaktoren 1972 haben eine längere HWZ als die gerinnungshemmenden Proteine C, S und Z. Daher setzt die gewünschte gerinnungshemmende Wirkung erst verzögert ein. Initial steigt die Thrombosegefahr an.
7/37
Wirkmechanismus
Kompetitive Hemmung der Vitamin-K1-Reduktase
Kuh-Marine kämpft mit Kahn um Reh-Hasen
VKA konkurrieren kompetitiv mit Vitamin K um die Bindungsstelle der Vitamin-K1-Reduktase. Diese umfasst die Vitamin-K-Epoxid-Reduktase und Vitamin-K-Chinon-Reduktase. 1972 werden aufgrund der Hemmung unvollständig synthetisiert.
8/37
Wirkmechanismus
Wirkung ab ca. 3 Tagen → ⌀ Einfluss auf fertige Faktoren
Drei davonfahrende Bauschiffe verpasst
Der Wirkeintritt ist durch die HWZ der fertigen Faktoren limitiert.
9/37
Nebenwirkungen
Harmlose bis schwerwiegende Blutungen (z.B. GIT- und ZNS-Blutungen)
Zerstörung der Staustufe → Überschwemmung durch Blut-Fluss (Gastro/ Imbiss betroffen, Besitzerin schlägt sich Kopf blutig)
VKA führen zu vergleichsweise harmlosen Blutungen (Zahnfleischblutungen, Nasenbluten, Blut im Urin) bis hin zu schwerwiegenden Blutungskomplikationen.
10/37
Nebenwirkungen
Einweisung und meist cCT bei relevantem Sturz
Krankenwagen; Donut erinnert an CT-Ring
Unter VKA herrscht bei relevanten (nicht-leichten) Stürzen ein erhöhtes Risiko für intrazerebrale Blutungen (blutüberströmter Kopf). Dies gilt es abzuklären → cCT!
11/37
Nebenwirkungen
Subgruppen bei erhöhter Blutungsgefahr beachten
Suppenküche für Blutsuppe
Aus Angst vor intrazerebralen Blutungen wird bei erhöhtem Sturzrisiko teils auf OAK verzichtet (Risikoabschätzung → HAS-BLED-Score). In Studien zeigt die OAK, je nach Subgruppenanalyse, jedoch auch Vorteile in der Anzahl verhinderter ischämischer Schlaganfälle. Primär sollten also die Sturzrisiken minimiert und Risikofaktoren für Blutungen reduziert werden, um dann VKA einsetzen zu können.
12/37
Nebenwirkungen
Cumarin-Nekrose wenige Tage nach Therapiebeginn
Verbrannter, löchriger, neu eroberter Anleger der Kuh-Marine
Die Cumarin-Nekrose betrifft die Haut und das subkutane Fettgewebe, meist am Körperstamm (Anleger auf Stämmen). Mit einer Inzidenz unter 0,1 % ist sie sehr selten. Wenige Tage nach Therapiebeginn erscheinen druckempfindliche, fleckförmige Hautveränderungen; Endstadium ist eine Nekrose (verbrannter Anleger).
13/37
Nebenwirkungen
Cumarin-Nekrose verhindern → simultane Heparingabe, mittlere Aufsättigung
Mandarine mit Feuerlöscher, mittelgroßes Spielzeug-U-Boot
Ursache der Cumarin-Nekrose ist vermutlich die anfänglich erhöhte Gerinnungsneigung durch die früher eintretende Hemmung der fibrinolytischen Proteine C, S und Z (Folge: Hyperkoagulabilität). Die simultane Gabe von Heparin sowie eine mittlere Aufsättigungsdosis Cumarin reduzieren diese Gefahr.
14/37
Nebenwirkungen
Haarausfall (Selbstlimitierend, selten)
Verliert Perücke (kann sie selbst wieder aufheben)
15/37
Indikationen
1. Wahl: Thromboembolieprophylaxe bei mech. Klappenersatz
Lachsfarbener Profi-Pirat mit Trompete in Strumpfhosen auf mechanischem Raddampfer
16/37
Indikationen
Vorhofflimmern
Flimmer-TV mit Herz
Hier sind VKA ebenfalls die 1. Wahl zur Thromboembolieprophylaxe.
