Vereinfachte Merkbilder, die nicht visuell komplett überladen sind

mona_mayerhofer 10 Comments

107
vor 2 Jahren agoWird geprüft10
Kategorie: Funktionen,

In den letzten Jahren werden die Meditricks zunehmend visuell überladener, wenn man nicht super begabt ist, kann man sich gar nicht mehr das ganze Bild einprägen, beziehungsweise nicht langfristig. Die alten Antibiotika habe ich vor 5 Jahren gelernt und kann sie noch immer, alles neuere pharmakologische was ich letztes Jahr gelernt habe ist schon wieder weg. Es werden auch Sachen, die sich sowieso logisch aus etwas anderem ergeben nochmal zusätzlich mehrfach ausgeschmückt und dargestellt, und auch der Hintergrund ist ablenkend und zu viel. zB Thiazide: Warum nicht nur ein Zucker und Öl für die Hyperlipidämie und Hyperglykämie, warum nicht nur ein Hahn für die Hyperurikämie usw., das würde doch reichen…. Daraus entsteht ein komplett überladenes Bild, von dem man längerfristig nicht wirklich was hat. Viele meiner Freunde verwenden aus diesem Grund Meditricks gar nicht mehr. Diese Entwicklung finde ich sehr schade, finde es sollte gelten: weniger ist mehr. Vielleicht kann man zumindest vereinfachte Bilder anbieten, wo man entweder selber verschiedene Sachen ausblenden kann, oder eine vorgefertigte vereinfachte Version, damit man es sich wirklich nachhaltig und gut einprägen kann und lange was davon hat.

MEDITRICKS-ANTWORT:
Liebe Meditrickser,
Die aktuelle Generation unserer Merkbilder berücksichtigt diesen euren Wunsch.
Den Spagat zwischen Detailtiefe und Kürze haben wir so gelöst:
Fortan findet ihre nebst der inhaltlichen Einleitung (Abstract) eine erweiterte Einleitung – den Erklärbar. Hier besprechen wir pathologische Grundlagen und für das Verständnis wichtige Konzepte, möglichst knapp und einfach verständlich. Im Merkbild wiederum finden sich die Fakten, die schwer zu merken, wichtig und besonders prüfungsrelevant sind. Wir zielen jetzt bei möglichst vielen Themen auf maximal 20 Fakten, weshalb dieses Format intern auch „U20“ heißt (unter 20 Fakten). Natürlich werden es auch mal 20–30, wenn das nötig ist.
Um auch mehr Themen zügiger umzusetzen, veröffentlichen wir diese U20-Werke bereits mit Fertigstellung der Illustrationen. Also ohne Video – Bilder mit 20 Fakten sind deutlich übersichtlicher und daher auch weniger erklärungsbedürftig. Wir freuen uns auf euer Feedback zu dieser Entwicklung.

Eine Übersicht aller U20-Werke findet ihr hier:
meditricks.de/u20

Danke für euer Feedback!

Comments 10

  1. Liebe Meditrickser,
    Die aktuelle Generation unserer Merkbilder berücksichtigt diesen euren Wunsch.
    Den Spagat zwischen Detailtiefe und Kürze haben wir so gelöst:
    Fortan findet ihre nebst der inhaltlichen Einleitung (Abstract) eine erweiterte Einleitung – den Erklärbar. Hier besprechen wir pathologische Grundlagen und für das Verständnis wichtige Konzepte, möglichst knapp und einfach verständliche. Im Merkbild wiederum finden sich die Fakten, die schwer zu merken, wichtig und besonders prüfungsrelevant sind. Wir zielen jetzt bei möglichst vielen Themen auf maximal 20 Fakten, weshalb dieses Format intern auch „U20“ heißt (unter 20 Fakten). Natürlich werden es auch mal 20–30, wenn das nötig ist.
    Um auch mehr Themen zügiger umzusetzen, veröffentlichen wir diese U20-Werke bereits mit Fertigstellung der Illustrationen. Also ohne Video – Bilder mit 20 Fakten sind deutlich übersichtlicher und daher auch weniger erklärungsbedürftiger. Wir freuen uns auf euer Feedback zu dieser Entwicklung.

    Eine Übersicht aller U20-Werke findet ihr hier:
    https://meditricks.de/u20

    Danke für euer Feedback!

