Opioide lernen mit den Eselsbrücken von Meditricks.de

Opioide 6: Intox, Entzug, Antagonisten

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wie wir dieses Thema behandeln und wie unsere Eselsbrücken aussehen:

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Opioide 6: Intox, Entzug, Antagonisten

Inhaltliche Einleitung
Gefährdet durch Intoxikation mit Opioiden sind Drogen- und Substanzabhängige (Heroin und Opioide), weitere Ursachen sind eine Überdosierung, sei sie iatrogen verursacht, bedingt durch Enzym-Polymorphismen oder durch mangelnde Ausscheidung über die Nieren. Typisch für die Intoxikation mit Opioiden ist die Trias aus Atemdepression, Koma und Miosis. Die Miosis geht Hypoxie-bedingt langfristig in eine Mydriasis über. Die Therapie besteht in der Freihaltung der Atemwege und idealerweise in einer Titrationsantagonisierung mit Naloxon – hier werden kontinuierlich kleine Gaben Naloxon verabreicht, bis der Patient eine eigenständige, ausreichende Spontanatmung erreicht. Naloxon hat eine kurze Halbwertszeit. So kann es zum Rebound-Effekt kommen, dem erneuten Einsetzen der Wirkung der zuvor verdrängten Opioide, diese haben häufig eine längere HWZ. Man spricht auch von der Remorphinisierung. Eine weitere Gefahr bei der Gabe von Naloxon geht aus von Opioid-Entzugssymptomen.   Der Opioidentzug ist bei Drogenabhängigen und Schmerzpatienten möglich. Eingeteilt wird die Ausprägung in die Schweregrade null bis vier. Symptome reichen von “Opioidhunger” bis hin zu Herz-Kreislauf-Beschwerden und exzessivem Schwitzen.   Opioid-Antagonisten, dies sind Naloxon, Naltrexon und das nicht-ZNS-gängige Methylnaltrexon. Letzteres ist bei opioid-assoziierten Obstipationen hilfreich, v.a. bei Palliativpatienten. Naloxon ist der wichtigste Opioid-Antagonist bei Intoxikationen. Naloxon wie auch Naltrexon haben eine sehr hohe Affinität zu Morphinrezeptoren, verdrängen Opioide, ohne selbst an den Rezeptoren zu wirken – sie haben keine intrinsische Aktivität. Gefahr geht von überschießenden Reaktionen aus, bedingt durch die zuvor hohen Dosen an Opioiden mit ihren Wirkungen wie Hypotension. Diese kehren sich jetzt teils in das andere Extrem, was bei Patienten mit vorgeschädigten Herz-Kreislauf-System kritisch sein kann. Naltrexon ist zugelassen zur Suchtbehandlung Alkoholkranker. Es reduziert die Rückfallrate und die Trinkmenge bei Nicht-Abstinenzlern.

Basiswissen

  • Intoxikation mit Opioiden

    Trias der Opioidanalgetika-Intoxikation: (1/3) Atemdepression

    Drei Opioid-Schatten foltern Menschen: Schwitzkasten

    Die Atemfrequenz beträgt hierbei ca. 2-4 Atemzüge pro Minute entgegen der physiologischen 12-18 Atemzüge pro Minute beim Erwachsenen.

  • Intoxikation mit Opioiden

    (2/3) Koma

    Knüppel: auf Kopf hauend

  • Intoxikation mit Opioiden

    (3/3) Miosis

    Kleine Pupillen

  • Intoxikation mit Opioiden

    Bei längerer Hypoxie: Mydriasis

    Lang heraushängend: müdes Auge

    Die initiale Miosis wandelt sich bei andauernder Hypoxie in eine Mydriasis um.

  • Intoxikation mit Opioiden > Therapie

    Atemwege freihalten & Beatmung

    Tubus wird zum Gewürgten gebracht

    Wegen der Atemdepression ist die körpereigene Sauerstoffaufnahme inadäquat.

  • ...

Expertenwissen

  • Intoxikation mit Opioiden

    Zyanose (Hypoxie)

    Blaues Shirt

    Die Zyanose ist das Zeichen einer durch die Atemdepression bedingten Hypoxie.

  • Intoxikation mit Opioiden

    Tonusverlust der Muskulatur

    Verliert Tonvase

    Bis hin zur Areflexie.

  • Intoxikation mit Opioiden

    Verminderte Körpertemperatur

    Glimmende Asche

  • ...

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