17/37
Indikationen
Phlebothrombose
Venen-blaue Strumpfhose;
VKA dienen der Behandlung und Prophylaxe thromboembolischer Erkrankungen, wie bspw. der Phlebothrombose oder der Lungenembolie. Für die initiale Akuttherapie sind sie aufgrund des verzögerten Wirkeintritts jedoch nicht geeignet.
18/37
Indikationen
Lungenembolie
Bowling ("Lungenem-BOWLI-e")
19/37
Kontraindikationen
Schwangerschaft und Stillzeit
Schwangere Kuh mit Milchflasche weint
VKA sind während der Schwangerschaft und Stillzeit kontraindiziert, da sie plazenta- und muttermilchgängig sind.
20/37
Kontraindikationen
Erhöhte Blutungsbereitschaft z.B. durch schwere Leber-/Niereninsuffizienz, Thrombozytopenie
Niere und Leber im Suff hauen sich mit Trompete und Pennies blutig
21/37
Kontraindikationen
Läsionen des Gefäßsystems, unkontrollierte Hypertonie (Diastolisch > 110 mmHg), floride Endokarditis
Lädierte Vase, Hyper-Toni-Dia, überwucherte Herz-Klappe
Gefahr von Massenblutungen unter VKA bei Läsionen des Gefäßsystems sowie unkontrollierter Hypertonie und vielen weiteren Ursachen wie Operationen und Traumen. Eine floride Endokarditis geht mit erhöhtem Risiko für sekundäre Masseneinblutungen im ZNS einher.
22/37
Interaktionen
Zahlreich, CYP3A4 (Abbau), Vitamin-K-haltige Lebensmittel
Zahlreiche Verkehrsteilnehmer, Zypresse mit drei A4-Blättern (droht Schiff zu versenken), vitale Kähne mit grünem Gemüse
VKA unterliegen zahlreichen Interaktionen. Diese betreffen zum einen Vitamin-K-haltige Lebensmittel (grünes Gemüse wie Spinat und Kohl) und zum anderen den Abbau der Cumarine durch CYP3A4 sowie CYP2C9. Substanzen mit Einfluss auf CYP3A4 beschleunigen oder verlangsamen die Abbaurate von VKA.
23/37
Interaktionen
Vitamin-K-synthetisierender Darmflora, Cave Antibiose
Vitaler Kahn mit Bakteriendame Flora überfallen von Antibiotika
Vitamin K wird im Darm von Bakterien synthetisiert und dann vom Körper aufgenommen. Unter Antibiose kann die Darmflora geschädigt werden und es steht weniger Vitamin K zur Verfügung. Dadurch überwiegt die Gerinnungshemmung und die Blutungsgefahr steigt.
24/37
Interaktionen
Verdrängung aus Plasmaeiweißbindung durch Sulfonamide/ Sulfonylharnstoffe, NSAR
Verdrängung von weißer Eis-Scholle durch gelbes Schlauchboot (engl. sulfur, Schwefel: gelb) mit NASA-Rakete
VKA haben eine hohe Eiweißbindung. Bereits eine geringe Verdrängung der VKA von den Plasmaproteinen kann die gerinnungshemmende freie Konzentration erhöhen.
25/37
Klinische Aspekte > Therapie
Therapiekontrolle mittels INR – meist 2,5
Steuerfrau wird mit Indischen Rupien bezahlt – Schwan, fünf Scheine
In der Regel wird ein Ziel-INR von 2-3 angestrebt. Mechanische Herzklappen bilden eine Ausnahme → Ziel-INR hier 2,5-3,5.
26/37
Klinische Aspekte > Therapie
Schlechte Steuerbarkeit aufgrund verzögerter Wirkung
Schlingerkurs des U-Boots
Effekte von Dosisanpassungen treten verzögert ein, nach etwa 24-72 Stunden (HWZ der Gerinnungsfaktoren).
27/37
Klinische Aspekte > Therapie
Ziel-INR → fester Wert (keine Spanne) → Therapiesicherheit ↑
Steuerfrau hat ein Ziel-Fernrohr → sichere Navigation
2,5 ist als Ziel-INR z.B. geeigneter als 2-3.