  2. Es wäre aber super schade, wenn die ausführlichen Therapien (inkl. Alternative Antibiotika etc.) unter der Vereinfachung leiden würden. Da ist der Detailreichtum wirklich sehr sinnvoll!

  3. Danke euch allen für die Kommentare und eure Stimme.
    Wir sind uns der Thematik bewusst und dran.
    Wir haben als Team einen hohen Anspruch und wollen nicht nur auf blankes Auswendiglernen setzen.
    Jedoch stimmt es, dass nicht alle Details auch immer im Merkbild dargestellt werden müssen.
    Die Bilder sollten sich auf die schwer zu merkenden, wichtigen, Examens- und Praxis-relevanten Fakten konzentrieren.

    Danke euch weiterhin für euer wertvolles Feedback.
    Uns ist alles an Kritik, Lob und Vorschlägen hoch willkommen.

  4. Was mir tatsächlich mehr helfen würde, ist nicht unbedingt die Vereinfachung der Bilder, sondern eher die Art der Verknüpfung, die dahintersteht. Der „Kontext“ oder die Eselsbrücke, die man lernt, sollte sich meiner Meinung nach stärker am eigentlichen Wort orientieren (ihm also ähneln). Als Beispiel für eine solche selbst ausgedachte Eselsbrücke, die mir persönlich hilft: Für die anatomische Struktur „Glenoid“ habe ich mir die Wortkombination „Klee und NOEeat“ gemerkt. Es sind solche Verknüpfungen, die für mich eine Verbindung zum Klang des lernenden Wortes die es mir so einfacher machen, das Gelernte zu behalten.Oder auch wenn es sehr offensichlich ist die Funktion bildich Darzustellen.

    Zudem ist mir schon öfter aufgefallen, dass die Kommunikation zwischen den Designern und den Synchronsprechern nicht immer optimal zu funktionieren scheint. Ich hatte mehrmals das Gefühl, dass eine andere Logik hinter der Zeichnung steckte, als dann tatsächlich im gesprochenen Text vermittelt wurde.Und auch öfters sind die Verknüpfung zu komplex so das man sich einfach gleich das Wort oder Zahl merkt.

    Aber ich möchte nicht nur Kritik äussern, sondern euch auch loben: Ihr seid ein tolles Team, und ich konnte mir durch eure Zeichnungen vieles deutlich besser merken – dafür vielen Dank!“

  5. Ich finde auch, dass teilweise logische Dinge oder Infos die man nach x Jahren Medizinstudium eh weiß nicht dargestellt werden müssten und eher verwirren. Z.B. müsste man nicht immer die B-Symptomatik mit verschiedenen Merkhilfen darstellen und könnte das einfach vorraussetzen.
    Auch die teilweise aus mehrstündigen Reihen bestehenden Videos (z.B. Kolorektales Karzinom) könnte sich mehr auf die Dinge fokussieren, die man einfach wirklich auswenig lernen muss und sich nicht mit gesundem Medizin-Menschenverstand herleiten kann. So schaue ich mir diese langen Meditricks dann halt einfach gar nicht an, was ich sehr schade finde, da es meist sehr wichtige Themen sind…

  6. Das stimmt leider tatsächlich! Ich finde auch, dass ein meditrick nicht das ganze Lehrbuchkapitel darstellen muss. Viel mehr ist es ein zuverlässiges und nachhaltiges Grundgerüst in das man die Details dann auch abstrakt gut einfügen kann. Es hilft trotzdem oder gerade deshalb ja so sehr!

  7. Super Vorschlag! Ich stimme uneingeschränkt zu.
    Es gibt viele ältere Videos, die sehr gut und lange im Gedächtnis bleiben, aber leider sind einige neue Videos dabei, die einfach zu überladen sind und wo das Bild das Auge überfordert. Am besten finde ich Bilder, bei denen man sich wirklich alles einprägen kann, was darauf zu sehen ist.
    Klar, bei komplizierteren Themen muss viel Information verpackt werden, aber da wären mir mehrere separate Videos und Bilder liebe, als ein unübersichtliches.
    Danke!

      1. Ich fände auch allgemein simplere MediTricks wieder besser. Mir sprengen die MediTricks beim angucken oftmals alle meine Synapsen Weg, weil sie einfach so überladen sind. Deswegen fände ich einfachere Bilder, dafür mit mehr inhaltlichen Verknüpfungen („Er ist fröhlich weil,… oder Er ist traurig weil …) besser.

Schreibe einen Kommentar