28/37
Klinische Aspekte > Therapie
Kontrollintervalle von 18 Tagen (zu Beginn engmaschiger)
Knoten-Geschwindigkeitsmesser mit Kerze und Sanduhr (Abstände der Knoten werden länger)
Innerhalb der ersten Zeit sollte die INR-Kontrolle enger erfolgen, bis die Intervalle dann auf zwei Wochen verlängert werden können. Nach drei Monaten wird das Ziel oft stabil erreicht, die Intervalle können jetzt auf 18 Tage erhöht werden.
29/37
Klinische Aspekte > Therapie
12-Stundenregel bei vergessener Dosis
Fee-Kuh hat halben Schwimmring vergessen
Wird die Einnahme einer Dosis vergessen, sollte diese laut Herstellern/Experten innerhalb von max. 12 Stunden nachgeholt werden, ansonsten wird sie ausgelassen.
30/37
Klinische Aspekte > Therapie
Cave: NSAR, INR-Kontrollen (bei zusätzlichen Medikamenten oder Dosisanpassungen)
NASA-Astronautin betritt Schiff (= neues Mitglied), kontrolliert INR-Schatztruhe
Die INR sollte grundsätzlich bei allen zusätzlichen Medikamenten und Dosisanpassungen kontrolliert werden. Einige NSAR erhöhen das Blutungsrisiko jedoch auch über ihre Thrombozyten-hemmende Wirkung ohne Veränderung der INR.
31/37
Klinische Aspekte > Therapie
Keine generelle Anpassung der Ernährungsgewohnheiten
Ausgewogener Essensvorrat
Es wird eine abwechslungsreiche Kost empfohlen → einseitige Ernährung vermeiden (“nur Kohl”). Der INR-Wert wird aber selbst durch grünes Gemüse nur unwesentlich beeinflusst.
32/37
Klinische Aspekte > Interventionen
Impfung unter Medikation subkutan wegen Blutungsrisiko
Impf-Bunker im Kuh-Tarnmuster unter der Erde
Unter VKA sollen wegen des erhöhten Blutungsrisikos keine intramuskulären Injektionen erfolgen. Die subkutane Gabe der Impfstoffe wird empfohlen (jedoch keine Studiendaten zur Effektivität).
33/37
Klinische Aspekte > Interventionen
Phenprocoumon vor OPs absetzen → Bridging mit Heparin
Brücke mit Mandarine samt Skalpell
Vor OPs wird Phenprocoumon abgesetzt und Heparin ab einer INR von ca. 2,0 angesetzt, um die Gerinnungshemmung bis zur OP zu überbrücken. Am OP-Tag selbst wird auch Heparin kurzzeitig ausgelassen. Postoperativ werden Phenprocoumon und Heparin gegeben, bis der INR-Wert wieder im sicheren, gerinnungshemmenden Bereich liegt. Phenprocoumon hat eine deutlich längere HWZ als Warfarin, so dass dieses Vorgehen hier nötig ist.
34/37
Klinische Aspekte > Interventionen
Keine Vitamin-K-Antagonisten bei HIT
Mandarine lässt Trompete fallen und demonstriert gegen VKA
In der Akutphase der HIT darf keine orale Antikoagulation (OAK) erfolgen, entsprechend auch keine Gabe von VKA. Diese würden das Risiko für Thromboembolien und eine Cumarin-Nekrose erhöhen.
35/37
Klinische Aspekte > Überdosierung
Ab INR > 5
Heli mit 5 Rotorblättern
36/37
Klinische Aspekte > Überdosierung
Gabe von Konakion, Frischplasma oder PPSB
Kohl-Spion, Fisch mit Plasma-Kanone und viele, konzentrierte Trompeten auf vitalem Kahn
Das Vorgehen hängt vom INR-Wert ab.
37/37
Einleitung
Geschichte
Kapitel 7
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Wirkungsmechanismus Cumarine
Cumarine hemmen das Enzym Vitamin-K-Reduktase, das für die Aktivierung von Vitamin K verantwortlich ist. Die Aktivierung von Gerinnungsfaktoren II, VII, IX und X wird durch Vitamin K reguliert. Cumarine stören diesen Prozess, indem sie die Bildung der aktiven Formen dieser Gerinnungsfaktoren verhindern.
Purpura bei Thrombozytopenie
Die Abbildung zeigt eine rechte obere Extremität mit großflächiger Purpura infolge einer Thrombozytopenie bei septischem Schock. In solchen Fällen sind Cumarine kontraindiziert, da sie das Blutungsrisiko erheblich steigern.
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https://www.meditricks.de/wp-content/plugins/meditricks-mt-quiz/include/
n
57230
Was ist Ankizin?
Ankizin ist ein Projekt der AG Medizinische-Ausbildung bvmd e.V.

Es ist das größte non-profit, studentisch organisierte Anki-Projekt im deutschsprachigen Raum.
Ziel ist die Umsetzung des gesamten notwendigen Wissens für alle medizinischen Staatsexamina.

In freundlicher Kooperation bieten wir im Ankizin-Deck passgenau unsere Merkhilfen in den jeweiligen Anki-Karten an. Die so verknüpften Fragen kannst Du mit freundlicher Genehmigung der bvmd auch hier als Quiz ansehen.

Du findest alle Inhalte auch im Ankizin-Deck in Anki.
Anki-Karten für das Medizinstudium
Frage 1 / 6
Freitext

Welche Gerinnungsfaktoren hemmen Cumarine?

X
Clear1
Clear1
1
Grundlagen
Cumarine = Vitamin-K-Antagonisten (VKA)
Kuh-Marine der Volks-Republik Klein-Antarsien (VKA)
Quintessence
2
Grundlagen
Dienen der Blutverdünnung → Orale Antikoagulantien (OAK)
Aufsicht über den Blut-Fluss → Ober-Aufsichts-Kommando (OAK)
Im Gegensatz zu Heparin können Cumarine (ebenso wie DOAKs) oral eingenommen werden und sind so optimal für die ambulante Antikoagulation. alles anzeigen
3
Grundlagen
Phenprocoumon und Warfarin
Fee-Kuh mit Mohnblume → Wahrsagerin
Phenprocoumon wird am häufigsten in Deutschland, der Schweiz und anderen EU-Ländern verwendet; Warfarin hingegen ist weiter verbreitet in den USA. alles anzeigen
 
Extra Info / Trivia
Weitere Vertreter sind Acenocoumarol und Dicumarol.
3/37
4
Wirkmechanismus
Körper produziert Gerinnungsfaktoren (u.a. aus Vitamin K)
Staat baut Staustufen (Kohl durch vitale Kähne angeliefert)
Kohl gilt als Vitamin K-reich und ist daher hier auf den Schiffen zu sehen. alles anzeigen
5
Wirkmechanismus
Synthesehemmung der Vitamin-K-abhängigen Gerinnungsfaktoren (II, VII, IX, X)
Kuh-Marine entert Bauschiff (Jahrgang 1972)
[[Abb. 3771]] Merkhilfe: 1972 war das Jahr der olympischen Spiele in München. alles anzeigen
6
Wirkmechanismus
Synthesehemmung fibrinolytischer Proteine C, S, Z; kurze HWZ
Entern des Fibrillen-Fluss-Baggers aus Tschechien (Czech Rebublic); geht schnell unter
Basiswissen
7
Wirkmechanismus
↑Thrombosegefahr durch ↓Fibrinolyse (Proteine C, S, Z fehlen)
Blutfluss verstopft, da Fibrillen nicht weggeräumt (tschechischer Bagger kaputt)
Die Gerinnungsfaktoren 1972 haben eine längere HWZ als die gerinnungshemmenden Proteine C, S und Z. Daher setzt die gewünschte gerinnungshemmende Wirkung erst verzögert ein. Initial steigt die Thrombosegefahr an. alles anzeigen
8
Wirkmechanismus
Kompetitive Hemmung der Vitamin-K1-Reduktase
Kuh-Marine kämpft mit Kahn um Reh-Hasen
VKA konkurrieren kompetitiv mit Vitamin K um die Bindungsstelle der Vitamin-K1-Reduktase. Diese umfasst die Vitamin-K-Epoxid-Reduktase und Vitamin-K-Chinon-Reduktase. 1972 werden aufgrund der Hemmung unvollständig synthetisiert. alles anzeigen
9
Wirkmechanismus
Wirkung ab ca. 3 Tagen → ⌀ Einfluss auf fertige Faktoren
Drei davonfahrende Bauschiffe verpasst
Der Wirkeintritt ist durch die HWZ der fertigen Faktoren limitiert. alles anzeigen
10
Nebenwirkungen
Harmlose bis schwerwiegende Blutungen (z.B. GIT- und ZNS-Blutungen)
Zerstörung der Staustufe → Überschwemmung durch Blut-Fluss (Gastro/ Imbiss betroffen, Besitzerin schlägt sich Kopf blutig)
VKA führen zu vergleichsweise harmlosen Blutungen (Zahnfleischblutungen, Nasenbluten, Blut im Urin) bis hin zu schwerwiegenden Blutungskomplikationen. alles anzeigen
11
Nebenwirkungen
Einweisung und meist cCT bei relevantem Sturz
Krankenwagen; Donut erinnert an CT-Ring
Unter VKA herrscht bei relevanten (nicht-leichten) Stürzen ein erhöhtes Risiko für intrazerebrale Blutungen (blutüberströmter Kopf). Dies gilt es abzuklären → cCT! alles anzeigen
12
Nebenwirkungen
Subgruppen bei erhöhter Blutungsgefahr beachten
Suppenküche für Blutsuppe
Aus Angst vor intrazerebralen Blutungen wird bei erhöhtem Sturzrisiko teils auf OAK verzichtet (Risikoabschätzung → HAS-BLED-Score). In Studien zeigt die OAK, je nach Subgruppenanalyse, jedoch auch Vorteile in der Anzahl verhinderter ischämischer Schlaganfälle. Primär sollten also die Sturzrisiken minimiert und Risikofaktoren für Blutungen reduziert werden, um dann VKA einsetzen zu können. alles anzeigen
13
Nebenwirkungen
Cumarin-Nekrose wenige Tage nach Therapiebeginn
Verbrannter, löchriger, neu eroberter Anleger der Kuh-Marine
Die Cumarin-Nekrose betrifft die Haut und das subkutane Fettgewebe, meist am Körperstamm (Anleger auf Stämmen). Mit einer Inzidenz unter 0,1 % ist sie sehr selten. Wenige Tage nach Therapiebeginn erscheinen druckempfindliche, fleckförmige Hautveränderungen; Endstadium ist eine Nekrose (verbrannter Anleger). alles anzeigen
14
Nebenwirkungen
Cumarin-Nekrose verhindern → simultane Heparingabe, mittlere Aufsättigung
Mandarine mit Feuerlöscher, mittelgroßes Spielzeug-U-Boot
Ursache der Cumarin-Nekrose ist vermutlich die anfänglich erhöhte Gerinnungsneigung durch die früher eintretende Hemmung der fibrinolytischen Proteine C, S und Z (Folge: Hyperkoagulabilität). Die simultane Gabe von Heparin sowie eine mittlere Aufsättigungsdosis Cumarin reduzieren diese Gefahr. alles anzeigen
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Nebenwirkungen
Haarausfall (Selbstlimitierend, selten)
Verliert Perücke (kann sie selbst wieder aufheben)
Expertenwissen
16
Indikationen
1. Wahl: Thromboembolieprophylaxe bei mech. Klappenersatz
Lachsfarbener Profi-Pirat mit Trompete in Strumpfhosen auf mechanischem Raddampfer
Quintessence
17
Indikationen
Vorhofflimmern
Flimmer-TV mit Herz
Hier sind VKA ebenfalls die 1. Wahl zur Thromboembolieprophylaxe. alles anzeigen
18
Indikationen
Phlebothrombose
Venen-blaue Strumpfhose;
VKA dienen der Behandlung und Prophylaxe thromboembolischer Erkrankungen, wie bspw. der Phlebothrombose oder der Lungenembolie. Für die initiale Akuttherapie sind sie aufgrund des verzögerten Wirkeintritts jedoch nicht geeignet. alles anzeigen
19
Indikationen
Lungenembolie
Bowling ("Lungenem-BOWLI-e")
Basiswissen
20
Kontraindikationen
Schwangerschaft und Stillzeit
Schwangere Kuh mit Milchflasche weint
VKA sind während der Schwangerschaft und Stillzeit kontraindiziert, da sie plazenta- und muttermilchgängig sind. alles anzeigen
21
Kontraindikationen
Erhöhte Blutungsbereitschaft z.B. durch schwere Leber-/Niereninsuffizienz, Thrombozytopenie
Niere und Leber im Suff hauen sich mit Trompete und Pennies blutig
22
Kontraindikationen
Läsionen des Gefäßsystems, unkontrollierte Hypertonie (Diastolisch > 110 mmHg), floride Endokarditis
Lädierte Vase, Hyper-Toni-Dia, überwucherte Herz-Klappe
Gefahr von Massenblutungen unter VKA bei Läsionen des Gefäßsystems sowie unkontrollierter Hypertonie und vielen weiteren Ursachen wie Operationen und Traumen. Eine floride Endokarditis geht mit erhöhtem Risiko für sekundäre Masseneinblutungen im ZNS einher. alles anzeigen
23
Interaktionen
Zahlreich, CYP3A4 (Abbau), Vitamin-K-haltige Lebensmittel
Zahlreiche Verkehrsteilnehmer, Zypresse mit drei A4-Blättern (droht Schiff zu versenken), vitale Kähne mit grünem Gemüse
VKA unterliegen zahlreichen Interaktionen. Diese betreffen zum einen Vitamin-K-haltige Lebensmittel (grünes Gemüse wie Spinat und Kohl) und zum anderen den Abbau der Cumarine durch CYP3A4 sowie CYP2C9. Substanzen mit Einfluss auf CYP3A4 beschleunigen oder verlangsamen die Abbaurate von VKA. alles anzeigen
24
Interaktionen
Vitamin-K-synthetisierender Darmflora, Cave Antibiose
Vitaler Kahn mit Bakteriendame Flora überfallen von Antibiotika
Vitamin K wird im Darm von Bakterien synthetisiert und dann vom Körper aufgenommen. Unter Antibiose kann die Darmflora geschädigt werden und es steht weniger Vitamin K zur Verfügung. Dadurch überwiegt die Gerinnungshemmung und die Blutungsgefahr steigt. alles anzeigen
25
Interaktionen
Verdrängung aus Plasmaeiweißbindung durch Sulfonamide/ Sulfonylharnstoffe, NSAR
Verdrängung von weißer Eis-Scholle durch gelbes Schlauchboot (engl. sulfur, Schwefel: gelb) mit NASA-Rakete
VKA haben eine hohe Eiweißbindung. Bereits eine geringe Verdrängung der VKA von den Plasmaproteinen kann die gerinnungshemmende freie Konzentration erhöhen. alles anzeigen
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Klinische Aspekte > Therapie
Therapiekontrolle mittels INR – meist 2,5
Steuerfrau wird mit Indischen Rupien bezahlt – Schwan, fünf Scheine
In der Regel wird ein Ziel-INR von 2-3 angestrebt. Mechanische Herzklappen bilden eine Ausnahme → Ziel-INR hier 2,5-3,5. alles anzeigen
27
Klinische Aspekte > Therapie
Schlechte Steuerbarkeit aufgrund verzögerter Wirkung
Schlingerkurs des U-Boots
Effekte von Dosisanpassungen treten verzögert ein, nach etwa 24-72 Stunden (HWZ der Gerinnungsfaktoren). alles anzeigen
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Klinische Aspekte > Therapie
Ziel-INR → fester Wert (keine Spanne) → Therapiesicherheit ↑
Steuerfrau hat ein Ziel-Fernrohr → sichere Navigation
2,5 ist als Ziel-INR z.B. geeigneter als 2-3. alles anzeigen
29
Klinische Aspekte > Therapie
Kontrollintervalle von 18 Tagen (zu Beginn engmaschiger)
Knoten-Geschwindigkeitsmesser mit Kerze und Sanduhr (Abstände der Knoten werden länger)
Innerhalb der ersten Zeit sollte die INR-Kontrolle enger erfolgen, bis die Intervalle dann auf zwei Wochen verlängert werden können. Nach drei Monaten wird das Ziel oft stabil erreicht, die Intervalle können jetzt auf 18 Tage erhöht werden. alles anzeigen
30
Klinische Aspekte > Therapie
12-Stundenregel bei vergessener Dosis
Fee-Kuh hat halben Schwimmring vergessen
Wird die Einnahme einer Dosis vergessen, sollte diese laut Herstellern/Experten innerhalb von max. 12 Stunden nachgeholt werden, ansonsten wird sie ausgelassen. alles anzeigen
31
Klinische Aspekte > Therapie
Cave: NSAR, INR-Kontrollen (bei zusätzlichen Medikamenten oder Dosisanpassungen)
NASA-Astronautin betritt Schiff (= neues Mitglied), kontrolliert INR-Schatztruhe
Die INR sollte grundsätzlich bei allen zusätzlichen Medikamenten und Dosisanpassungen kontrolliert werden. Einige NSAR erhöhen das Blutungsrisiko jedoch auch über ihre Thrombozyten-hemmende Wirkung ohne Veränderung der INR. alles anzeigen
32
Klinische Aspekte > Therapie
Keine generelle Anpassung der Ernährungsgewohnheiten
Ausgewogener Essensvorrat
Es wird eine abwechslungsreiche Kost empfohlen → einseitige Ernährung vermeiden (“nur Kohl”). Der INR-Wert wird aber selbst durch grünes Gemüse nur unwesentlich beeinflusst. alles anzeigen
33
Klinische Aspekte > Interventionen
Impfung unter Medikation subkutan wegen Blutungsrisiko
Impf-Bunker im Kuh-Tarnmuster unter der Erde
Unter VKA sollen wegen des erhöhten Blutungsrisikos keine intramuskulären Injektionen erfolgen. Die subkutane Gabe der Impfstoffe wird empfohlen (jedoch keine Studiendaten zur Effektivität). alles anzeigen
34
Klinische Aspekte > Interventionen
Phenprocoumon vor OPs absetzen → Bridging mit Heparin
Brücke mit Mandarine samt Skalpell
Vor OPs wird Phenprocoumon abgesetzt und Heparin ab einer INR von ca. 2,0 angesetzt, um die Gerinnungshemmung bis zur OP zu überbrücken. Am OP-Tag selbst wird auch Heparin kurzzeitig ausgelassen. Postoperativ werden Phenprocoumon und Heparin gegeben, bis der INR-Wert wieder im sicheren, gerinnungshemmenden Bereich liegt. Phenprocoumon hat eine deutlich längere HWZ als Warfarin, so dass dieses Vorgehen hier nötig ist. alles anzeigen
35
Klinische Aspekte > Interventionen
Keine Vitamin-K-Antagonisten bei HIT
Mandarine lässt Trompete fallen und demonstriert gegen VKA
In der Akutphase der HIT darf keine orale Antikoagulation (OAK) erfolgen, entsprechend auch keine Gabe von VKA. Diese würden das Risiko für Thromboembolien und eine Cumarin-Nekrose erhöhen. alles anzeigen
36
Klinische Aspekte > Überdosierung
Ab INR > 5
Heli mit 5 Rotorblättern
Expertenwissen
37
Klinische Aspekte > Überdosierung
Gabe von Konakion, Frischplasma oder PPSB
Kohl-Spion, Fisch mit Plasma-Kanone und viele, konzentrierte Trompeten auf vitalem Kahn
Das Vorgehen hängt vom INR-Wert ab. alles anzeigen
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1 Wirkungsmechanismus Cumarine 2 Purpura bei Thrombozytopenie
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Wirkungsmechanismus Cumarine
Wirkungsmechanismus Cumarine - Cumarine hemmen das Enzym Vitamin-K-Reduktase, das für die Aktivierung von Vitamin K verantwortlich ist. Die Aktivierung von Gerinnungsfaktoren II, VII, IX und X wird durch Vitamin K reguliert. Cumarine stören diesen Prozess, indem sie die Bildung der aktiven Formen dieser Gerinnungsfaktoren verhindern.
Purpura bei Thrombozytopenie
Purpura bei Thrombozytopenie - Die Abbildung zeigt eine rechte obere Extremität mit großflächiger Purpura infolge einer Thrombozytopenie bei septischem Schock. In solchen Fällen sind Cumarine kontraindiziert, da sie das Blutungsrisiko erheblich steigern.
https://en.wikipedia.org/wiki/Thrombocytopenia#/media/File:Trombocitopenia_01.JPG
CC BY-SA 4.0
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